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Textversion:
Reitplätze bauen wie ein Profi Wer einen Reitplatz baut, muss sich
mit vielen Fragen beschäftigen: Wie
soll der Unterbau beschaffen sein
oder geht es auch ohne? Ist
eine Trennschicht zwischen
Unterbau und Tretbelag nötig
und wenn ja, welche? Müssen
Drainagerohre verlegt
werden und ist ein Gefälle
nötig? Und, ganz wichtig: Welche
Tretschicht soll aufgebracht werden?
Als ob diese Entscheidungen nicht
schon schwierig genug wären, hat
man noch das Problem, dass die
verschiedenen Berater ganz unterschiedliche
Auskünfte geben.
„Entscheidend beim Reitplatzbau ist
ein geschlossenes Konzept. Vom
Unterbau über die Trennschicht bis
zum Tretbelag muss alles aufeinander
abgestimmt sein. Je nach individueller
Nutzung gibt es verschiedene
Möglichkeiten, die einzelnen
Komponenten müssen aber
zusammen passen", erläutert Herr
Medick, Geschäftsführer der Firma
Ecora GmbH, die sich seit Jahren
konsequent mit Bodenlösungen für
den Reitsportbereich beschäftigt.
Dabei geht es vor allem darum, die
Anforderungen der täglichen Praxis
mit wirtschaftlichen Überlegungen
in Einklang bringen.
Eine stabile Unterlage muss sein
Damit ein Reitplatz auf die Dauer
funktionsfähig bleibt, ist eine Trennschicht
unerlässlich. Sie verhindert
eine Vermischung des Unterbaus
mit dem Tretbelag. Bewährt haben
sich Trennschichten aus Kunststoffgittern,
die nach der Verlegung
eine stabile und fest zusammenhängende
Fläche bilden. Solche Gitter
sind sehr einfach zu verlegen
und können deshalb auch in Eigenleistung
eingebaut werden. Allerdings
gibt es da große Qualitätsunterschiede
im Material. Wer eine
Trennschicht aus Kunststoffgittern
einbaut, sollte bei der Verfüllung der
Gitter darauf achten ein grobkörniges
Material ohne Nullanteile zu verwenden,
wie Splitt oder groben gewaschenen
Sand. Dann kann das
Wasser ungehindert versickern.
Der Unterbau - hier kann gespart
werden
Bei der Wahl des Unterbaus gibt es
verschiedene Lösungen. Klassisch
und unübertroffen ist eine tragfähige
Schicht aus 20 - 30 cm Schotter.
Das Material sollte die Körnung
5/32 mm haben. Das gewährleistet
eine optimale Wasserversickerung.
Auf eine zusätzliche Verlegung von
Drainagerohren kann normalerweise
verzichtet werden. Ob der bestehende
Boden ausgekoffert oder
ob die Tragschicht mehr oder
weniger oben aufgebaut wird,
hängt von den jeweiligen örtlichen
Gegebenheiten ab. Auf
den Unterbau aus grobem Material
wird eine dünne Ausgleichs-
und Filterschicht aus
feinerem Splitt aufgebracht. Darauf
wird dann die Trennschicht aus
Kunststoffgitter verlegt. Der einzige
Haken an einem klassischen Unterbau
aus einer dicken Schicht
Schotter ist der vergleichsweise hohe
Kostenaufwand für Material und
Arbeitsleistung.
Kostensparend ist dagegen ein Quick
On Top Aufbau ohne aufwendigen
Unterbau. Möglich ist dies, wenn ein
tragfähiger gewachsener Boden oder
ein sandiger Boden vorhanden ist
und mit einer fest zusammenhängenden
Trennschicht aus Kunststoffgittern
gebaut wird. Herr Medick,
Firma Ecora GmbH: „Bei Gittern, die bei der Verlegung fest ineinander
einrasten, ist die Flächenlastverteilung
bedeutend besser, als
bei Gittern, die nur einen losen vertikalen
Verbund haben. Man will ja
vermeiden, dass sich einzelne Gitter
an Stellen, wo der Untergrund
weicher ist, stärker in den Boden
eindrücken. Dadurch würden gefährliche
Kanten entstehen, über die
die Pferde leicht stolpern könnten."
Zur zusätzlichen Absicherung der
schnellen Verlegung ohne Unterbau
kann ein spezielles Vlies auf den gewachsenen
Boden unter die Gitter
gelegt werden. Auf jeden Fall sollte
bei der Verlegung ohne Unterbau
ein Gefälle von 1 - 2 % in die Fläche
eingebaut werden, damit das überschüssige
Regenwasser abfließen
kann.
Die Tretschicht - Natur Pur oder Spezialmischung
mit Textil? Bevor man sich für eine Tretschicht
entscheidet, sollte man genau überlegen
was man erwartet. Das hängt
maßgeblich davon ab, wie der Reitplatz
genutzt wird. Handelt es sich
um einen reinen Dressur- oder
Springplatz, wird er nur von Western
Reitern genutzt oder soll es ein Allroundreitplatz
werden?
Nach wie vor ungeschlagen als Basis
für alle Tretschichten ist Sand.
Allerdings gibt es da große Unterschiede.
Sande mit einem höheren
Anteil an abschlemmbaren Anteilen
(Lehm, Ton usw.) haben von Anfang
an eine gute Standfestigkeit und liegen
sehr satt. Je nach dem, welcher
Art die abschlemmbaren Anteile
sind geben Sie dem Sand eine
bestimmte Farbrichtung (rötlich,
grünlich, gelblich) Allerdings besteht
bei diesen ungewaschenen Sanden
die Gefahr, dass die abschlemmbaren
Feinstteilchen die Sickerwege
für das Wasser nach unten zusetzten.
Dann können unschöne
Pfützen entstehen. Für Außenreitplätze
und vor allem für Reitbahnen,
bei denen ein Vlies eingebaut
wurde, sind solche Sande deshalb
mit Vorsicht zu genießen. Ein weiterer
Nachteil dieser sogenannten
Reitsande: Bei Trockenheit entsteht
viel Staub.
Gewaschene Sande haben keine humiden
oder lehmigen Feinstteilchen
und stauben deshalb bedeutend weniger.
Nachteil ist hier, dass die Verbindung
zwischen den einzelnen
Sandkörnchen nicht so gut ist. Der
gewaschene Sand liegt lockerer und
hat weniger Scherfestigkeit. Er neigt
dazu zu „rollen". Diese fehlende Verflechtung
kann durch verschiedene
Zuschläge ausgeglichen werden.
Hackschnitzel sind hier die günstigste
Alternative. Sie geben dem
Sand eine bessere Struktur und erhöhen
in geringem Maß sogar die
Elastizität. Da sich Hackschnitzel
unter denn Pferdehufen relativ
schnell zerreiben und verrotten, ist
der strukturgebende Effekt nach 2-
3 Jahren wieder verschwunden. Die
verrotteten Überreste der Hackschitzel
stauben stark und können
den Boden nach unten hin verdichten.
Bleiben noch spezielle Mischungen
mit textilen Zuschlagstoffen. Diese
Mischungen sind unschlagbar in Ihrer
Langlebigkeit und können individuell
auf die jeweilige Nutzung des
Reitplatzes abgestimmt werden. Die
neue Tretschichtmischung RIDOFLEX
erfüllt hier höchste Qualitätsansprüche.
Die erprobte Kombination
der Zuschlagstoffe sorgt für eine
ausgesprochen hohe Elastizität
und eine hervorragende Trittsicherheit
und Stabilität der Tretschicht.
Das schont den Bewegungsapparat
der Pferde und beugt
unnötigen Verletzungen vor. Der Hufschlag
bleibt gerade und es bilden
sich keine gefährlichen Löcher in
der Tretschicht. Auch ein Durchtreten
der Pferde auf den Unterbau ist
quasi ausgeschlossen. Durch den
Spezialzuschlagstoff SandGel kann
die Tretschicht enorme Mengen
Wasser speichern. So bleibt der Boden
auch in Trockenperioden für
lange Zeit feucht und staubfrei. Der
Pflege- und Bewässerungsaufwand
reduziert sich um mindestens 50%.
Die RIDOFLEX Tretschicht gibt es
als fertige Mischung, abgestimmt
auf die individuelle Nutzung. Wer
Kosten sparen will, kann sich auch
die einzelnen Komponenten bestellen
und selbst in die Tretschicht einmischen.
Umfassende Beratung für Tretschichten
und Reitplatzbau bietet
die Firma Ecora GmbH
Tel.: 09270-915020
Fax: 09270-915029
info@ecohorse.de
www.ecohorse.de |
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