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Textversion:
Rassebeschreibung:
Das „Deutsche Classic-Pony" ist ein modernes Kleinpony, das den heutigen
Anforderungen an ein elegantes Fahr-, Reitund
Freizeitpony in besonderer Weise entspricht.
Da es seit über 30 Jahren in Deutschland als
„Sportliches Shetlandpony" verbreitet ist, ist
es gleichzeitig schon ein klassisches Kleinpony.
Es lässt sich über 100 Jahre auf englische
und amerikanische Shetlandlinien
zurückführen. Gerade als Fahrpony hat es
sich in den vergangenen Jahren nachhaltig
bewährt.
Als Größe
wird der obere Kleinpony-Stockmaßbereich
angestrebt mit einer Größe
bis ca. 112 cm. Die meisten Züchter visieren
eine Größe von 103 – 110 cm an.
Die vorherrschende Fuchsfarbe
mit den Varianten Dunkelfuchs / Windfarben
/ Isabell / Palomino - jeweils in Verbindung
mit weißem oder hellem Behang – hat
die Zuchtrichtung bekannt gemacht. Oft werden
Vergleiche mit Haflingern und Schwarzwälder
Füchsen gezogen.
Grundsätzlich sind jedoch alle Farben - auch
die Tigerscheckung - zulässig.
Die bisher weniger vertretenen Schimmel,
Rappen, Braunen und Schecken werden mit
zunehmender Verbreitung der Rasse künftig
verstärkt Nachfrage finden.
Das Gebäude
steht im Rechteckformat mit schräger Schulter,
gut bemuskelter Kruppe und dichtem
Schweif. Der kleine Kopf hat eine breite Stirn
und kleine Ohren. Der gut angesetzte Hals
ist leicht im Genick mit genügend Ganaschenfreiheit
und voller Mähne.
Ein trockenes,
hochstehendes Fundament
mit gut ausgebildeten Gelenken soll ein elegantes
Gesamtbild vermitteln.
Der Bewegungsablauf
ist eines der bekanntesten Merkmale des
Deutschen Classic-Ponys. Er ist raumgreifend,
schwungvoll und leichtfüßig mit elastisch
schwingendem Rücken, natürlicher Aufrichtung
und Balance bei aktiv arbeitender, deutlich
abfußender Hinterhand.
Zur Erhaltung des Typs
des ehemaligen „Sportlichen Shetlandponys"
wird für die kommenden Jahre ein Anteil von
25% American Classic Shetlandpony-Blut angestrebt.
Das Deutsche Classic-Pony
- ein klassisches und zugleich
modernes Kleinpony
für Freizeit und Sport
„Und wie bringen wir eine Rasse im Image
voran? Das kann man sich zur Zeit bei den
Züchtern des Deutschen Classic-Ponys abschauen:
Deren Zusammenhalt und Öffentlichkeitsarbeit,
Aktivitäten und gut besetzte
Veranstaltungen sind geradezu vorbildlich,
erwähnt seien nur die Sonderschau auf dem
Ponyfest Schönbach und das Fahrschaubild
auf der Hengstparade Dillenburg. Kein Wunder,
dass die „Classics" inzwischen bundesweit
bekannt und gefragt sind, als gäbe es
sie schon viele Jahre."
( ...aus dem Zuchtbericht 2003 des hessischen
Zuchtleiters Florian Solle )
Diese Rückmeldung zu den Aktivitäten der
Züchter und Liebhabern des „Deutschen Classic-
Pony" hätte bei der Gründung der neuen
Rasse im Jahre 1999 wohl niemand voraus zu
sagen gewagt. Sie ist aber Bestätigung des
damals mutigen Schrittes einer Rasseneugründung,
nachdem dem bisherigen Sportlichen
Shetlandpony durch das britische Mutterstutbuch
die volle Anerkennung verweigert
wurde.
Eine bedeutende Zuchtgrundlage für das
„Deutsche Classic-Pony" war schon gegeben,
da das bisherige Sportliche Shetlandpony
seit 1965 in Deutschland gezüchtet wurde.
Zahlreichere Populationen gab es gerade in
den Zuchtgebieten Hannover, Westfalen, Hessen
und Bayern.
Die „Daseins-Berechtigung" einer Rasse ist
aber kein reiner züchterischer Selbstzweck.
Vielmehr werden Pferde und Ponys gezüchtet,
um Liebhabern und sportlich Interessierten
für die jeweiligen Zwecke im Typ, im
Bewegungspotenzial und im Interieur besonders
geeignete Tiere zur Verfügung zu
stellen. Was nutzt das schönste Pony, wenn
es bei seiner Aufgabe als Kinder- oder Freizeitpony
exterieurbedingt beim Reiten fehlende
Elastizität zeigt oder im Umgang mit
überschäumendem Temperament entmutigt?
Die bisherige Nachfrage gerade nach ausgebildeten
Classic-Ponys bestätigt, dass man
mit dem Ziel eines vielseitigen und umgänglichen
Ponys mit besten Gebrauchsqualitäten
auf dem richtigen Weg ist.
Zuverlässige Ponys schaffen Vertrauen und ebnen
Kindern Wege zum Pferdesport
Besitzer von Classic-Ponys zeigen bei vielfältigen
Gelegenheiten die manigfaltigen Nutzungsmöglichkeiten
ihrer Rasse, die ohne eine
deutliche Gelehrigkeit und eine außerordentliche
Umgänglichkeit nicht möglich
wären. Hinzu kommt die für die Nutzung als
Kinderpony unerlässliche Sanftmüdigkeit.
Fahrsportler schätzen weiterhin die Leistungsfähigkeit
und Antrittsschnelligkeit in
den Turnierdisziplinen.
Das Classic-Pony als
Erstpony für Kinder
Im Bereich der Führzügelklassen und Jungzüchter-
Wettbewerben kann entsprechend
der Größe des Kindes das ganze Spektrum
der Classic-Ponys zum Einsatz kommen. So
zeigte die zwölfjährige Tabea Bartsch aus
Upen-Liebenburg bei den Landesmeisterschaften
der Jungzüchter des Verbandes der
Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover in
Auhagen einen gelungenen Auftritt. Mit der
Classic Pony Stute "Liberty" der Upener Familie
Schirmer und mit viel Wissen bei der
theoretischen Prüfung holte sie sich in ihrer
Altergruppe den Landesmeistertitel.
Tabea Bartsch – Landesmeisterin der Jungzüchter
mit der Classic-Pony-Stute „Liberty" Zum Reiten eignen sich wegen des angemessenen
Größenverhältnisses oft die etwas
größeren Classic-Ponys, die dem oberen
Stockmaß von ca. 112 cm nahe kommen. Die
Geschwister Marcel und Pierre Ohmeis aus
dem hessischen Karben präsentierten bei verschiedenen
Gelegenheiten den gekörten
Hengst „Jim vom Talhof" in imponierender
Weise mit Dressurlektionen unter dem Sattel.
Ein Pony im Format eines Pferdes – Marcel Ohmeis
bei einer Dressur mit dem gekörten Hengst „Jim vom
Talhof"
Aber auch im Bereich der Heranführung von
Kindern an Tiere allgemein, z.B. in der Kindergartenarbeit,
sowie in der heilpädagogischen
Arbeit mit beeinträchtigten Kindern
und Jugendlichen sind Classic-Ponys mit ihrem
unkomplizierten und aufmerksamen Wesen
höchst verlässliche Partner.
Die Sonderschullehrerin Ingrid Baltruschat-
Schmitz aus Herdecke in Verbindung mit der
Zuchtstätte Lückel sowie das REHA.-Zentrum
und die Erzieher-Fachschule in Landstuhl in
Verbindung mit der Zuchtstätte Braun führen
wiederholt heilpädagogisch orientierte Projekte
durch, bei denen sich die Classic-Ponys
sehr gut bewähren.
Verlassponys leisten in der heilpädagogischen Arbeit
mit Behinderten wertvolle Dienste
Für großes Aufsehen sorgten auch die Classic-
Ponys "Lupinchen" und "Jobst" aus der
Zucht von Familie Schirmer beim Sommerfest
des Kindergartens in Othfresen. Mäuse-
, Bären-, Hasen- und Katzenkinder tummelten
sich mit ihren Freunden, Eltern und Angehörigen
auf dem Kindergartengelände, ob
klein oder groß: die Begeisterung und Faszination
für die Classics war groß. Es war erstaunlich,
wie ruhig und gelassen die Ponys
waren und sich jede Streicheleinheit von den
Kindern gefallen ließen.
Classic-Ponys – beliebte Teilnehmer
bei Schauprogrammen
Der Einladung zum internationalen Shetlandponytreffen
im belgischen St. Vith folgten
mehrere Classic-Pony-Vertreter mit insgesamt
etwa 50 Ponys. Am Himmelfahrtstag
wurde den Zuschauern bei herrlichstem Sommerwetter
auf dem Messegelände neben den
Shetland-Zuchtrichtungen auch das Deutsche
Classic-Pony vorgestellt. Die Classic-
Pony-Züchter Kurt Broschart und Otto Storbeck,
verstärkt durch die luxemburgischen
Mitglieder Cler und Jans, stellten die Hengste
Benvenuto und Justin sowie die Stuten
Britney, Gescha, Holly vom Hexenzipfel und
Bonny vom Schedetal an der Hand vor. Marco
Braun mit einem Zweispänner, Patrick
Braun mit einem Vierspänner und das Classic-
Pony-Showteam (Ralf Grober, Lutz Mittendorf,
Wolfram Gantert, Michael Zimmermann)
mit einer rasanten Kutschenquadrille
demonstrierten die Verwendung des Classic-
Ponys im Fahrsport.
Zuschaueranimation mit Classic-Ponys
in der Fußgängerzone von St. Vith
Auch am Freitag und Samstag boten die Fahrer,
verstärkt durch den zwischenzeitlich angereisten
Heiner Zierfuß, den Zuschauern ein
buntes Schauprogamm. Erfolgreich für die
Classic-Pony-Fahrer endeten auch die Wettkämpfe
am Samstag Nachmittag, bei denen
es gelang, in den Zweispänner- und Vierspännerwettbewerben
mehrere der von der
IG Classic für das internationale Shetlandtreffen
gestifteten Pokale in den eigenen Reihen
zu halten. Heiner Zierfuß wurde dabei
mit seinen Classics Gesamtsieger der Vierspännerfahrer.
Schon seit einigen Jahren sind auf dem rheinland-
pfälzischen Ponyforum in Standenbühl
Classic-Ponys im großen Schauprogramm
vertreten. Neben einem Fohlenrennen der
Zuchtstätte Broschart, Kindsbach, lieferte
Helmut Demler aus Alzey einen seltenen „Farbtupfer".
Er präsentierte ein Gespann Classic-
Tigerschecken, die er sich nach langer Suche
als Vierspänner zusammen stellte.
Ungewöhnliche Schaubilder
mit Classic-Ponys
Classic-Pony und Vorführer beim
„Mächtigkeitsspringen"
Kleine und große „Brüder" - Classic-Ponys und
Kaltblüter
Troika - eine seltene Anspannung
mit 3 gekörten Hengsten
Im Schauprogramm der Messe „Reiten-Jagen-
Fischen" im oberhessischen Alsfeld zeigte
die 15 jährige Tina Habich (Riedstadt) mit
der jüngeren Schwester Anja als Beifahrerin
ihren Zweispänner, mit dem sie auf Fahrturnieren
schon recht erfolgreich war. Vater Theo
Habich komplettierte mit der dritten Tochter
Petra die Fahrerfamilie und stellte diesmal
die selten gefahrene Anspannung „Einhorn"
vor. Michael Steinert aus dem thüringischen
Nöda spannte eine folkloristisch aufgemachte
„Troika" mit drei gekörten Hengsten ein, die
bei den Zuschauern viel Anerkennung fand. Schließlich hatte der 18jährige Patrick Braun
(Schönenberg-Kübelberg) seine Premiere mit
dem erst 4 Monate vorher zusammengestellten
Classic-Vierspänner, den er von Auftritt
zu Auftritt souveräner vorstellte.
Am 01.08.04 fand in Lingen a.d. Ems mit 322
Gespannen der längste Kutschenkorso der
Welt statt. Der Rekord soll Eingang in das
Guiness-Buch finden. Von allen Kutschen wurden
30 prämiert und am Wochenende darauf
auf dem Dressurfestival ausgestellt. Die Ehrung
erhielt auch die Classic-Pony-Fahrerin
Gerlinde Ermlich aus Laer (Münsterland) mit
ihrer Stute Tina. Angespannt hatte sie in einem
geschmückten Naturholzgig, einer Sonderanfertigung
der Fa. Hansmeier. Er wurde
nach Vorlage einer alten Kutsche mit einem
Gewicht von 110 kg gebaut. Stilvolles Fahren
ist also keine Frage der Ponygröße.
Prämiert - ein größengerechter
Naturholz-Gig
Beim Galaabend des Landgestütes Zweibrücken
fand der Programmpunkt „Berühmte
Märchen mit prächtigen Kutschen", bei
dem 3 stilvoll herausgebrachte Vierspänner
mit Pferden unterschiedlicher Größe jeweils
ein bekanntes Märchen repräsentierten, viel
Beachtung : Den Anfang bildete Patrick Braun
(Schönenberg-Kübelberg) mit Classic-Ponys
(Der gestiefelte Kater), es folgte der Fahrausbilder
des Landgestütes August Mayer
mit Haflingern (Der Froschkönig) und schließlich
der Turnierfahrer Michael Mayer mit Gelderländer
Füchsen (Aschenputtel). Mit Geschick
bewegten die drei Fahrer ihre Gespanne
auf dem eingegrenzten Bereich der Gestütshalle
und boten ein eindrucksvolles Schaubild.
Mit viel Applaus wurde das Classic-Ponygespann
bedacht, als es die Halle im Galopp
verließ.
Michael Zimmermann erhielt mit seinem Classic-
Vierspänner eine Einladung zur Fest-Gala
der Süddeutschen Pferdetage mit Warmblutkörung
und Auktion. Als Gag wurde das
komplette Gespann Zimmermanns in einem
4 Meter langen Pferdehänger „zusammengefaltet"
in die Halle eingefahren, wo er zur
Überraschung der Zuschauer aus dem Hänger
heraus als letzter Teilnehmer eines Kegelrennens
startete. Ohne eine besondere
Gelassenheit der Classic-Ponys wäre eine
derartige Aktion nicht durchführbar. Darüber
hinaus zeigten Zimmermanns Classic-Ponys
im Parcours eine große Leidenschaft und gewannen
nicht nur die Herzen der Zuschauer,
sondern auch das Kegelrennen gegen die
übrigen Haflingergespanne.
Beim S-Springturnier auf dem Rothenberghof
Kaiserslautern wird im Rahmen des abendlichen
Schauprogrammes „Pferdenacht Kaiserslautern"
als ein Höhepunkt auch ein
„Jump&Drive-Wettbewerb" ausgetragen. Die
rasante Vorführung mit jeweils einem Paar,
bestehend aus einem Reiter und einem
Zweispännerfahrer, begeistert die Zuschauer
immer wieder neu.
Zu den 7 Gespannen gehörte auch Patrick
Braun, Schönenberg-Kübelberg, mit den Classic-
Ponys „Fiola" und „Flamenco", die sich
als einziges Kleinponygespann der Konkurrenz
von Warmblütern, Haflingern und Welsh-
Cobs stellten. 5 Strafsekunden des Patrick
Braun zugelosten Reiters waren eine Hypothek
für den Fahrparcours. Sein Gespann schien
die Bürde zu erkennen und verbesserte
mit einer rasanten Galoppade durch den Fahrparcours
trotz Strafzeit die Gesamtzeit, die
erst vom letzten Starter mit Warmblütern
übertroffen werden konnte. Mit dem zweiten
Platz (wie 2 Jahre zuvor) verblüfften die „Kleinen"
einmal mehr das Pferde-Fachpublikum.
Classic-Ponys im Turniersport
Absoluter Höhepunkt des Fahrgeschehens
war der 1. Fahrertag der IG-Classic e.V am
04.Juli 2004, der in Zusammenarbeit mit dem
Fahrsportverein Kaiserslautern-Land ausgetragen
wurde. Fahrer und Züchter des Classic-
Ponys hatten Gelegenheit, ihre Rasse einem
großen Publikum zu präsentieren. Ca.
8.000 - 10.000 Besucher nahmen den „Tag
der Offenen Tür der Tierversuchsanstalt
Neumühle" (zwischen Mainz und Kaiserslautern)
zum Anlass, sich auf dem Gelände
einzufinden. Zwischen 300 bis 500 Zuschauer
verfolgten über den ganzen Tag das Geschehen
auf dem Fahrplatz.
Der Fahrertag war offen für alle Kleinponys
bis 127 cm. Spezielle Prüfungen für Kinder
und Jugendliche, die bei den Zuschauern teilweise
mit Erstaunen und großem Interesse
verfolgt wurden, entsprechen der Leitlinie der
IG-Classic der gezielten Jugendförderung. Es
war schon beeindruckend, mit welcher Souveränität
sich die jungen Fahrer in stilvollem
Outfit präsentierten.
Schirmherr der Veranstaltung war der Vizeweltmeister,
Vizeeuropameister und mehrfache
Deutsche Meister Fred Freund. Ihn wird
Fahren mit Stil – keine Frage des Alters (hier die 11jährige
Stefanie Harth, 2.Platz in der Dressur)
es besonders gefreut haben, dass sein siebenjähriger
Neffe Marco, Sohn von Michael
Freund, bei seinem ersten Fahrturnier in
Deutschland den IG-Classic-Junior-Cup mit
nach Hause nehmen konnte.
In der Dressur der Jugendprüfung erreichte
die erst 11-jährige Stefanie Harth aus dem
westpfälzischen Dunzweiler mit einem Classic-
Gespann hinter Marco Freund den 2. Platz.
Ebenfalls mit einem Classic-Gespann gewann
der 15-jährige Marco Braun das Hindernisfahren,
was ihm den 2. Platz in der Kombinierten
Wertung sicherte.
Das siebenstündige Non-Stop-Programm mit
verschiedenen Fahrwettbewerben, einer zweimal
im Laufe des Tages stattfindenen Rassepräsentation
„Classic-Pony" und dem Fohlenrennen
war ansprechend und abwechslungsreich
gestaltet.
Die Classic-Hengste „So What", ein USA-Import
von Josef Schlömer, Dormagen, und der
kraftvolle „Jim vom Talhof" von Kurt Heusohn,
an der Hand bzw. unter dem Sattel vorgestellt,
zeigten, welches Bewegungspotential bei der
Rasse Classic-Pony angestrebt wird. Die IG -
Mitglieder Broschart, Ohmeis und Braun warben
mit typvollen Stuten und Fohlen für die
Rasse. Beim abschließenden Schau-Hindernisfahren
der Vierspänner führte
Patrick Braun mit seinen Classic-Ponys vor,
wie man stilistisch sauber und trotzdem in
flotter Fahrt einen Hindernisparcours meistert. Die Richter des Fahrertages, Herr Manfred
Winternheimer und Frau Birgit Reinhardt, verstanden
es hervorragend, den überwiegend
nicht fachkundigen Zuschauern die Kriterien
ihres Urteils transparent zu machen. Gleichzeitig
gaben sie gerade den jungen Fahrern
mit guten Tipps Orientierungshilfen für ihre
weitere Entwicklung als Turnierfahrer mit auf
den Weg.
Der Hallencup im Rahmenprogramm des SSpringturniers
im südhessischen Groß-Zimmern
(bei Darmstadt) ist für Gespannfahrer
der regionale Höhepunkt der Wintersaison.
Eine Aufwertung erfuhr die diesjährige Veranstaltung
am 27.März 2004 durch die Teilnahme
des kompletten baden-württembergischen
Landeskaders.
Bei den Zweispännern (Kl.M) zeigte Theo Habich
aus Riedstadt in beiden Umläufen eine
eindrucksvolle Vorstellung und plazierte sich
auf dem 2. Platz bei insgesamt 20 Teilnehmern
verschiedener Rassen.
Bei den rheinland-pfälzischen C-Turnieren in
Kaiserslautern und Zweibrücken konnten sich
Marco Braun und Urban Braun mit ihren Classic-
Gespannen in direkter Konkurrenz gegen
zahlreiche Warmblut- und Großponygespanne
in fast allen Teilprüfungen in der Spitzengruppe
behaupten. Beide erhielten punktgleich
vom rheinland-pfälzischen „Förderkreis
Fahren" den „Förder-Cup" als beste Teilnehmer
einer Wertung aus den zwei Turnieren.
Als man den Preis als Anreiz für Fahrer
und Veranstalter zur Förderung des Fahrsports
in Rheinland-Pfalz ausgeschrieben hatte,
rechnete man sicher nicht damit, dass er
von Kleinponyfahrern gewonnen würde.
Zwei Classic-Pony-Fahrerinnen machten 2004
ebenfalls mit Turniererfolgen auf sich aufmerksam.
Ingrid Baltruschat-Schmitz aus Herdecke lehrte
auf mehreren Turnieren in Westfalen die
Konkurrenz das Fürchten – und das mit Stil.
Sowohl in Ahaus-Barle, Hengsen-Opherdicke
als auch in Enningerloh-Ostenfelde gewann
sie mit dem Classic-Pony-Gespann Bina und
Jorki aus der Zucht des Gestütes Lückel die
Dressur. Bei den beiden letztgenannten Turnieren
konnte sie zudem die Geländeprüfung
gewinnen. Den außergewöhnlichen Erfolg
vervollständigte sie mit den Siegen in der
Kombinierten Wertung der Turniere Ahaus-
Barle und Enningerloh-Ostenfelde.
Gerlinde Ermlich (Laer) belegte bei einem Fahrertag
in Ostbevern den 1. Platz sowohl in der
Ingrid Baltruschat-Schmitz mit ihrem
erfolgreichen Gespann
Dressur, im kombinierten Hindernisfahren
und in der Gesamtwertung der Kombinierten
Prüfung. Die Geländestrecke führte über eine
Länge von über 15 km - für Kleinponys keine
leichte Aufgabe. Dabei behauptete sie sich
gegen 28 Pony- und Pferdegespanne. Ende
September startete Gerlinde Ermlich im
Einspänner (Stute Tina) beim C-Turnier in Altenfelde.
Trotz schweren Bodens nach ergiebigem
Regenfall konnte sie den 3. Platz in
der Geländeprüfung erreichen.
Alle zwei Jahre wird im Zuchtgebiet Hannover
der Dieter-Grober-Fahrpokal, ein aus Dressur
und Hindernisfahren bestehender Kombinationswettbewerb,
ausgetragen. 2004
fand er im Rahmen des Fahrertages des Fahrund
Reitvereins Niedersachsen Mitte e.V. am
13. Juni in Rethem-Moor statt. Auch hier gelang
es Classic-Pony-Fahrern, die besondere
Fahreignung des Deutschen Classic-Ponys
unter Beweis zu stellen. Die Ergebnisse:
Einspänner Erwachsene (14 Teilnehmer)
1. Platz: Ralf Grober mit der elfjährigen Stute
Basic von Clus
Zweispänner Erwachsene (6 Teilnehmer)
1. Platz: Ralf Grober mit den vier- und fünfjährigen
Vollbrüdern
Jazz I und Jazz II von Clus
3. Platz :Heiner Zierfuß mit dem achtjährigen
Wallach Bruce und der sechsjährigen
Stute Püppi
Einspänner Kinder
2. Platz :Dennis Heyer (11 J.) mit der gleichaltrigen
Stute Basic von Clus.
Der niedersächsische Gespannfahrer Michael
Zimmermann startete mit seinen Classic-
Ponys bereits zum fünften Mal hintereinander
in Zerbst (Nähe Magdeburg). Dort fand
zum 48. Mal das seit DDR-Zeiten traditionelle
Heimat- und Schützenfest statt. Im Rahmen
des Festes wurden 2004 die Landesmeisterschaften
(Sachsen-Anhalt) der Vierspännerfahrer
durchgeführt. Mit 10 Teilnehmern
war die Konkurrenz bei den Pony-Vierspännern
besetzt. Mit der Teilnahme des Europameisters
und fünffachen Deutschen Meisters
Gerhard Gerich war die Favoritenrolle
klar. Er hatte seine Reitponys mitgebracht,
die er bei der Deutschen Meisterschaft in
Sachsenhausen eingesetzt hatte.
Im Gelände siegte erwartungsgemäß Gerhard
Gerich, nachdem er in fünf der sechs Hindernisse
die Bestzeit vorgelegt hatte. Doch
die wesentlich kleineren Classic-Ponys von
Michael Zimmermann wuchsen über sich hinaus.
In einem Hindernis erzielte das Schedener
Gespann die drittbeste Zeit, in allen
anderen die zweitbeste. Damit war die silberne
Schleife für das Geländefahren gesichert.
Im Endergebnis der Kombinierten Wertung
hatte Michael Zimmermann in dem starken
Teilnehmerfeld Platz drei in der Kombinierten
Wertung erreichen können.
Für das Hindernisfahren hatte er zusätzlich
zweispännig genannt und startete mit Beijing
und Janosch vom Schedetal gegen 13
Konkurrenten. Die Zeitvorgabe für den Parcours
war aufgrund der in diesem Jahr geänderten
Vorschriften äußerst knapp, selbst der
erste Umlauf musste überwiegend im Galopp
absolviert werden. Doch die Classic-Ponys
rannten, was die Hufe hergaben, und bewältigten
die 400 Meter in 62,04 Sekunden. Dies
bedeutete den Sieg für das Schedener Team.
Classic-Ponys auf
Hengstleistungsprüfungen
In den vergangenen Jahren hatten Classic-
Hengste bei den obligatorischen Hengstleistungsprüfungen
als 15 Tage-Test „Fahren"
ihre besondere Eignung als Gebrauchs- und
Sportponys gezeigt und mit Siegen bzw. Spitzenplätzen
untermauert. Dazu zählt der dunkelbraune
Jim vom Talhof (Z.+B.: Kurt Heusohn,
Gedern-Wenings), der 2002 in Prussendorf
mit 8,5 die höchste Bewertung von
23 Hengsten verschiedener Rassen erzielte.
Der (inzwischen nicht mehr) vorgenommene
Altersabzug brachte ihm schließlich den 3.
Platz ein.
2003 war wieder ein Classic-Hengst Prüfungsbester,
diesmal zusammen mit einem
Welsh-B-Hengst. Insgesamt stellten sich 18
Hengste der Rassen Shetland, Partbred-Shetland,
Classic-Pony, Welsh A, Welsh B, Welsh
C und Lewitzer der Prüfung. Der Classic-
Hengst „Jabolo" von Jacob´s Krönung aus der Zucht von Günther Nüstedt, Sudwehye, und
im Besitz des Pony-Gestütes Clus, Bad
Gandersheim, erreichte die Endnote von 8,05.
In der Umgänglichkeit erhielt er die Traumnote
10, in der Lern- und Leistungsbereitschaft
die ebenfalls außergewöhnliche Bewertung
9,0. Diese hohen Interieurnoten haben
gerade im Hinblick auf die Aufgaben als
Kinderreit- und Fahrpony eine herausragende
Bedeutung.
Schließlich konnte sich 2004 im Rahmen der
Hengstleistungsprüfung in Thüle bei der Fahrerfamilie
Duen der Classic-Hengst „Jamo"
ebenfalls hervorragend platzieren. Mit einer
Durchschnittsnote von 7,98 gehörte er zur
Spitzengruppe von 17 Hengsten verschiedener
Rassen. „Jamo" vom Ponygestüt Lückel,
Herdecke, wurde von „James Bond" als Vater
und aus der aus den USA importierten
amerikanischen Classic-Mutter „Oberländer´s
Molly" gezogen.
„Jamo" beherzt im Wasserhindernis der Hengstleistungsprüfung
in Thüle
(Foto: Eberhard Holin)
Classic-Ponys haben bei den Hengstleistungsprüfungen
gegenüber größeren Rassen
wie Welsh und Dartmoor bei einem wesentlich
geringeren Eigengewicht die gleiche
Last und Prüfungsleistungen zu bewältigen.
Von daher sind die angeführten Ergebnisse
von Classic-Hengsten umso höher einzuschätzen.
Wegen der Nachteile die Abschaffung der
Hengstleistungsprüfung zu fordern, wäre fatal.
Nur bei Nachweis der erforderlichen Interieureigenschaften
Umgänglichkeit, Leistungsbereitschaft
und Leistungsfähigkeit
sowie der Gangqualitäten und Fahreignung
sollte ein Hengst bei einer Qualitätszucht zum
Einsatz kommen. Die geprüften Merkmale
unabhängiger Prüfer geben zumindest in Ansätzen
Hinweise auf die Gebrauchsqualitäten
als Kinder,- Freizeit- und Sportpony. Eine
ausschließliche Zuchtauslese nach Exterieurb
z w .
S c h ö n -
heitsmerkmalen
hat
bei mancher
Rasse
zwar herrliche
Schaupferde
geb
r a c h t .
Viele davon
sind
aber in der
a l l t ä g l i -
chen Arbeit
wegen
Schwierigkeiten
im
Umgang
als Gebrauchspferde nicht verwendbar. Häufig
werden sie als „für Anfänger nicht geeignet"
angepriesen oder fristen als Händlerpferde
und Händlerponys ein trostloses Dasein.
„Klasse statt Masse" sowie „Gebrauchsqualitäten
statt Showqualitäten" sind zwei
Grundsätze der meisten Classic-Pony-Züchter.
Aus Überzeugung stellen sie ihre Zuchthengste
sowohl zur Körung in den einzelnen
Zuchtverbänden als auch zur Hengstleistungsprüfung
vor. Darüber hinaus unterziehen
viele zusätzlich ihre Stuten einer Stutenleistungsprüfung
im Fahren. Zu welchen
Leistungen erfolgreiche Classic-Ponys und
deren Nachkommen fähig sind, zeigen die im
Bericht aufgeführten vielfältigen Einsatzbereiche.
Urban Braun
Neue Blutlinien in der Zucht
des „Deutschen Classic-Ponys"
Zur Blutauffrischung des deutschen Classic-
Pony-Bestandes beschreiten die Züchter unterschiedliche
Wege. Reinhard Lückel und
Kurt Heusohn züchteten aus Stuten, die sie
aus den USA importierten, in Anpaarung mit
bewährten deutschen Classic-Hengsten die
Junghengste „Jamo" (107 cm) und „Jim vom
Talhof" (112 cm). Beide sind inzwischen gekört
und bestens leistungsgeprüft und haben in
verschiedener Weise auf sich aufmerksam
gemacht.
Andere Züchter importieren weiterhin mit erheblichem
Aufwand direkt aus den USA amerikanische
Classic Shetland-Ponys.
Im Oktober 2003 ließ Hans-Josef Schlömer
(Dormagen) den dort schon recht erfolgreichen,
cremellofarbenen „So What" (112 cm)
über den „großen Teich" einfliegen. Er ist inzwischen
beim rheinischen Zuchtverband
gekört und hat seine Hengstleistungsprüfung
„Fahren" abgelegt.
Das Ponygestüt Clus importierte 2004 den
Classic-Hengst „KC Coyne Connection" (108
cm) aus dem Gestüt der Familie Frank und
Karen Johnson in Allen, Michigan, USA. Seine
Mutter „Royal-Lacey-Lady" ist in der „Hall
of Fame", dem bedeutendsten amerikanische
Wettbewerb, Driving Champion geworden
und war für die „Halter"-Klasse qualifiziert.
Der Vater „Z.J.’s Windwalker" ist selbst wenig
auf Schauen präsentiert worden, wurde
jedoch durch seine herausragende Nachzucht
berühmt. In 2003 erhielt er den „Supreme
producer award" , davor war er „Pony of the
year" aufgrund der vielen Erfolge, die seine
Nachkommen vorzuweisen haben.
Coyne Connection
„KC" selbst konnte 2002 in den USA den „National
Shetland Congress" gewinnen und erhielt
den Titel:
„Grand Champion Classic Stallion".
Im Mai 2004 kam KC nach Deutschland, er
wurde im Oktober in Verden beim Verband
der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover
gekört. Er hat viel Hengstausdruck und eine
auffallende Erscheinung. Dennoch ist er brav im Umgang und wurde innerhalb von drei Tagen
eingefahren. Am 27. Februar soll er auf
der Hengstvorführung des Ponyverbandes in
Verden vor dem Sulky präsentiert werden.
Christina Zeitelhack erwarb 2004 eine interessante
Jungstute, die mit ihren Schauerfolgen
in den USA eine deutliche Bereicherung
der deutschen Classic-Pony-Zuchtgrundlage
verspricht. Die dreijährige „LBF Melody" war
2003 in den USA „National Champion Mare"
und zuvor „Reserve Champion Youth Mare".
„Wir wollten neues Blut in die Classic Zucht
bringen", berichtet Christina Zeitelhack.
„Der Import gestaltete sich etwas schwierig.
Man braucht einen Verkäufer, der mit
hilft und einen zuverlässigen Importeur! Es
ist schwierig, alles von Deutschland aus zu
koordinieren, im Ablauf darf nichts dazwischen
kommen.
`LBF Melody´ kommt aus Minnesota, wurde
dann nach Kanada in die Quarantäne gebracht,
wo noch weitere Pferde warteten.
Sie flog über Montreal nach Paris. Von dort
kam sie auf dem Straßenweg nach Nürnberg.
Ein weiter Weg für eine junge Stute,
den sie relativ gut verkraftet hat."
Es bleibt der deutschen Classic-Pony-Zucht
zu wünschen, dass sich der nicht geringe
materielle Aufwand einiger Züchter über die
Zuchtergebnisse belohnt wird. „American
Classic Shetlandponys" sind – ganz gleich,
ob in den USA oder in Deutschland gezogen
- für die Blutlinienauffrischung des
„Deutschen Classic-Ponys" zugelassen. Voraussetzung
ist allerdings, dass sie auch die
Mindestanforderungen der deutschen Zuchtverbände
im Hinblick auf die Körung und
die Hengstleistungsprüfung erfüllen. Gerade
die Orientierung an hochwertigen Zuchttieren
kann neben neuen Zuchtlinien auch
eine qualitative Bereicherung der deutschen
Classic-Zucht bewirken.
Kontakte und Informationen
Vorsitzender:
Reinhard Lückel,
Auf dem Schnee 52, 58313 Herdecke,
Tel.: 02330-84670,
Fax: 02330-84343
Prospekt:
Urban Braun, Bruchstr. 5,
66901 Schönenberg-Kübelberg,
Tel.: 06373 – 50 55 50,
Fax: 06373 - 3826
E-mail: uespm@aol.com
Internet:
http://www.classic-pony.com
Hier gibt es neben allgemeinen
Informationen
o Züchteradressen
o Deckhengste
o Verkaufsanzeigen |
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