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Daniel Meech gewinnt den Großen Preis in Kuala Lumpur
Der in Westfalen beheimatete Neuseeländer Daniel Meech hat das höchstdotierte Springen an diesem Wochenende gewonnen. Mit seinem Olympiapferd Diagonal war er im Finale des KL Grand Prix, dem Großen Preis von Malaysia, erfolgreich: "Ich bin überglücklich. Ich wollte unbedingt noch in einem Großen Preis in diesem Jahr vorne mit dabei sein - aber dass das gerade bei diesem 200 000 Euro- Springen gelingt, das hatte ich nicht erwartet", erklärte der 30jährige. Es war Meechs dritter Sieg in einem Großen Preis nach Erfolgen in München und Caen (Frankreich). Überrascht war er dadurch allerdings nicht: "Meine Stute war sowohl in Athen als auch in Donaueschingen sehr gut in Form. Bei den Spielen hatten wir noch einen kleinen Trainingsrückstand aus einer Verletzung im Sommer resultierend, aber bei der RIDERS TOUR habe ich gemerkt, dass sie perfekt in Schuss ist." Das sensationelle Preisgeld von rund 90 000 Euro muss er allerdings zum Großteil an seinen Sponsor Hans-Jürgen Klaas abtreten. Mit der fehlerfreien Stechrunde in 39,83 Sekunden versetzte Meech Jean-Marc Nicolas auf den zweiten Rang. Nicolas war mit dem Heimbonus eines Lokalmatadoren in das Springen gegangen - der Franzose ist als malayischer Nationaltrainer jährlich vier bis fünf Monate in Kuals Lumpur. Dritter wurde der Niederländer Eric van der Vleuten, der mit Audis Jikke den von Frank Rothenberger fair gebauten Parcours in 41,61 Sekunden absolvierte. Dafür gab es immerhin noch 32 000 Euro. Kleinere Teile des insgesamt im Proton KL Grand Prix ausgeschriebenen Preisgeldes in Höhe von 217 000 Euro konnten sich auch die deutschen Reiter sichern: Lars Nieberg und Lucie landeten auf den neunten Rang, Rene Tebbel wurde mit Farina Zehnter. Insgesamt 7 000 Zuschauer sahen das Finale, Jean Marc Nicolas bedankte sich bei den Veranstaltern, zu denen auch der deutsche Kaufmann Volker Wulff gehört: "Die Halle ist so toll wie der Palais Omnisport in Paris, die Organisation ist so perfekt, wie wir es von deutschen Turnieren kennen und die Begeisterung des Publikums macht deutlich, dass in Asien ein Stück Zukunft für den Pferdesport liegt - das Weltcup- Finale 2006 nach Malaysia zu vergeben war kein Freundschaftsdienst, es ist genau die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit." Für das Finale 2006 laufen jetzt auch bei Wulff, seiner Firma EN GARDE Marketing und seinen malayischen Partnern von der Firma Asiapromote die Vorbereitungen an: "Das Turnier war eine sehr gute Referenz für das kommende Jahr, aber wir wollen uns dann noch weiter steigern", kündigte er an. Viel Zustimmung kam auch von den Teilnehmern: "Ein tolles Turnier, hier stimmt einfach alles - von der Organisation bis zum Preisgeld. Nur mit dem Essen gibt es noch Probleme, da hab ich mir schon einige Male den Mund verbrannt - verdammt scharf hier", erklärt der aktuelle Europameister Christian Ahlmann (Marl). Deutsche Erfolge in Kuala Lumpur Bei dem insgesamt mit 500 000 Euro dotierten KL-Grand-Prix in Kuala Lumpur gab es einen deutschen Sieg zum Auftakt: Mit einer rasanten Runde entschied Rene Tebbel das erste Hauptspringen am Freitag beim KL Grand Prix 2004 für sich. Der Emsbuerener nahm mit seiner Stute Farina dem bis dahin führenden Briten Robert Smith noch eineinhalb Sekunden ab und sicherte sich damit die Siegprämie in der insgesamt mit 30 000 Euro dotierten KL Welcome- Trophy. Für Smith blieb der zweite Rang mit seinem zehnjährigen holländischen Hengst Marius Claudius. Dritter wurde der Brite Nick Skelton. Zuvor hatte schon der Belgier Dirk Demeersman das "Putra-Derby" für sich entschieden. Mit Patina van de Cumul blieb er fehlerfrei in 25,18 Sekunden im Stechen. Bester deutscher Teilnehmer wurde in dieser Prüfung Lars Nieberg mit Katie Riddle auf dem fünften Rang. Seinen zweiten Sieg feierte Rene Tebbel in einem Punktespringen. Er schaffte fehlerfrei die schnellste Zeit in 34,18 Sekunden und war damit eine gute Sekunde schneller als der zweitplatzierte Piet Raymakers (Niederlande) auf Cindy. Für seinen Erfolg kassierte er noch einmal 9 000 Euro. Dennoch war Tebbel nicht zufrieden: Seine Stute Farina wurde bei der Dopingprobe von einem Assistenzarzt verspritzt - Die Flüssigkeitsansammlung an der Einstichstelle am Hals wurde behandelt. Die zweite Hauptprüfung des Tages hatte Tebbel schon als Zuschauer verfolgt: "Ich hatte für das Springen aber auch gar nicht genannt, weil ich weiß, dass Farina am besten springt, wenn Sie einen Tag Pause hatte", erklärte Tebbel. So machte er den Weg frei für seinen Landsmann Lars Nieberg (Homberg), der auf Lucie in einer Springprüfung der Klasse S mit Stechen den insgesamt dritten deutschen Erfolg im vierten internationalen Springen erritt. Für einen deutschen Doppelsieg sorgte in dem Springen Ex-Weltmeister Franke Sloothaak, der sich mit dem Hengst Sundance K vor dem Niederländer Jan Tops mit Grand Dame plazieren konnten. Den stimmungstechnischen Höhepunkt im Putra-Stadion bildete aber das Finale der Süd- Ost-Asien-Weltcup-Qualifikation: In seiner Heimatstadt konnte sich der Malaie Quabil Ambak mit Camelias für das Weltcup-Finale 2005 in Las Vegas qualifizieren.  
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