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Das älteste Pferd Europas hat es geschafft!
Shetlandpony Moritz 1288, besser bekannt als OPA, wurde am
12. Mai sage und schreibe 50 Jahre alt. Als wir ankündigten, dass wir dieses Ereignis
am 15. Mai richtig feiern wollten, gab
es viele Unkenrufe: "Das schafft er nie!" "Überhaupt
ein Wunder das der noch nicht tot ist"
und "Ihr spinnt ja!".
Obwohl Opa an diversen Altersgebrechen
leidet, ist er absolut fit. Sein größtes Problem
sind die fehlenden Zähne. Es fehlen
nachweislich 11 Backenzähne
(von 24), wahrscheinlich sogar
mehr, und ein Schneidezahn. Den
Weidegang schränkt es nicht ein,
nur mit Heu und Stroh fressen ist
nichts mehr. Aber dank der Futtermittelindustrie
muss er auf nichts
verzichten. Optimale Fütterung
und ein artgerechtes Leben in einer
stabilen Herde und jede Menge Zuwendungen
lassen Opa viel jünger erscheinen.
Manches Pferd mit nicht einmal 20,
oder Pony von 30, sieht weniger fit aus als
unser "Alter".
Am 12. Mai schickte der Hessische Rundfunk
ein Fernsehteam. Natürlich war auch
die Regionale Presse vertreten. Tags
drauf war die "Bild" da, und zur
Feier kam wieder das Fernsehen
und Mayumi Omameuda, eine Reporterin
aus Japan, um
einen 6-seitigen Bericht
mit Titelseite über Opa
zu bringen (in Japan gibt
es zwar hunderte Galopperzeitungen,
aber
nur 2 Reitsportzeitungen; sie
schreibt für beide).
Es waren knapp 100 Gäste da. Einige,
wie die Familie Sieber, hatten
eine Anreise von 200 km. Auch ehemalige
Reitschüler von Opa ließen sich nicht
lumpen und kamen aus dem Soester Raum
zur Feier. Mitgebracht wurde alles, von Äpfeln
und Futtersäcken über Leckerlis und
Möhren, bis zu Zuckerrübenschnitzel. Einiges
nicht mehr für Opa geeignet, anderes sogar
spezielle "Senioren Kost", wie
die Säcke mit Heucobs und -häcksel,
Möhrenschnitzel und Mash von
Ollis Futterhandel aus Leverkusen
und Masterhorse aus Schwieberdingen.
VIELEN DANK!
Auch Glückwunschkarten fremder
Menschen und Ponys brachte der
Postbote. Nochmals: VIELEN
DANK! Wir werden sie beantworten.
Den größten Spaß hatten die Gäste, als
Opa, nachdem Jerry, mit Hilfe seiner Assistentin
Mayala Ende, ihm einen Teppich (leider
keinen roten) ausrollte, zu unserem Wirt
in die Kneipe marschierte und auch noch
ein Bier aus einem Humpen schlürfte.
Sonja Schmitt und OPA |
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