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terra-bausysteme gmbh - Informationen über den Reitplatzbau Wer einmal versucht hat, in
grundlosem Sand zu laufen
oder aus tiefem, Morast abzuspringen,
weiß, wie viel Energie,
Kraft und Substanz dabei
verloren geht.
Das Ideal…..
Der ideale Untergrund für den
Pferdesport – darin sind sich
alle einig – wäre ein Rasenplatz.
Das Pferd hat auf dem Rasen
ein sicheres Gefühl, es weiß genau,
dass die Oberfläche hält.
Nachteil: Es kommt mit der Zeit
zu einer starken Bodenverdichtung,
wobei noch ein weiteres
Problem auftaucht: die
Grasnarbe wird beschädigt, es
wächst kein Gras mehr.
.... und das Machbare
Die Alternative zum Rasenplatz
ist der Allwetter-Sandplatz.
Der Sandplatz hat im
Grunde die gleichen Probleme
zu lösen wie der Rasenplatz: Er
muss das Regenwasser schnell
ableiten, den enormen Scherkräften
der Pferdehufe widerstehen,
damit sich die Tretschicht
nicht mit dem Unterbau
vermischt, er darf sich nicht
zu sehr verdichten, sondern
muss seine elastischen Eigenschaften
möglichst lange beibehalten.
Gleichzeitig darf er
aber auch nicht rutschig oder
tief sein, sondern muss dem
Pferdehuf griffigen Halt geben.
Um all diese Anforderungen
erfüllen zu können, bedarf es
eines in sich stimmigen Systems,
d. h., die einzelnen Reitplatz-
Schichten müssen zusammen
passen und als Ganzes
zusammen wirken.
Der Aufbau
Tragfähigkeit – Wasserabführung
und Verhinderung von Vermischung des tragenden
Untergrunds mit der Tretschicht,
dies sind die wesentlichen
Hauptanforderungen an
einen Reitplatzaufbau.
Dabei wird deutlich, dass es
ganz wesentlich auf die verwendeten
Materialien bzw. deren
richtiger Kombination ankommt.
Das Ideal ist, wenn der
Unterbau möglichst lange
störungsfrei seinen Dienst tut,
denn Reparaturen an der tragenden
Schicht sind meist sehr
aufwendig und teuer. Nicht zuletzt
bedarf es regelmäßiger
Pflege, damit der Boden seine
positiven Eigenschaften auch
möglichst lange behält.
Die Tretschicht
Das heikelste Thema ist und
bleibt die Tretschicht. Die richtige
Zusammensetzung dieser
obersten Schicht des Reitbodens
erfordert viel Erfahrung
und mitunter auch ein Quäntchen
Glück. In der Regel verwendet
man Sand plus Zuschlagsstoffe,
die dazu dienen,
dam Sand Halt, Elastizität und
Stabilität zu verleihen und um
Feuchtigkeit und damit auch
Staub zu binden. Generell sollte
die Tretschicht nicht höher
als 13 cm sein, je nach Untergrund
kann sie auch nur 7 bis
8 cm betragen. Ist der Tretbelag
zu tief, kommt es zu einer
unnötigen Belastung der Sehnen
und Gelenke, spätere Schäden
des Bewegungsapparates
sind die Folge. Das Pferd vergeudet
auf tiefem Untergrund
viel Energie, die Verletzungsgefahr
steigt, die Gänge verlieren
an Schwung und Dynamik.
Zu wenig Deckung ist allerdings
auch nicht günstig, da
sonst der Untergrund beschädigt
werden kann, Durchmengung
der Schichten und Zerstörung
des Unterbaus sind die
Folgen.
Je nach Reitsportdisziplin werden
unterschiedliche Anforderungen
an diese oberste Schicht
gestellt: Der Dressurreiter
wünscht sich einen elastischen,
schwingenden Untergrund,
der Springreiter braucht einen
Boden mit viel Griff und Halt,
also eher ein wenig härter, aber
auch nicht zu hart. Der Westernreiter
wiederum hätte den Untergrund gerne hart, die
oberste Schicht aber beweglich
für rasche Manöver wie Spins
und Stopps. Der normale
Schulreiter hingegen...... Man
sieht, die allgemeingültige Rezeptur
gibt es kaum. All diese
unterschiedlichen Eigenschaften
erreicht man nur
durch eine individuelle, fein
abgestimmte Sandkörnung
und die richtige Beimengung
von Zusatzstoffen.
Sand ist nicht gleich Sand: Kalkhaltige
und lehmhaltige Sande
bilden mit der Zeit eine Sperrschicht,
die die Entwässerung
des Reitplatzes verhindert.
Auch die gleiche Typenbezeichnung
garantiert nicht,
dass der Sand dieselben Eigenschaften
hat. Zwar wird generell
oft empfohlen, einen gewaschenen
Sand, z.B. 0-4er Natursand
zu verwenden, aber
das allein heißt noch nicht viel.
Wenn man einen Sand der Körnung
0-4 (Teilchen zwischen 0
und 4 mm Durchmesser) erwirbt,
bedeutet das nämlich
nur, dass die Sieblöcher, durch
die er hindurch musste, höchstens
4 mm groß waren. Alles
was da durchfällt, heißt 0 – 4
mm. Man kann sich vorstellen,
dass zwischen 0 und 4 mm
höchst unterschiedliche Konzentrationen
möglich sind.
Entscheidend ist vor allem die
Kornzusammensetzung, die so
genannte Sieblinie. Der Anteil
des groben Korns darf nicht zu
hoch sein, denn das würde den
Boden zu instabil machen und
ihm die Scherfestigkeit nehmen.
Man braucht also auch
Feinteile – aber auch von denen
nicht zuviel: Es kommt zu
Staubbildung und der Boden
wird bei Regen plastisch und
breiig und bei Trockenheit wiederum
zu hart. Außerdem verstopfen
die Feinteile im Laufe
der Jahre die Poren der Drainageschicht.
Was dem Boden nach der optimalen
Zusammensetzung der
Sandmischung an Scherfestigkeit,
Elastizität und Vermögen,
Feuchtigkeit zu halten, noch
fehlt, kann man durch die Beimengung
von Zuschlagsstoffen
erreichen. Als Zuschlagsstoffe
kommen heute vor allem
zwei Stoffe in Betracht: zum einen
Holzspäne, welche die
Mehrheit der Reitplatzbauer
verwendet, zum anderen Teilchen
aus elastischem, umweltneutralen
Kunststoff.
Vorteil der Kunststoffbeimengung
ist, dass die synthetischen
Stoffe nicht wie beim
Holz verrotten, die Tretschicht
bleibt dadurch immer funktionsfähig.
Weiterer Vorteil: Die
Tretschicht ist frostbeständiger.
Vielerorts verwenden die
"Reitplatzspezialisten", auch
heute noch so genannte Reitplatzspäne,
entstaubte, gesiebte
Holzspäne in Streichholzgröße,
meist aus Weichholz
(Fichte, Kiefer). Optimal
ist allerdings auch die Holzbeimengung
nicht, da Holz
spätestens nach fünf Jahren
verrottet ist. Daher muss man
wissen: Die Qualität einer solchen
Tretschicht nimmt mit
der Zeit ab.
Ein Reitplatz bedeutet Arbeit
und laufende Kosten: Säubern,
Planieren, Nachfüllen, Beregnen.
Pro Pferd kommt in einem
halben Jahr ungefähr eine Tonne
Mist auf den Platz. Und davon
ca. 80 % im Hufschlag –
und im Zirkelbereich.
Bei so vielen Möglichkeiten, ein
mitunter teures Projekt buchstäblich
in den Sand zu setzen,
ist der Wert fachlicher Beratung
nicht zu unterschätzen.
terra-bausysteme gmbh
Landelhof 4
78739 Hardt
Tel.: 07422 -7128
Fax: 07422 -23366
www.terra-bausysteme.de
info@terra-bausysteme.de |
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