Fjord-Pferde

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Das Fjordpferd oder der Norweger
Das Fjordpferd oder der Norweger – auch liebevoll Fjordi genannt – stammt von der norwegischen Westküste und gehört zu den ältesten Pferderassen Europas. In Deutschland konnten die Fjordpferde erstmals im Rahmen einer Landwirtschaftsausstellung in Hamburg bewundert werden. In den vierziger Jahren wurden dann auf Initiative der Wehrmacht die ersten Fjordpferde nach Deutschland importiert. Nach dem 2. Weltkrieg machte sich das Fjordpferd vor allem als genügsames, arbeitswilliges Kleinpferd in Land- und Forstwirtschaft einen Namen. Durch die zunehmende Technisierung innerhalb der Landwirtschaft begann der „Aufstieg" des Fjords als Freizeitpartner. Die durchschnittliche Rückenhöhe des Fjordpferdes beträgt heute ca. 142 cm (138 – 146 cm), die Farbe variiert vom Braun,- zum Rot-, Grau- und dem sehr seltenen Hellfalben. Am häufigsten sieht man jedoch die Braunfalben. Auffällig ist die zweifarbige Mähne, die nicht – um hier gleich Gerüchten vorzubeugen – eingefärbt ist... Verantwortlich für die Zweifarbigkeit ist der Aalstrich, der bereits im Schopf beginnt und sich über den Rücken bis in den Schweif fortführt. Manche Ponys haben auch eine dunkle Wildzeichnung an den Beinen. Fjordis sind typische Ponys – unkompliziert in der Haltung, selbstständig (dies wird oft mit Sturheit verwechselt) und trotzdem willige und arbeitsfreudige Wesen. Ihnen eigen ist Intelligenz und Wissbegier (beim Wandertrieb auf anderer Leute Äcker ab und zu reklamiert), die Anspruchslosigkeit und die Fresslust als Erbe der Ahnen und Vorsorge für schlechtere Zeiten. Fjordpferde sind gelehrige Partner (oft mehr als der Besitzer will) – man kann und muss sie mögen! Aufgrund ihres freundlichen Wesens und ihrer Vielseitigkeit sind die Fjordpferde ideale Freizeitund Familienpferde. Ob die Tochter ihre ersten Turniererfahrungen sammelt, die Mutter nach langer Pause einen ersten Ausritt machen möchte oder der Vater am Wochenende eine Kutschfahrt plant: das Fjordpferd macht alles mit seiner ihm eigenen Gelassenheit mit. Was nicht heißt, es fehle ihnen an Temperament um beim Fahrsport, Western-, Dressur- , Distanz- und Springreiten auch „ihren Fjord zu stehen"... Fjordpferde sind durch ihre Genügsamkeit als Robustponys einzustufen und fühlen sich bei mehrstündigem Weidegang ohne Kraftfutter am wohlsten – da sie sehr leichtfuttrig sind, kann hier zuviel Futter sehr schaden. Also aufgepasst! Ihr Charme liegt in ihrer Ursprünglichkeit – also lassen Sie möglichst alles am Pony, was die Natur ihm mitgegeben hat: Schweifansatzhaare, Kötenbehang und vor allem die Tasthaare am Maul. Pfuschen wir der Natur nicht ins Werk. Lediglich das Stutzen der Mähne zu einer „Punkfrisur" wird als rassetypischer Haarschnitt toleriert. Pferdefreunde, die eine langjährige Beziehung zu einer Tierpersönlichkeit suchen, die mitspielt – und auch mal Reserven mobilisiert – sind mit einem Fjordpferd gut beraten. Erst recht, wenn sie die innere Größe besitzen, sich ohne Minderwertigkeitskomplexe auf einem kleinen Pferd zu zeigen.  
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