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Weidezeit – Verletzungszeit - Tipps: Wie behandelt man größere und kleinere Verletzungen und wie kann man sie vermeiden Es ist Sommer, endlich können
die Pferde wieder raus auf die
Weide, die Freiheit genießen, toben,
soziale Kontakte pflegen.
Die Sonne auf den Rücken scheinen
lassen und den frischen
Wind um die Nüstern wehen lassen.
Raus aus dem engem
manchmal stickigen Stall und
das frische Grass genießen. Doch
diese Freiheit birgt auch viele
Verletzungsgefahren – da liegt
eine hohe Verantwortung an den
Pferdebesitzern, diese Gefahren
zu erkennen und zu vermeiden.
Weidezaun
Als erstes ist da der Weidezaun:
Er sollte für das Pferd gut sichtbar
sein und eine Mindesthöhe
von 1,20 m. haben. Ein Holzzaun
mit einer gut sichtbaren Elektrolitze
(4-6 cm), die ca. 20 - 30
Zentimeter innerhalb des Zaunes
verläuft (verhindert das Anknabbern
des Zaunes!), ist eine
sichere Lösung. Alle Zäune, die
niedriger sind oder nur dünne
Elektrodrähte haben, bergen ein
großes Verletzungsrisiko – ganz
zu schweigen von dem Stacheldraht:
den dürfte es bei einer
Pferdeweide gar nicht mehr geben!
Bevor man die Pferde rausstellt,
ist ein gründlicher Rundgang auf
der Weide wichtig. Hat sich über
den Winter der Zaun irgendwo
gelockert? Liegen spitze Gegenstände
herum, an denen sich die
Pferde verletzen könnten? Wenn
die Pferde für den ganzen Sommer
auf der Weide stehen, sollte
ein tägliche Weidekontrolle
stattfinden, um Verletzungen
rechtzeitig zu erkennen und behandeln
zu können.
Ohne Eisen
Schwerere Verletzungen kann
man vermeiden, indem man die
Pferde ohne Eisen gemeinsam
auf die Weide stellt. Zumindest
sollten sie hinten
keine Eisen haben:
Ein Tritt mit Eisen erhöht
das Verletzungsrisiko erheblich.
Erfahrungsgemäß
hat man auch mehr
Ruhe in einer Herde,
wenn man die Möglichkeit
hat, eine Stutenherde
und eine Wallachherde
zusammenzustellen.
Wichtig ist nur, dass
man sie gleich alle zusammen
rausstellt; dann wird die
Rangordnung in den nächsten
Stunden geklärt und es ist für den
Rest des Sommers im Großen
und Ganzen Ruhe auf der Weide.
Kommt nach Tagen oder Wochen
noch ein neues Mitglied
dazu, muss wieder alles neu geklärt
werden und es entsteht viel
Unruhe.
Kleine Verletzungen
Außerdem ist eine gerade Zahl
von Pferden für die Möglichkeit, Freundschaften zu schließen, immer
günstig. Ein Stallhalfter sollte
immer abgezogen werden; zu
groß ist die Gefahr, dass Pferde,
geplagt von Fliegen
oder Mücken, sich
einmal am Kopf kratzen
und mit dem Huf
im Halfter hängen
bleiben. Wenn dies
nicht rechtzeitig entdeckt
wird, kann das
für das Pferd lebensgefährliche
Folgen
haben. Ein Pferd, das
man schwer einfangen
kann, lässt sich
mit einem Strick in
der Hand genauso schlecht einfangen
wie mit Strick und Halfter
in der Hand.
Kleinere Verletzungen, wie zum
Beispiel Hautabschürfungen, die
nicht bluten, kann man mit Penatencreme
oder einer Zinksalbe
behandeln.
Blutige Abschürfungen
Sind diese Abschürfungen blutig,
sollte man sie auf jeden Fall,
mit einem Desinfektionsspray z.
B. Blauspray behandeln. Vorsicht
bei kleinen Verletzungen
am Bein: Sie können zu einem
Einschuss führen.( Stake Anschwellung
des Beines, die bei
ungenügender Behandlung nicht
mehr verschwindet). Unbedingt
den Tierarzt informieren!
Bei tiefern Verletzungen, dicken
Gelenken, oder tränendem, eitrigem
Auge ist immer der Tierarzt
anzurufen, genauso bei
Haut- beziehungsweise Fellveränderungen.
Diese können verschiedene
Ursachen haben: zum
Beispiel Milben, Pilz oder
Maucke.
Cornelia Bergmann |
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