Leistungsprüfung für Kaltblutpferde 2003

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Leistungsprüfung für Kaltblutpferde 2003  
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Leistungsprüfung für Kaltblutpferde 2003 [1/2], [2/2]
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M. Schwöbel Am 22.11.03 fand die zentrale Zugleistungsprüfung des niedersächsischen Stammbuches für Kaltblutpferde auf dem dafür hervorragend geeigneten Gelände der Hengstprüfungsanstalt in Adelheidsdorf statt . 13 Kaltblüter ( 6 Stuten , 7 Hengste)stellten sich in diesem Jahr der dreiteiligen Feldprüfung. Diese Leistungsprüfung wirkte voll als Selektionskriterium, dem 5 Stuten und 4 Hengste standhielten. Erfreulich viele Zuschauer hatten sich eingefunden, um das Geschehen zu verfolgen. Im I. Teil der eigentlichen Zugleistungsprüfung , musste auf einer vorgegebenen Bahn ein Zugschlitten über 1000 m in 12, 5 Minuten bei einem Zugwiderstand von 20 % des Körpergewichts des Zugtieres gezogen werden. Der Zug erfolgt im Schritt mit dreimaligem Anhalten und Wiederanziehen. Dabei sollte die Anforderung an das Leistungsvermögen und die Kondition nicht unterschätzt werden. Wie Richter Klaus Dieter Gärtner, Hansen in der Nachbesprechung erläuterte, ist eine gute Vorbereitung, besonders für diesen Prüfungsteil dringend erforderlich. Im Training lieber 150 % arbeiten , damit in der Prüfung 100 % Leistung erbracht werden kann. Zum ersten Mal wurde der Prüfungsteil II, Geschicklichkeitsziehen, für die süddeutsche Kaltblutrassen nach Vorgabe ihrer Ursprungszuchtbücher mittels Ziehen einer Schwachholzstange( ca. 7 m lang, 0,3 Festmeter trocken , entrindet) durchgeführt. Für die anderen Rassen ist das Ziehen dieses Baumstammes freiwillig. Sie können nach wie vor den unbelasteten Zugschlitten durch die Hindernistore steuern. Die Arbeit mit der Schwachholzstange in einem Hindernisparcour setzt ein spezielles Training voraus, denn besonders in den Wendungen verhält sich ein 7 m langer Baumstamm völlig anders als ein Zugschlitten. Im Teil III galt es eine Einspännerfahrprüfung vor einem zweiachsigen Wagen zu absolvieren. Im Schritt und anschließend im Trab wurden Strecken und Wendungen gefahren, um unter anderem die Durchlässigkeit und die Fahreigenschaften zu überprüfen. Mit einer Wertnote von 8,65 siegte die Schleswiger Kaltblutstute Urte v. Munkedal a. d. Uta von Zöllner Z. u. B: Klaus zum Berge, Fallingbostel. In allen Bereichen lag ihre Beurteilung deutlich über dem Durchschnitt und untermauerte so eindrucksvoll die Qualität dieser Stute. Mit der Endnote 8,04 folgten ihr gleich zwei Hengste. Der ebenfalls aus dem Stall von Klaus zum Berge stammende Schleswiger Major v. Munkedal a.d. Ria v. Zöllner erhielt für Charakter und Temperament die Tageshöchstnote 9,3. Souverän meisterte Major alle Prüfungsabschnitte, doch am beeindruckensten war , dass Klaus zum Berge diesen imposanten arbeitswilligen Hengst ohne jede fremde Hilfe anspannte!! Mit gleicher Endnote präsentierte sich Caruso v. C. F. Antigon a. d. Heide von Horrido, Z: Horst Knöpke, Recke- Steinbeck B: Hubert Deckert, Lauterbach. Dieser umgängliche, den rheinisch deutschen Kaltblütern zugerechnete Hengst verfügt über einen außergewöhnlichen Schritt. Locker und schwungvoll bewegte er sich ebenfalls vor dem Einspänner. Es scheint, dass der „Zuchtversuch" mit dem Hengst C. F. Antigon hinsichtlich Bewegungsverbesserung erste Früchte trägt. Der charmante Schwarzwälder Hengst Wario v. Wico a.d. Merle v. Diflor Z: Karsten Depenau, Uetze B.: Ralf Bartels , Katensen entpuppte sich als wahres Bewegungswunder. Energisch abfußend entwickelte der Hengst im Trab eine ausgeprägte Schwebephase. Eindrucksvoll stellte er seine Fahrtauglichkeit unter Beweis. Wertnote: 7,81 Arbeitswillig und aufmerksam zeigte sich die Schwarzwälder Stute Delfi v. Wylasko a. d. Dana v. Roman, Z: Gerd Fachmann, Otternhagen B. Hubert Trocha, Mellinghausen. Die Arbeit mit dem Schwachholzstamm lag ihr besonders. Wertnote 7,25. Georg Wilk, Lübz trat mit dem rhein-deutschen Kaltbluthengst Endo v. Erlander a.d. Anouschka v. Agent zur Prüfung an. Züchter Rolf Overhausen war aus Bad Driburg angereist, um sein in Mecklenburg beheimatetes „Zuchtprodukt" in der Leistungsprüfung zu beobachten. Mit 6,79 bestand Endo die Prüfung. Die bereits 1994 geborene süddeutsche Stute Hannelore v. Nebel a. d. Hanni v. Rosengarten erhielt in der Prüfung eine 6,6. Somit hat sie die Anforderungen , die an eine Hengstmutter gestellt werden erfüllt. Vorgestellt wurde sie von ihrem Züchter und Besitzer Rudolf Berger , Grasberg. Mit der Schleswiger Stute Ronja v. Munkedal a.d. Ria v. Zöllner Z: K. zum Berge, Fallingbostel, bestand eine Vollschwetser zu dem vorgenannten Hengst Major mit 6,43 die Prüfung. Sie ist heute im Besitz von Ralf Hohenstein, Gülzow. Die Rhein- deutsche braune Kaltblutstute Glenna v. Enorm I a. d. Gretel v. Romeo Z. u. B: Heinrich Marwedel, Wienhausen erhielt die Wertnote 6,1. Abschließend zeigten sich der 1. Vorsitzende Dieter Bösche u. Zuchtleiter Dr. Clar erfreut über die Disziplin mit der die Veranstaltung durchgeführt werden konnte. Sie dankten allen Helfern und dem Landgestüt Celle, dass es wieder einmal ermöglicht hatte, die Leistungsprüfung unter solch optimalen Bedingungen durchführen zu können.  
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