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Equitana –Moments & Miracles
„Großartige Dressuren und atemberaubende Stunts, faszinierende Bilder und ausdrucksvolle Musik . . . Mit Moments & Miracles präsentiert die Weltmesse des Pferdesports in diesem Jahr erneut ein einzigartiges Musical". So lautete die Presseankündigung der Messeleitung für die diesjährige Hop Top Show der Equitana, die an vier Abenden in dem Großen Ring der Halle sechs zu sehen war. Zweieinhalb Stunden Show wurden versprochen – und gehalten. In 20 Schaubildern, unterlegt mit dezenter Musik, brillierten unzählige Pferde, Reiter und andere Akteure in atemberaubenden Kostümen. Sicherlich hatten die Zuschauer schon viele der Schaubilder gesehen. Es ist halt recht schwierig, mit Pferden etwas ganz neues, noch nie dagewesenes oder nie gesehenes auf die Beine zu stellen. So wurden bekannte Bilder abgeändert oder bewährtes vorgestellt. So ist Lorenzo aus Frankreich immer ein Genuß anzusehen, ebenso Jean-Marc Imbert. Beide mit spektakulären Vorführen unter anderem stehend auf freilaufenden Pferden, ohne jegliche Einwirkung von Zügeln. Ganz hervorragende Reiter stellten diesmal ihre Pferde vor. So sattelten Cor und Sandra de Jong Friesen für ein Pas de deux, das Nationalgestüt Kladruby a.d. Elbe stellten zwei Sechserzüge vor, die von Daniel Würgler und Petr Vozab gelenkt, eine atemberaubende Fahrshow lieferten. Nebeneinander, Nabe an Nabe, lenkten die beiden 12 Schimmel durch den dafür doch recht kleinen Großen Ring. Kein anderes Schaubild hätte den Titel „Heimat" mehr verdient als dieses, vertraten diese Pferde und Menschen doch Tschechien mehr als würdig. Unter donnerndem Applaus verließen sie die Vorstellung. Überhaupt war das Publikum auch dieses Jahr doch wieder äußerst sachkundig. Gute Schaubilder bekamen verdienten Applaus. Dazu gehörten ohne Zweifel Lorenzo aus Frankreich, die Kladruber aber auch der Voltigierverein Ingelsberg. Spärlich bedacht wurden daher die Spanier. Es reicht nicht mehr aus, mit schönen Uniformen anzutreten, während die Pferde laufend Piaffieren, Passagieren oder Kapriolen springen. Unter dem Sattel wurden die herrlichen Pferde der Real Escuela Andaluza del Arte Equestre in der Show leider nicht gezeigt. Dafür konnten aber zuvor die Pferde der fürstlichen Hofreitschule Bückeburg und des Bundesverbandes für klassichbarocke Reiterei in Deutschland unter dem Sattel bewundert werden . Das lohnte sich allemal. Eines der absoluten reiterlichen Highlights allerdings ist immer noch Jesus Morales aus Spanien gewesen. Der Meister der Garocha zeigt hier wieder einmal beeindruckend, wie man mit einer einfachen Stange tanzen kann. Es ist unglaublich, wie Morales unter der Stange drunter herreitet und dabei gleichzeitig seitlich am Pferd klebt. Wann immer die Möglichkeit besteht ihn reiten zu sehen, sollte man diese Chance nicht verpassen. Dann kann man auch die Faszination Garocha verstehen. Tempo der ganz anderen Art brachten wieder die Thunderguys in die Halle. Trat Ivan Peeters noch am Nachmittag mit dem Esel Zorro auf, begeisterte die ganze Truppe abends durch waghalsige Stunts am, neben, hinter oder unter dem Pferd. Full Speed donnerten die Pferde mitsamt den Reitern durch die eine temporeiche Nummer, die mal wieder das Publikum zu begeistern wusste. Den ruhigen und traumhaften Abschluss bildete der Programmpunkt „Freiheit". Nachdem nicht nur die Halle, sondern auch der Pressegraben mitsamt uns Fotografen eingenebelt war, betrat ein geflügeltes Wesen die Manege zum krönenden Abschluss. Kurz danach galoppierten die Schimmelaraber der Familie Ismer aus Ströhn ein. Ein unglaublich simples aber äußerst beeindruckendes Schaubild, das seine Wirkung nicht verfehlte. Weiße Pferde, die im Nebel dahinzuschweben schienen, begleitet von märchenhaften Wesen. Einfach nur wunderschön anzuschauen. Wie gesagt, manches hatte man schon mal irgendwie gesehen, aber trotzdem war es ein kurzweiliger Abend, der sein Geld wert war. Immerhin dann doch 160 Minuten abendfüllendes Programm mit in der Mehrheit fantastischen Akteuren. Freuen Sie sich auf die Hop Top Show in zwei Jahren – es lohnt sich doch ! Text und Fotos: Andrea Schneider, www.pferdefoto-schneider.de  
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