Pferd & Jagd 2004

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Vertrauen in Pferdestärken - Auf der Pferd & Jagd kauft man Reitpferde direkt vom Züchter
Ob Pony, edler Araber oder Hannoveraner? Welches Pferd kaufe ich? Mancher Anfänger ist bei so vielfältigem Angebot überfordert und braucht Rat. Diesen findet er auf der Pferd & Jagd vom 25. bis 28. November in Hannover, wo der Pferdeverkauf bereits zur guten Tradition zählt. Bereits zum 7. Mal organisiert im Auftrag von Fachausstellungen Heckmann GmbH Georg Lichtenberg aus Wietze die Aktion „REITPFERDE direkt vom ZÜCHTER". Hier findet der Käufer ein ausgewähltes Angebot und individuelle Beratung, die auf seine Ansprüche zugeschnitten sind. Die Verkaufspferde können bei den mehrmals täglich stattfindenden reiterlichen Vorstellungen genau beobachtet und auch selbst probiert werden. Georg Lichtenberg steht für die Qualität, denn der exzellente Pferdekenner ist Vorsitzender des Lüneburger Bezirksverbandes Hannoverscher Warmblutzüchter. „Beim Pferdekauf", sagte Georg Lichtenberg, „geht es nicht in erster Linie um Geld, sondern um Vertrauen." Vertrauen zum Pferd und Vertrauen zum Verkäufer. Denn jeder Verkäufer möchte seinen Vierbeiner in guten Händen wissen und jeder Käufer sollte mit seiner Neuerwerbung zufrieden sein. Besiegelte man bislang den Handel mit einem ehrenvollen Handschlag laut „Kaiserlichen Verordnung von 1899", so wird heute nach den Regeln des EUKaufrechts verkauft. Da auf der Pferd & Jagd nur Pferde von Züchtern bzw. Aufzüchtern im Angebot sind, gibt es die Garantie, dass die Pferde nicht schon durch viele Hände gegangen sind. Außerdem bietet sich den Käufern die Möglichkeit, sich auf den Züchterhöfen zu informieren. U. a. kommen aus dem renommierten Stall von Carola Lampe, Schloss Söder, zwei edle Hannoveraner zum Verkauf. Dort wird seit über 20 Jahren mit großem Erfolg Hannoversches Warmblut gezüchtet. Zum Verkauf stehen der vierjährige gut gerittene Wallach „Walker" und die 3-jährige Stute „Walentina". „Ein älteres, gut gerittenes Pferd verkauft sich besser als ein junges", weiß Carola Lampe. Von großer Bedeutung ist auch immer die Abstammung. Der braune Wallach „Walker" hat den Celler Vererber „Welser" zum Vater und ist gezogen aus der Staatsprämienstute, „Fabienne" von Fabriano. Die Mutter zählte zur siegreichen Mannschaft der Hannoveraner auf der Europastutenschau in Brüssel und war Siegerin eines Reitpferde-Championats. „Walker" ist rittig und zuverlässig, ein echtes Doppeltalent. „Er kann sowohl im Springen als in der Dressur eingesetzt werden", berichtet Tochter Steffie Lampe, die die jungen Pferde anreitet und ausbildet. Auch „Walentina" stammt aus einer Staatsprämienstute und hat ebenfalls Welser zum Vater. Aus dieser Familie kommt auch „Flim-Flam", der sich unter US-Flagge auf den Olympischen Spielen in Athen bewährte. Solche Pedigrees sind beste Verkaufsargumente. Neben den Großpferden sind auch ausgewählte Ponys im Angebot. Es gibt für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas in der ausgewählten Kollektion der Reitpferde. Exkursion in die Bauchhöhle Das begehbare Pferd auf der Pferd & Jagd 2004 Der Boden unter den Füßen ist glitschig und uneben. Die Rippen und Muskeln lassen den Weg in dieser Höhle zur Buckelpiste werden. Schön vorsichtig weitertasten, durch das Zwerchfell hindurch, und etwas bücken, sonst stößt der Kopf an die Darmschlingen. Laut rauscht das Blut in den Gefäßen, und dumpf dröhnt der Herzschlag. Ein eigenartiger Geruch liegt in der Luft, und da - was ist das? Ganz langsam richten sich die Nackenhaare des Forschungsreisenden vor Entsetzen auf, fassungslos starren seine Augen auf ein infernalisches Gewimmel. Dutzende, nein, Hunderte von Würmern, von schädlichen Parasiten, winden sich in den Eingeweiden, bohren sich in die Schleimhäute, saugen das Opfer aus, mit einem widerlichen Schmatzen und Schlürfen. „Das Schmatzen habe ich selbst gemacht. Sicherlich eine etwas eigenwillige Darstellung." Dürfen wir vorstellen? Der Synchronsprecher der Darmparasiten, Dr. Helmut Ende, Deutschlands bekanntester Tierarzt und der Erfinder des begehbaren Pferdes. Ganz richtig, der Gang durch die Bauchhöhle entstammt nicht dem Hollywood-Horrorklassiker „Alien", sondern wir befinden uns mitten drin in unserem besten Freund, dem Pferd. Besser gesagt, dem begehbaren Pferd, der Publikumsattraktion in Norddeutschland. 2003 hatte das begehbare Pferd im Verdener Pferdemuseum Premiere, aber seitdem ist der damalige Prototyp mehr und mehr perfektioniert worden. „Mit jedem Aufbau wird es besser", berichtet Dr. Ende, der seine einzigartige Ausstellung mit einem LKW durch ganz Deutschland transportieren lässt, denn die Nachfrage ist groß. Mit dem Aufbau sind zwei Personen vier Tage lang beschäftigt, dann können die Besucher eintreten. Aber bitte die Schuhe vorher ausziehen, denn sonst ist das Erlebnis nur halb so real. Zehn Meter ist das Pferd von Kopf bis Schweif lang, dazwischen liegt der sechs Meter lange begehbare Rumpf. Das Innere der Körperwelt ist naturgetreu nachgestellt, eine wissenschaftlich fundierte Ausstellung mit vergrößerten Nachbauten aus Kunststoff und echten, plastinierten Organen aus der berühmten Präparatesammlung von Tierarzt Helmut Ende, der hier Jung und Alt Fachwissen vom Pferd vermitteln möchte. Alles soll lebensecht wirken, leere Flächen gibt es nicht, genau wie in der Realität. So wird der Brustkorb mit Lungenscheiben tapeziert, mehrere Computer sorgen für die naturgetreue Animation und Geräuschkulisse, der Kopf stößt an echte Därme, die Füße balancieren über die Brustmuskeln, es ist feucht und es riecht, und empfindliche Menschen sollten lieber auf den Besuch in der Bauchhöhle verzichten, empfiehlt Dr. Ende. Aber der Weg lohnt sich, und der Eintritt ist frei. Ausgestattet mit modernen MP3-Playern kann wahlweise die 8- Minuten oder die 15- Minuten-Führung in verschiedenen Sprachen gewählt werden. Der Eingang liegt kurz hinter der ersten Rippe und der Ausgang in Höhe des rechten Eierstocks, neben der Gebärmutter, mit echtem Fötus.  
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