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Niederländisches Weltcup-Turnier -
JUMPING AMSTERDAM - Lars Nieberg gewinnt Weltcup-Springen in Amsterdam Mit einem deutschen Sieg im Weltcup-
Springen endete das internationale
Springturnier im niederländischen
Amsterdam: Ausgerechnet
Lars Nieberg, der bei den
olympischen Spielen in Athen in
der deutschen Mannschaft nicht
berücksichtigt wurde, setzte sich
gegen das Weltklassefeld durch:
Mit seiner 15jährigen Holsteiner-
Stute Loreana schaffte er den entscheidenden
Ritt im Stechen in
33,42 Sekunden und verwies damit
den Dänen Thomas Velin und
Equest Carnute, der in 33,81 Sekunden
fehlerfrei blieb, auf den
zweiten Rang. Dritter wurde der
Brite Nick Skelton mit Arko III in
33,85 Sekunden – das Paar hatte
am vergangenen Wochenende
schon das Weltcup-Springen in
Leipzig gewonnen.
Skelton reichte der dritte Rang um
nach acht von 13 Qualifikationen
mit 59 Punkten die Führung in der
Westeuropa-Qualifikation für das
Finale vom 20. bis 24. April in Las
Vegas zu übernehmen: „Damit bin
ich bei Finale dabei", freute sich
Skelton. Ein Gefühl, das auch Lars
Nieberg haben kann – mit 48 Punkten
liegt er auf dem dritten Rang
der Qualifikations-Wertung, in der
Regel reichen rund 40 Punkte um
zu den 18 Reitern zu gehören, die
sich aus Westeuropa für Las Vegas
zu qualifizieren: „Las Vegas ist jetzt
für mich das nächste große Ziel",
freute sich Nieberg bei der Übergabe
des 25 000 Euro-Schecks aus
der Gesamtdotierung in Höhe von
85 000 Euro. Lob gab es von Nieberg
auch für die Veranstalter von
JUMPING AMSTERDAM: „Die
Veranstaltung gehört zu den besten
Hallenturnieren in der Welt."
Schon in der Nacht zum Sonntag
hatte Rodrigo Pessoa den Großen
Preis von Amsterdam gewonnen.
Mit der Stute Sigane van de Grundeval
war der Brasilianer im Stechen
der besten fünf Reiter fehlerfrei
geblieben und hatte mit 39,67
Sekunden auch die beste Zeit. In
dem Stechen des insgesamt mit
50 000 Euro dotierten Großen Preisen
waren auch zwei deutsche Reiter
am Start: die Lohmarer Amazone
Katharina Offel belegte mit
Nike fehlerfrei in 42,40 Sekunden
den dritten Rang, Doppel-
Europameister Christian Ahlmann
hatte zwei Abwürfe und wurde
am Ende Fünfter.
Mannschafts-Olympiasieger Hubertus
Schmidt hat bei der Weltcup-
Qualifikation der Dressur-Reiter
in Amsterdam eine Top-Platzierung
knapp verpasst. Mit seinem
Olympia-Pferd Wansuela Suerte
musste sich der Borchener Berufsreiter
vor 6800 Zuschauern mit
dem vierten Rang und 770,75
Punkten zufrieden geben, war damit
aber noch der beste deutsche
Teilnehmer in der Prüfung. Einen
klaren Sieg feierten Edward Gal
(Niederlande) und Ling mithalten
mit 816,00 Punkten vor der
Schweizerin Silvia Ikle und Salieri
(786,00); Dritter wurde der
Schwede Jan Brink mit Briar
(779,25).
Insgesamt kamen an den vier Veranstaltungstagen
52 000 Zuschauer
auf das Amsterdamer
Messegelände und verfolgten die
Prüfungen. Für das kommende
Jahr kündigte Paul Schockemöhle,
der zu dem Veranstalterkreis
des im vergangenen Jahr neubelebten
Turniers gehört, einen weiteren
Ausbau an: Neben den Weltcup-
Prüfungen in der Dressur und
im Springen, wollen wir dann
auch den Weltcup-Status im Fahren
haben." Weitergehende Planungen
hat Organisations-Chef
Chris van Dam für die Jahre 2007
und 2009 – offiziell wurden am
Rande des Turnier die Bewerbungen
für das Weltcup-Finale
der Dressur-Reiter im Jahr 2007
und der Springreiter im Jahr 2009
bekanntgegeben. |
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