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Landesponyschau 2004 - Fjordzüchter im Glück
Vor der herrlichen Kulisse des Wolfsburger Schlosses fand, eingebettet in das ansprechende Ambiente der Landesgartenschau, die 10. Landesponyschau des Verbandes der Pony - u. Kleinpferdezüchter statt. Zahlreiche Züchter beschickten diese höchste, nur alle 4 Jahre stattfindende Zuchtschau des Verbandes mit über 130 Ponys. Auf drei Ringen beurteilten Florian Solle, Hessen, Dr. Elisabeth Jensen, Schleswig - Holstein und Mareile Oellrich- Overesch, Weser - Ems, die Zuchttiere mit Unterstützung von Ulrike Struck, Uelzen, Joachim Völksen, Hannover und Sabine Deeke, Lachendorf. In der Rassegruppe der zahlenmäßig am stärksten vertretenen Deutschen Reitponys siegte souverän die elegante Schimmelstute Stippa v. Kaiserjäger xx a. d. Salue v. Brillant. Züchter u. Besitzer dieser sympathischen Stute ist Astrid Meier, Brockel. Die natürliche Balance der Bewegungen in jeder Phase sowie der gute Antritt mit viel Schub aus der Hinterhand ließen an der Qualität dieser Stute, die einstmals das Fohlenchampionat in Steyerberg gewann u. dort bereits Siegerfohlen präsentierte, keine Zweifel aufkommen. Zur Reservesiegerin wurde mit Chance v. Viktorias Chirac im Besitz von Birgit u. Rolf Deecke, Lachendorf, ebenfalls eine verdiente Altstute gekürt. Harmonisch im Körperbau, lockere schwungvolle Bewegungen und ein guter Schritt überzeugten. Mit ihrer Tochter Chanconett v. Special Dream TCF stellte sie zudem einen 1 b Preis bei den zweijährigen Stuten. Siegerfamilie bei den Deutschen Reitponys wurde die stark welshgeprägte Familie der Vitalia aus der Zucht von Klaus-Dieter Dahme, Wendeburg. Mit großen Partien, viel Raumgriff bei hervorragendem Takt überzeugte die bunte Fuchsstute der Kategorie Kleines Reitpferd Frederike v. Friedenstraum (B: ZG Reese / Bornhorst, Midlum). Rassesieger bei den Haflingern wurde die Dreijährige Steave v. Steinmetz a. d. Statize v. Wallenstein (Z.u.B Dietmar Müller, Homfeld). Sie verfügt über einen herrlichern Typ, ein schönes Gesicht mit großem Auge und ein hervorragendes Fundament. Der Bewegungsablauf war elastisch bis in die Zehenspitzen. Benno Fährmanns (Gifhorn) Madeleine v. Stratho a. d. Minouch v. Napo erlangte den Titel der Reservesiegerstute. Diese gelassen schreitende bedeutende Zuchtstute begeisterte besonders durch einen ausdrucksstarken Typ, der durch eine gute Halsung noch unterstrichen wurde. Taktreine, raumgreifende Bewegungsabläufe taten ein Übriges zu dieser guten Platzierung. Ihren großen Tag hatte die kleine Rassegruppe der Fjordpferde. Siegerstute wurde die edle Lisea v. Helge a. d. Lina Topp v. Linus Solbakke. Diese sich fleißig bewegende Braunfalbe mit dem ausdrucksstarken Traumgesicht sorgte mit ihrer ebenfalls sehr qualitätvollen zweijährigen hellfalben Vollschwester Lilja für den Zuchtfortschritt in der Familie der Lina Topp. Hier kam kein Zweifel auf, daß diese wertvolle Stutenfamilie aus der Zucht von Hinrich Hashagen, Langwedel, Gesamtsiegerfamilie der Schau wurde. Sie erhielt dafür den Erich Groberpreis und die silberne Plakette des Bundesministers für Landwirtschaft und Forst, überreicht vom Schirmherrn der Schau Fritz Stegen, Präsident der Landwirtschaftskammer Hannover. Hashagens waren von diesem Erfolg geradezu überwältigt, war ihr gangstarker Hengst Kastanjegardens Hannibal tags zuvor auf der IG Fjord Bundesschau in Vechta zum Bundessiegerhengst gekürt worden. Die Reservesiegerfamilie kam aus der Rasse Connemara mit der Generationsfolge Kirk. Margaux v. Hazy Dawn mit Tochter Maxime v. Bengt und Großtochter Marjorie v. Pattys Bengt der Züchterin Patricia Schmidt, Hildesheim. Sie erhielt dafür die goldene Plakette des nds. Landwirtschaftsministers. Als Rassesiegerin in den Connemaraklassen überzeugte ihre Maxime v. Bengt. Eine typvolle, harmonische Schimmelstute, die sich bewegungsmäßig gut in Szene zu setzen wusste. Rassesieger bei den charmanten Welsh A Ponys wurde die erfolgsgewohnte, besonders typvolle Victoria`s Carmichelle v. Twyford Nightcap (Z.u.B.: Fritz Lehmann, Nordenham). Sie brillierte durch ihren exzellenten Schritt. Die Welsh B Siegerstute Noble Lady v. Champino machte ihrem Namen alle Ehre. Mit traumhaftem Gesicht, gutem Fundament und lockeren schwungvollen Bewegungen ließ diese elegante Palominostute keinen Zweifel an ihrer Klasse aufkommen (Z.u.B: Jürgen Stuhtmann, Bahlburg). Rassesieger bei den Welsh Cobs wurde Andrea Sgoliks (Loxstedt) Dearbhla Starlight v. Fronarth Victor. Die dreijährige New Foreststute Sky v. Lamento III B: Erich Beneke, Schneverdingen wurde Siegerstute dieser Rassegruppe. Sie wusste sich ansprechend zu bewegen und war ihrem Alter entsprechend gut entwickelt. Nur sehr klein, doch endlich einmal wieder vertreten, trat die Rassegruppe der Dartmoorponys in den Wettbewerb. Rassesieger wurde hier die außerordentlich typvolle und ihren Zuchtauftrag als Kinderpony bestens vertretende PTS Unlimited v. Senruf Taurus (B: Klaus Michels, Sprakensehl). Rassesieger der Shetlands unter 87 cm wurde Heinfried Backhaus (Marklohe) Fuchsstute Lady-Wonder v. Gentleman v. Bangaerde. Eine hübsche Stute mit raumgreifendem Bewegungspotential. Schnelten´s Anna v. Giegant v. Geldersoort (B: Hinrich Hashagen, Langwedel) heißt die Siegerin bei den Originalshetlands. Laut Richterurteil verfügt sie über ein schönes Gesicht, einen hervorragenden Stutenausdruck mit viel weiblichem Charme und einer guten Oberlinie. Ralf Hollwedel, Syke, ist der strahlende Besitzer der reizenden Partbred Shetlandsiegerstute Fleetwood Ley Ebony v. Don aus Waat. Diese harmonische Stute siegte unangefochten und überzeugte mit viel Typ, einem guten Fundament und einem begeisternden Trab mit ausgeprägter Schwebephase. Hillery v. Jappelu (Z.u.B. Familie Ralf Grober, Clus) wurde Rassesieger bei den Classicponys. Diese wertvolle Zuchtstute überzeugte besonders in der Bewegung. Ein ausdrucksvoller Trab mit viel Schub aus der Hinterhand zeichneten sie aus. Kurzweilig mischte sich am Nachmittag die Präsentation der Siegertiere mit einem abwechslungsreichen Schauprogramm. Dieser Mix aus Schau und Show gefiel den zahlreich erschienen Zuschauern, wobei besonders die Classicponys mit ihrer rasant gefahrenen Quadrille oder der seltenen Anspannung „6 Ponys voreinander„ begeisterten. Zwei Welsh-Cob-Züchter der ersten Stunde, Alfred Sebode, Ballenhausen und Heinrich Meyer, Bostel, ließen ihre gewaltigen Rappen vor den Sulkys nur so dahin steppen, während Kathrin Wirthig, Wennigsen, mit ihren beiden schneeweißen Reitponystuten ganz auf Eleganz vor historischem Wagen setzte. Nach der abschließenden Ehrung von Züchtern, die dem Verband teilweise seit über 50 Jahren die Treue halten, konnten sich der Vorsitzende Norbert Jacquemar und Zuchtleiter Volker Hofmeister über eine gelungene Zuchtschau freuen. Text und Fotos: Marianne Schwöbel  
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