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Shire Horse Show 2005 Die wichtigste Zuchtschau der Rasse Shire
Horse findet einmal im Jahr in England
statt. In Peterborough treffen sich die besten
Shire Horses Englands, um die Championtitel
untereinander aufzuteilen. Einer
Einladung der englischen Shire Horse
Society folgend, nahm dieses Jahr erstmals
ein Hengst aus deutscher Zucht teil.
Nachdem im Vorfeld vieles nicht so ganz
gerade lief, wie z.B. ein verlorenes Eisen,
die Trennung vom Weidegfährten "Moses"
für sechs Wochen oder auch die
Überfahrt nach England bei Windstärke
sechs, konnten sich "Frettholt´s Uncle
Sam" und "Winestead Moses" dann am
18. und 19. März den englischen Richtern
und Publikum präsentieren.
Am Freitagabend konnten beide Pferde
ihre Boxen in Peterborough beziehen und
am Samstagmorgen wurde früh um 06:30
Uhr gefüttert. Nur die Pferde übrigens,
für die Betreuer
gab es erst gegen
Mittag etwas
Handfestes denn
für Frühstück
oder gar Kaffee
war einfach keine
Zeit. Die Pferde
mussten geputzt
und gewaschen
werden.
Die Behänge gepudert
und Mähne
und Schweif
traditionell und
äußerst kunstvoll
eingeflochten
werden. Diese
ganze Prozedur
dauert schnell einen
ganzen Vormittag
und die
Klasse der dreijährigen,
für die
"Moses" gemeldet
war, begann
um 11:00 Uhr.
Nachdem "Moses"
aber leider
nur siebter wurde,
die englische
Konkurrenz war
einfach zu stark und "Moses" bedingt
durch die lange Anreise einfach zu müde,
lagen alle Hoffnungen dann am Sonntag
auf "Sam". Mit einem Stockmaß von
1,95m war er auf jeden Fall das größte
Pferd der Veranstaltung und auch die Anreise
hatte ihm scheinbar nicht so viel
ausgemacht wie seinem Freund "Moses".
Doch nach der Vorführung und Begutachtung
durch die Richter im Ring wurde
auch "Sam" nur auf den siebten Platz
gestellt. Auch die Beurteilung in der Bewegung
konnte daran nichts ändern. Sicherlich
ist es nicht leicht,sich für für einen
im Ausland gezogenen Hengst im
Heimatland zu platzieren. Jedoch überzeugte
"Sam" so sehr durch seine Qualität,
dass ihm vom Richtergremium das
Prädikat Premium angeboten wurde –
und dies konnte Frau Joksimovic nun
wirklich nicht ausschlagen. Denn diese
Auszeichnung wird in der Regel nur an
in England lebende und aufgezogene
Hengste vergeben, die zum einen mindestens
12 Bedeckungen sowie eine entsprechend
qualitätsvolle Nachzucht vorweisen
können.
Natürlich gab es auch dieses Jahr nicht
nur Pferde. Wieder dabei waren mehrere
Agiltyprüfungen für Hunde, Vorführungen
anderer Kaltblutrassen und auch eine Oldtimer Treckerausstellung.
Somit war wieder für jeden was dabei.
Für Familie Joksimovic stellt sich dann
die Frage, ob sich so was überhaupt lohnt?
Der zeitliche und finanzielle Aufwand ist
natürlich immens, andererseits fährt man
auch nicht jedes Jahr nach England, um
ein oder zwei Pferde vorzustellen. Als
Ausnahme und krönender Abschluss einer
Showkarriere kann man sich bestimmt
nichts Schöneres für einen Deckhengst
vorstellen, als mit einer der höchsten Auszeichnungen
wieder nach Hause zu fahren
und den Beginn einer Laufbahn als
Deckhengst zu starten. "Frettholt´s Uncle
Sam" steht jetzt den Stutenbesitzern
als Deckhengst zur Verfügung.
Text und Fotos: Andrea Schneider
www.pferdefoto-schneider.de |
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