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| Deutsche Meisterschaften der
Spring- & Dressurreiter in Balve
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Spring- & Dressurreiter in Balve [1/2], [2/2] |
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Textversion:
Katharina Offel Deutsche
Meisterin
In einem spannenden Zweier-
Stechen wurden die Deutschen
Meisterschaften der Amazonen
im sauerländischen Balve entschieden:
Mit einer souveränen
Nullrunde konnte sich Katharina
Offel (Bissingen) auf ihrer 9-jährigen
Stute A la Ballerina gegen
die letztjährige Meisterin Eva Bitter
(Münster) auf Argelith Stakkato
durchsetzen, die am Wassergraben
patzte. Dritte wurde
Mylene Diederichsmeier (Steinhagen)
auf Konni mit 8 Fehlerpunkten
aus den ersten beiden
Runden.
Schon in den zwei Umläufen zeigte
die 27-jährige Offel Nervenstärke,
als sie als einzige Starterin
in dem von Sven Rothenberger
anspruchsvoll gebauten Parcours
fehlerfrei blieb. „Ich bin sehr
stolz auf meine Stute, weil sie
wirklich unbedingt gewinnen und
keinen Fehler machen wollte",
freute sich die Deutsche Meisterin
über ihren Sieg. Auch die starken
Regenfälle, die über das Balver
Orletal niedergingen, konnten
Katharina Offel und A la Ballerina
nicht in ihrer Konzentration
stören. „In ihrer jetzigen Form
traue ich ihr noch einiges zu",
schaute die Amazone optimistisch
in die Zukunft.
Deutscher Meister Ludger
Beerbaum nimmt Vollbad
Das ließen sich die Amazonen
nicht nehmen: Nachdem Ludger
Beerbaum bei den Deutschen Meisterschaften im sauerländischen
Balve den Sieg erritten hatte,
„schnappten" sich Katharina
Offel, Eva Bitter und Mylene Diederichsmeier,
die am Tag zuvor
auf den Treppchen standen, den
Riesenbecher und „tauften" ihn
im Wassergraben.
Zuvor hatte sich Beerbaum auf
Gladdys S in zwei fehlerlosen
Runden und einer Nullrunde im
Stechen gegen den Borkener
Marcus Ehning auf Sandro Boy
durchgesetzt, der mit vier Fehlerpunkten
aus dem Parcours
kam. „Ich freue mich wirklich sehr,
weil ich diesmal nicht unbedingt
damit gerechnet hatte", gestand
der Weltranglistenzweite. Zwar
habe er sich auf den vorderen
Plätzen gesehen, aber den Titel
hatte er nicht unbedingt auf dem
Plan, zumal er sein Top-Pferd
Goldfever wegen einer Verletzung
zuhause lassen musste.
Den dritten Platz teilten sich in
diesem Jahr zwei Amazonen: Meredith
Michaels-Beerbaum (Thedinghausen)
auf Shutterfly und
Mylene Diederichsmeier (Steinhagen)
verzeichneten nach den
beiden Umläufen jeweils vier Fehlerpunkte
und bewiesen damit,
dass sie mit den Herren auf jeden
Fall mithalten können. Auch
Bundestrainer Kurt Gravemeier
freute sich über diese Entwicklung:
„Sie haben gezeigt, dass
sie sich nicht verstecken müssen",
lobte Gravemeier die in der
Herren-Konkurrenz startenden
Damen.
Turnierchef Dieter Graf Landsberg-
Velen freute sich besonders
über den großen Zuspruch an Zuschauern
über die Turniertage.
„Wenn ich gestern im Fernsehen
gesehen hätte, wie das hier regnet,
hätte ich mir wohl dreimal
überlegt, ob ich mich nach Balve
aufmache", bekannte der Ehrenpräsident
der Deutschen Reiterlichen
Vereinigung (FN). Trotzdem
waren an allen drei Turniertagen
14.000 Zuschauer auf der
Anlage am Schloss Wocklum,
womit die Erwartungen des Veranstalters
sogar übertroffen wurden.
Nochmals betonte Graf
Landsberg-Velen in diesem Zusammenhang,
dass im nächsten
Jahr auf jeden Fall wieder ein
großes Turnier in Balve stattfinden
werde. Der Termin im Juli sei
dafür schon gebucht.
Deutsche Meisterschaften
2004 / Dressur
Die Dressurreiterin Ulla Salzgeber
hat den ersten Schritt auf dem
Weg zum olympischen Doppel-
Gold gemacht. Die Weltranglisten-
Erste aus Bad Wörishofen
gewann in Balve mit Rusty unangefochten
den Titel bei den
deutschen Meisterschaften, die
zugleich einzige Sichtung für
Athen waren.
Einen schweren Rückschlag
musste hingegen Isabell Werth
hinnehmen. Nachdem ihr Pferd
Satchmo in der Kür wieder einmal
ungehorsam war, hat die viermalige
Olympiasiegerin praktisch
keine Chance mehr auf ein Athen-
Ticket.
Beim ersten Start nach ihrer Doping-
Sperre ritt Salzgeber in einer
eigenen Liga. In allen drei Teilprüfungen
lag sie mit ihrem 16-
jährigen Wallach klar vorne und
sicherte sich mit insgesamt
238,95 Prozentpunkten
ihren dritten
Titel. Auf den Plätzen
zwei und drei folgten
Heike Kemmer
(Winsen/Aller) mit Bonaparte
(229,21) und
Ann- Kathrin Linsenhoff
(Kronberg) mit Renoir
(226,03).
Bei den Männern gewann
Martin Schaudt
(Albstadt) mit Weltall
den Titel und besitzt
damit beste Chancen
auf eines der vier
Athen- Tickets, die in
vier Wochen nach dem
CHIO in Aachen vergeben
werden. Der
Reiter und sein zehnjähriger
Wallach sind
bei den Punktrichtern
umstritten und erhielten
in Balve sehr unterschiedliche
Bewertungen,
gewannen
aber mit 227,89 Prozentpunkten
knapp
vor Hubertus Schmidt
(Borchen) mit Wansuela
Suerte (227,71).
Dritter wurde Klaus
Husenbeth (Sottrum)
mit Piccolino (219,59).
Offensiv geht Salzgeber
mit ihren hohen Erwartungen
für Athen um. «Ziel ist
natürlich erstmal eine Mannschaftsmedaille,
und dann will
ich versuchen, im Einzel das gelbe
Stück zu kriegen», sagte die
Reiterin, die zu Beginn der Woche
vom Nationalen Olympischen
Komitee (NOK) die Ausnahmegenehmigung
für einen Olympia-
Start bekommen hatte. Laut Reglement
wäre eine Teilnahme
nicht erlaubt gewesen, weil Salzgeber
wegen einer positiven Dopingprobe
zwei Monate gesperrt
war.
Fotos: Karl-Heinz Frieler |
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