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Hengstvorstellungen in Celle 2005
Jedes Jahr finden im Laufe des Februar / März die Hengstpräsentationen der 11 Besamungsstationen des Celler Landgestütes statt, das den Züchtern insgesamt 130 Hengste zur Verfügung stellt. Interessiert verfolgten die Züchter in Adelheidsdorf und Verden die Vorstellungen der Stationen Celle, Schillerslage, Aller/ Weser, Süstedt und ihrer Nebenstellen. Dr. Bade und seinem Team ist es wiederum gelungen, den Züchtern neben bewährten erfolgreichen Vererbern hochinteressante Neuerwerbungen und überragende Junghengste anzubieten, die keinen Zweifel daran lassen, dass der direkte Weg zu Qualität in der Zucht ins Landgestüt Celle führt. Aus der Leistungslinie des Senator bezieht in diesem Jahr Salieri v. Salvano / Servus eine Beschälerbox in Verden. Salieri war selbst unter Holger Wulschner auf höchster internationaler Ebene im Springsport erfolgreich. Er untermauerte seine vielseitige Vererbungskraft mit zwei Vollgeschwistern auf der letzen Olympiade in Athen. Salinero als Goldmedaillengewinner in der Dressur, Seven Up in der Springmannschaft Koreas und bereits zwei gekörte Söhne sind eine hervorragende Visitenkarte dieses Vererbers. Versandsperma des ultramodernen Sporthengstes Belissimo M v. Beltain / Romadour II steht den Züchtern über die Station Aller/Weser zur Verfügung. 2003 Bundeschampion der vier- jährigen Hengste, ein 30 Tagetest mit 9,25, unterstreichen neben hoher Rittigkeit und drei überragenden Grundgangarten voller Elastizität die hohe Qualität dieses Dunkelfuchshengstes. Don Bosco v. Donnerhall / Ramiro, dieses Jahr leider nur an der Hand vorgestellt, hatte gleich drei sehr qualitätvolle Fohlen mitgebracht. Zu gefallen wusste zudem der 3jährige Dunedin (Don Bosco / Goldstern), der sich derzeit in der 11monatigen Leistungsprüfung des Landgestüts befindet. In Süstedt ist der noch junge, aber doch züchterisch überaus bewährte Waterford v. Wolkenstein II / Matcho AA stationiert. Als Sieger der HLP 1999 machte er schon früh mit seinem hohen Dressurindex von 154, 48 auf sich aufmerksam. An diesem eleganten Fuchs begeistern immer wieder die geradezu unglaublichen elastischen Bewegungsqualitäten mit energischem Schub aus der Hinterhand. Unter H. P. Klaus begeisterte er in diesem Jahr mit höheren Dressurlektionen das Verdener Publikum. Gleich zwei bewegungsstarke typvolle 3jährige Fuchshengste und einen 4 jährigen Rappwallach, die vertrauensvoll den Hilfen ihrer Reiter folgten, schickte Waterford anschließend in die Bahn, um den Beweis seiner hervorragenden Vererbungskraft anzutreten. Nachdem der bewährte Prince Thatch xx die züchterische Bühne verlassen hat, erhält die vollblutbegeisterte Züchterschaft um die Station Süstedt mit dem 1998 geborenen Rappen Watermill Rolex xx v. Mytens xx / King xx einen Vollbluthengst, aus dessen niederländischer Familie Lauries Crusader xx entstammt. Der elegante Watermill Rolex xx überzeugt durch hohe Rittigkeit, seine Nachkommen waren bereits erfolgreich beim Bundeschampionat der Geländepferde. Da in diesem Jahr erstmals einige Hengste anderer Stationen vorgestellt wurden, darf er nicht unerwähnt bleiben: Standing ovations für seinen spektakulären Auftritt erntete Worldly v. Weltmeyer / Brentano II. Unter seinem ständigen Reiter Wolfhart Witte schwebte dieser Gast von der Station Unterweser in Dorum Boden verachtend durch die Bahn. Mit dem HLP Sieger 2004 Rascalino v. Rotspon / Velten Third (vormals Roydorfer) debütiert in Süstedt ein Junghengst, der an Eleganz, Rittigkeit, Leistungsbereitschaft und Umgänglichkeit nur schwer zu überbieten ist. Diese Eigenschaften und drei spektakuläre Grundgangarten des begeisternden Youngsters ließen ihn bereits die Reitpferdeprüfungen beim Hengstturnier in Sögel und in Verden gewinnen. Bei einem Dressurindex von 153,37 darf man in dieser Saison auch unter dem Sattel noch Einiges von Rascalino und seinem Reiter Wolfhart Witte erwarten. Ein weiterer Rotsponsohn hält mit dem elastischen Royal Blend in der Deckstation Celle Einzug. Dieser noble ausgeglichene Fuchs aus einer Lauries Crusador xx Mutter war 2. der HLP 2004. Beim Turnier in Verden wurde er zum besten Hengst des Jahrgangs 2001 gekürt. Als Bild von einem Reitpferd begeisterte er unter seiner Reiterin Susanne Ersil durch lockere schwungvolle Bewegungen. Jeder Zoll ein Star war der aus belgischer Zucht stammende Schimmelhengst Cornet Obolensky v. Clinton / Heartbreaker. Mit seinem ausgeglichenen Wesen bei hervorragender Leistungsbereitschaft und seinem enormen Springvermögen wusste dieser typvolle ausdrucksstarke Hengst aus dem Stall von Kai Ligges zu überzeugen. Als Pachthengst steht Cornet Obolensky den Züchtern über Versandsperma zur Verfügung. Taktklar, mit raumgreifenden Bewegungen, stellte Kathrin Poll, Gestüt Hörem, ihren edlen braunen Trakehnerhengst Connery v. Buddenbrock / Karo As vor. Es war ein Genuss, diesem sich ständig positiv weiterentwickelnden Paar zuzusehen. Springblut vom Feinsten weist ein weiterer Newcomer in Celle auf: der Rappe First Pleasure stammt ab von For feeling > For Pleasure und führt auf der Mutterseite das Blut von Graf Grannus, 2004 zum Hengst des Jahres gekürt. In Schillerslage steht mit dem Schimmel Salito v. Stakkato/ Calido den Züchtern ein weiterer springveranlagter Junghengst der Extraklasse zur Verfügung. Schon höchste Höhen überwand der elegante Schimmel souverän mit seinem Ausbilder Albert Habermann. Der noch etwas jugendliche Locksley, 3. der HLP 04 v. Londonderry / Weltmeyer vertritt würdig seine beiden erfolgreichen Vorfahren. Schwungvoll und locker ließ er unter seinem Reiter Heiko Tietze erahnen, dass mit ihm in den kommenden Jahren absolut zu rechnen sein wird. Der erfolgreich in Vielseitigkeiten eingesetzte Nobre xx v. Gem Master xx / Assert xx unterstrich mit einem hochnoblen, erst einwöchigen Fohlen seine guten Vererberqualitäten. Er selbst zeigte sich als vermögendes Vielseitigkeitspferd, das in der kommenden Saison im Turniersport ein Wörtchen mitzureden hat. Gleich zwei gut veranlagte, sich raumgreifend bewegende Dreijährige hatte Le Primeur v. Laptop / Pinkus mitgebracht. Mit seinem ständigen Reiter Joachim Winter überwand er absolut gelassen höchste Höhen. Le Primeur findet in der Zwischenzeit seinen Einsatz in der schweren Klasse im Springen. Text und Fotos: Marianne Schwöbel  
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