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Die Farbe ROAN in der Pferdezucht Die alten Bezeichnungen für die Farbgebung
"ROAN" waren und sind oft z.B. noch:
Fuchsschimmel-Braunschimmel-Rappschimmel.
Ein "Roan farbenes" Pferd jedoch ist weitaus
komplexer anzusehen. International gibt
es leider keine eindeutige klare Bezeichnung
für die Frabe Roan.
Dabei ist ein Roan kein allgemein bekannter
Schimmel, - d.h. er wird nicht mit den
Jahren reinweiß! Er ist also eine eigenständige
Farbe.
"Roans" kommen in allen Farbgebungen
vor, und auch in vielen Rassen, wie z.B. dem
Kaltblut, dem Quarter Horses, wie auch dem
Traber, Isländer, Shetland Pony, oder dem
Welshpony. An letzterem sehen Sie auch
die Farbbeispiele in diesem Bericht.
Den "Roan" erkennt man an
diesen Farbgebungen: der
Kopf, die Beine, die Mähne sowie
der Schweif sind immer in
einer reinen Grundfarbe, ohne
Stichelhaare. Diese Grundfarbe
verändert sich auch nicht,
also z.B. braun, fuchs oder
schwarz, bei den Palominos
z.B. dann in einem Goldton,
bei Falben im Schwarzton der
Beine und des Langhaares, der
Kopf ist eindeutig Falbfarbig.
Ab dem Genick bis zum
Schweifansatz und den einfarbigen
Gliedmaßen ist das
Grundhaar mit Einmischung
weißer, nicht pigmentierter Haare
versehen. Das interessante an
dieser Färbung ist die Fähigkeit
zur Wechselwirkung innerhalb
eines Jahres. Ist das Pferd meist
im Winter sehr dunkel, fast sogar
einfarbig am ganzen Körper,
so kann es im Sommer weit mehr
weiße Haare aufweisen, wie
dunkle. Diese Wandlung der
Farbe findet ständig wechselnd
über das ganze Jahr statt. Man
hat also stetig ein "anders farbiges
Pferd" im Stall.
Roan farbende Pferde vererben sich nur durch Anpaarung mit
einem Roan. Hier schätzt man
die Erbanlage prozentual 50/50
ein. Roans sollte man nicht miteinander
verpaaren, da hierbei
die Gefahr zu bestehen scheint,
dass sie wahrscheinlich nicht lebensfähig
sein könnten. Es muss
aber immer ein Elternteil Roan
sein, um diese Färbung auch bei
den Nachkommen wiederfinden
zu können. ( Man darf hier nicht
Stichelhaarige Pferde ( diese sind
es meist über den gesamten Körper
) mit Roans verwechseln,
dies ist wieder eine andere genetische
Farbanlage!)
Ein Roan wird erst einmal für
das Auge des Betrachters einfarbig
geboren und im Laufe der folgenden
Wochen oder Monate kann man immer mehr
Stichelhaare entdecken. Die ständig sich
wiederholende Umfärbung ist nie richtig abgeschlossen,
sie ist das ganze Jahr über zu
beobachten, mal von hell ins dunkle,
dann wieder in eine helle
Farbgebung.
Ein sehr interessantes und abwechslungsreiches
Farbenspiel.
Dies hebt sich also von einem
normalen stichelhaarigen Pferd
ab, das über das ganze Jahr hinweg
seine Farbe nicht verändert.
Es gibt inzwischen auch für den
Roan-Faktor einen sicheren Gentest.
Anhand der Abbildungen zu sehen
sind: Breeton Dai, ein Fuchsfarbener
Hengst, der mit Cuppers
Mandy, einer Braun Roan
Stute ein Braun Roan Fohlen
(Breeton Toy) zeugte.
Breeton Toy wurde z.B. angepaart
mit der einfarbigen braunen Stute
Anouk, und diese bekam einen Roanfarbigen
Sohn ( Frankenhöhs Amor).
Anpaarungen dieser Roanfarbigen Hengste
und Stuten jedoch brachten natürlich ebenso
auch wieder einfarbige Nachzucht, wie
z.B. hier zu sehen Frankenhöhs Princess, eine
Palomino Stute, die auch wieder einfarbig
züchtet. Dennoch ist es möglich, das aus
einer Linie mit einem Roan darin, auch in
späteren Generationen noch ein Roan fallen
kann.
Text und Fotos: Welsh-Pony-Gestüt
Frankenhöhe, Silvia Kurda
www.gestuet-frankenhoehe.de |
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