 |
| Ein Märchen aus tausend und einer Nacht
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Ein Märchen aus tausend und einer Nacht |
 |
 |
Textversion:
HH The Presidents Of UAE Endurance Cup Im Februar dieses Jahres fand in den
Vereinigten Arabischen Emiraten (UAE)
in Abu Dhabi der diesjährige Presidents
Cup statt. Eingeladen waren Reiter aus
aller Welt. Neben den Teilnehmern aus
den (UAE) waren Reiter aus Neuseeland,
Australien, Großbritannien, den
USA, Portugal und Spanien am Start.
Aus Deutschland waren dabei Ulrike
Pottrick mit El Encantador, Ines Liskow
mit Manthanah und Dirk Frenzel mit
Kelim. Tierärztlich wurden die Pferde
von Frau Dr. Juliette Mallison betreut.
Zum Auftakt der Veranstaltung fand am
Montag eine Pressekonferenz im Sheraton
Hotel statt, bei dem die eingeladenen
Reiter vorgestellt wurden. Die Reiter und Trosser gingen schon
kurz nach ihrer Ankunft in Abu Dhabi
zum Schneider und bekamen eine
landesübliche Tracht genäht, die
sie bei der Eröffnungsfeier trugen.
Diese fand in einem eigens dafür angelegten
Wüstencamp statt. Hier war
nicht nur ein Festzelt aufgebaut.
Um das entsprechende Flair zu erleben,
war ein Beduinendorf aufgebaut
worden, in dem traditionelle Handwerkskunst
gezeigt wurde, kleine
Leckereien und Tee gekocht wurden
und neben einem Falken auch Kamele
gezeigt wurden. Abends kam
noch eine Kapelle und spielte zum
Tanz, zuerst zeigten einheimische
Männer traditionelle Tänze, anschließend
wurden die Gäste mit einbezogen.
Die großzügige Anlage für den Distanzsport,
ca. 40 km vor Abu Dhabi
in der Wüste gelegen, bietet alles,
was sich Reiter, Grooms und Zuschauer
nur wünschen können. Wenn
die Pferde über die abgesperrte Start-
Bahn von einer Runde zurückkommen,
werden sie durch Tore geleitet,
wo ihre Ankunftszeit genommen wird,
daran schließt der große Groombereich
an, wo mit fließend Wasser unter
Sonnenschutz die Pferde für die
Vorstellung beim Tierarzt im Vetgate
vorbereitet werden. Die Vortrabstrecken
sind mit bestem englischem
Rasen eingesät, der unterirdisch bewässert
wird. Auch eine Klink für
Pferde ist vorhanden, um Notfälle
schnell und bestmöglich behandeln
zu können. Um eines vorwegzunehmen:
am Abend des Rittes musste
dort kein Pferd behandelt werden –
ein Ergebnis der strengen Tierarztkontrollen
in den Gates.
Am frühen Morgen des 17. Februar
gingen 100 Reiter mit ihren Pferden auf die erste Etappe über 33 km. Die
ersten Reiter kamen bereits nach 81
Minuten ins erste Vet-Gate. Ines Liskow
kam mit ihrer Stute nach 97 Minuten
von der ersten Runde zurück,
Dirk Frenzel und Ulrike Pottrick nach
128 Minuten.
Auf der Strecke waren vom Organisator
diverse Wasserstellen eingerichtet,
wo die Pferde nicht nur trinken
konnten, es standen auch ausreichen
Wasserflaschen zum Kühlen bereit.
Die Fahrzeuge mit den Grooms
konnten auf der gesamten Strecke neben
den Pferden fahren, und diese optimal
betreuen.
Nachdem im ersten Vet Gate nur vier
Pferde wegen Lahmheit ausgeschieden
waren, mussten im zweiten Gate
bereits erste Pferde wegen metabolischer
Probleme das Rennen beenden.
Auf der dritten Runde machte
z.T. recht tiefer Sand den Pferden
das Laufen schwer. Hier bekam auch
Kelim von Dirk Frenzel Probleme und
wurde von seinem Reiter in der Pause
zurückgezogen.
Für Ines Liskow und Ulrike Pottrick
folgt nach einer Pause von 40 Minuten
die vierte Runde, landschaftlich sicher die schönste Etappe.
Sie führte durch „Tora Bora"
übersetzt heißt es „die Welle" – eine
bezaubernde Dünenlandschaft.
Die Stute Manthanah von Ines Liskow
hatte nach dieser Etappe Probleme
zu regenerieren und wurde
ebenfalls aus dem Ritt genommen.
Bevor Ulrike mit Eddy auf die fünfte
Runde ging, war das Rennen für die
schnellsten Reiter bereits zu Ende.
Nach einer Reitzeit von sieben Stunden
und zwei Minuten zelebrierte
Marzooq Salem Al Marri aus den UAE
mit seiner achtjährigen Fuchsstute
RO-Fabiola von Al Wathba Stables
nicht nur seinen Sieg, sondern auch
einen neuen Weltrekord.
Mit drei Minuten Abstand folgte Matar
Ali Al Hammadi, auf den dritten
Platz kam Yousef Ahmed Al Bloushi.
Nachdem die drei Pferde die
Nachuntersuchung bestanden hatten,
fand sogleich die Siegerehrung
statt.
Ulrike Pottrick war zu dieser Zeit
noch auf der fünften Runde über 24
km unterwegs und kam mit der langsam
untergehenden Sonne ins letzte
Vet Gate. Eddy war zeigte sich wie
schon bei den vorherigen Kontrollen
in bester Verfassung und ging im letzten
Licht auf die letzten 17 km. Ihre
Trosserin Andrea Stelter fuhr mit
ihrem Fahrzeug neben den beiden
her und leuchtete ihnen den Weg
aus. Auf den letzten vier Kilometern
kam sie an den Spanier Jordi Francas
Boix heran, der sie aber nicht überholen
lassen wollte. So ritt Ulrike bis
kurz vor der Ziellinie ruhig hinter
ihm, um Eddy auf den letzten Metern
die Zügel hinzugeben. El Encantador
nutzte die Chance und zog in einem
spannenden Finish am dem Spanier
vorbei.
Bis zur letzten und entscheidenden
Vorstellung im Vetgate ließ sich Ulrike
Zeit und konnte ihren Eddy in
guter Verfassung präsentieren. Am
Ende des Tages belegte sie einen hervorragenden
17. Platz in einer Reitzeit
von 10:24 h, was einem Durchschnittstempo
von 15,36 km/h entspricht.
Insgesamt kamen von den
100 gestarteten Reitern 19 in die Wertung.
Zum Abschluss der Veranstaltung bekamen
die Teilnehmer aus der Hand
von HE Mohamed Al Sayed ein Präsent
überreicht. Die Damen erhielten
eine Goldkette mit einem Anhänger,
der eigens für den Presidents
Cup entworfen wurde, die Herren einen
hinter Glas gerahmten Dolch.
Fotos von der gesamten Veranstaltung
stehen im Internet bereit: www.distanzpferde.
de. Text und Fotos: Lutz Petersen,
Vollblutarabergestüt El Ameen |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Kurse, Lehrgänge & Seminare, Leben eines Pferdemannes, Marktplatz, Marktplatz, Marktplatz |
 |
| zurück |
 |
|
|