 |
| Pferdegesundheit
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Pferdegesundheit |
 |
 |
Textversion:
Homöopathische und phytotherapeutische
Therapien bei Sommerekzem Die Haut ist das größte Organ bei
Mensch und Tier. Sie ist wegen
ihrer enormen Oberfläche und
ihrem direkten Kontakt mit der
Umwelt vielen Gefahren und
Schäden ausgesetzt. Die Haut ist
Spiegel des Wohlbefindens, des
Allgemeinbefindens und der Gesundheit
und reflektiert, wie kein
anderes Organ, Haltungs- und
Fütterungsschäden beim Tier.
Die genetische Disposition, das
Stoffwechselgeschehen, ein aus
dem Gleichgewicht gebrachter
Intestinal- und Digestionstrakt
mit gestörter Symbiose, sowie ein
saures Milieu mit einem Ungleichgewicht
des Säure-Basen-
Haushalts sind als kausale Ursachen
für die Überreaktion des Immunsystems
anzusehen und finden
ihre Ursache in der Fütterung
und Haltung unserer Pferde. Das
Immunsystem unseres Pferdes
stellt ein komplexes System dar
und spielt die zentrale Rolle in
der Pferdegesundheit. Es besitzt
die Intelligenz, unmittelbar zu
reagieren, zu lernen und zu kommunizieren
und besteht aus mehreren
Billionen Zellen. Selbst
kleinste Veränderungen im Pferdeorganismus
werden sofort entdeckt,
weil die unterschiedlichen
Bausteine alle miteinander vernetzt
sind. Der Zustand des Immunsystems
entscheidet, ob das
Pferd krank oder gesund ist. Schädigungen
erfährt das Immunsystem
eines gesunden Pferdes beispielsweise
durch falsche Haltung
und Fütterung, durch psychische
Belastungen, Überforderungen,
Stress, Umweltgifte und
körpereigene Gifte.
Da über 80 % der Immunzellen
im Darmraum angesiedelt sind,
liegt hier der Schlüssel zur Überreaktion
(= Allergie) des Immunsystems.
Allergene werden überwiegend
durch den Darm ausgeschieden
und abgebaut. Ist der
Abbau der Allergene durch Störungen
im Darmtrakt nicht mehr in vollem Umfange möglich,
übernimmt die Haut des Pferdes
teilweise diese Aufgabe.
Störungen der Symbiose (Lebensgemeinschaft
der Darmbakterien)
und Ungleichgewichte
im Darmraum können bereits
bei heranwachsenden Pferden
entstehen (z.B. durch die Verfütterung
zu großer Mengen Protein).
Diesen Proteinüberschuss
kann das Magen-Darm-System
nicht gänzlich abbauen, was zu
einer Veränderung der Balance
zugunsten einer vermehrten Ansiedlung
von Hefen und Pilzen
führt und damit zu einer Dysbiose
und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte.
Das Sommerekzem ist eine Allergieform
des sogenannten Soforttyps
(atopische Reaktion). Das
Immunsystem reagiert also
"über": Es liegt eine übersteuerte/
überreagierende Immunabwehr
vor, was im Umkehrschluss
bedeutet: Eine Therapie darf weder
auf das Immunsystem stimulierend
wirken noch Abwehr
und Immunsystem steigern!
Hartnäckig hält sich die Meinung,
dass dem Sommerekzem eine
mangelhafte Immunabwehr zugrunde
liegt und die Therapie auf
die Verbesserung des Immunsystems
gerichtet sein sollte! Diese
Meinung ist absolut kontraproduktiv
und verschlimmert die allergische
Reaktion des betroffenen
Pferdes noch.
Eine Therapie muss auf eine Regulation
der überschießenden
Reaktion des Immunsystems abzielen.
Auf den Darmraum und
hiermit also über 80% der Immunzellen
hat selbstverständlich
die Ernähung den größten Einfluss.
Daher ist die Grundvoraussetzung
einer erfolgreichen
Therapie, die Ernährung eines
disponierten oder erkrankten
Pferdes so optimal wie nur möglich
zu gestalten.
Eine bedarfsgerechte Ernährung
ist die Grundvoraussetzung jeder
erfolgreichen Therapie des
Sommerekzems. Hier muss also
in jedem Fall der Grundstock des
therapeutischen Eingreifens gelegt
werden. Ohne Beachtung einer
optimalen Nährstoffzuführung
wird jede Therapie zum
Scheitern verurteilt sein: Fütterungsbedingte
Prädispositionen
sind: Vitamin-, Mineralstoff-,
Spurenelementüber- bzw. Unterversorgung,
Imbalancen im
Nährstoffhaushalt, Rohfasermangel,
Eiweiß-/Energieüberversorgung.
Bekannt ist, dass ein Überangebot
an Protein und Energie sowie
ein nicht ausgeglichenes
Verhältnis stark zum Allergiegeschehen
beiträgt. Dies umso
mehr, wenn nicht ausreichend
Rohfaser zugeführt wird. Die
Ernährung eines Pferdes mit
Sommerekzem sollte in erster
Linie bedarfsgerecht – nicht
übermäßig – eher restriktiv und
unbedingt naturbelassen sein.
Vitamine, Mineralstoffe und
Spurenelemente sollten in für
das Pferd optimal verwertbarer
Form (getrocknete Kräutermischungen)
ausreichend zugeführt
werden.
Mineralien wirken im Organismus
basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände
aus und tragen
zu einem ausgeglichenen
Säuren-Basen-Haushalt bei.
Ein unausgewogener Säure-Basen-
Haushalt ist Ursache vieler
Erkrankungen und Mitverursacher,
wenn nicht gar Verursacher,
des Sommerekzems.
Schädlich zu beurteilen sind
Mangelerscheinungen, Überschüsse
und Imbalancen. So begünstigt
ein Mangel an Calcium
Hautveränderungen ebenso wie
ein Calciumüberschuss. Calcium
konkurriert im Darm mit Kupfer,
Zink und Selen um die Aufnahme
in den Organismus. Kupfer
und Zinkmangel sind direkte
Verursacher von Hautproblemen
und Juckreiz. Kleie (große
Anteile finden sich in Fertigmash)
vermindern die Aufnahme von
Calcium, Kupfer, Zink und Selen,
so ist hier bei täglicher Fütterung
ein Mangel bereits vorprogrammiert.
Ein Überschuss an
Selen, welcher, da Selen ein Spurenelement
ist, schon bei geringster
Überdosierung eintreten kann,
führt zu chronischen bzw. akuten
Vergiftungserscheinungen
bis hin zum sogenannten "Ausschuhen",
welches in der Regel
den Verlust des Pferdes bedeutet.
Immer wieder wird darüber
berichtet, dass synthetisches
Zink, Selen und Kupfer bei Sommerekzemern zugefüttert werden
sollte: Da ein Überschuss dieser
Spurenelemente unbedingt
vermieden werden muss, da
ernsthafte Schädigungen des
Pferdeorganismus und Vergiftungen
eintreten können, sollte
vor Zufütterung dieser Spurenelemente
eine Blutuntersuchung
durchgeführt werden.
Besteht ein Mangel, steht der Fütterung
– nach Absprache mit dem
Tierarzt bezüglich der Dosierung
– nichts im Wege. Besteht kein
Mangel, ist von der Fütterung
dringend abzuraten! Jedoch sollte
auch bei Mangelerscheinungen
Wert auf eine natürliche Zufuhr
dieser Spurenelemente gelegt
werden, da diese besser verwertet
werden können.
Zwingend zu vermeiden ist ein
Überschuss an Protein. Die Ernährung
sollte eher restriktiv sein
und unser Sommerekzemer nicht
zu dick!
Das Calzium-Phosphor-Verhältnis
sollte bei ca. 2:1 liegen und
das Verhältnis Energie zu Protein
bei ca. 1:5. Entscheidend bei
einer Proteinüberversorgung,
welche bei der allgemein praktizierten
Fütterung die Regel ist,
ist das Verhältnis Energie zu Protein.
Ein Pferd toleriert eine stark
überhöhte Proteinzufuhr, wenn
die Energie im richtigen Verhältnis
bereitgestellt wird.
Hüten sollte man sich, dem Sommerekzemer
ständig wechselnde
oder auch gleichzeitig mehrere
Ergänzungs- u. Zusatzfuttermittel
zu füttern, da diese
zwangsläufig zu Fehlversorgungen
führen.
Gute Erfahrungen machten wir
mit der ganzjährigen Zufütterung
getrockneter Kräutermischungen.
Hier sollte man Kräuter
wählen, die eine entgiftende,
blutreinigende und Stoffwechsel
unterstützende Wirkung haben.
Nicht zuletzt, da erhöhte Leberwerte,
welche bei Allergikern
häufig anzutreffen sind, den gesamten
Stoffwechsel beeinträchtigen
und die Allergiebereitschaft
fördern. Gerade das "Naturtier
Pferd" hat Probleme, das stetig
steigende Maß an Toxinen, welche
durch die synthetische Fertigfütterung
mit ihren zahlreichen
Zusatzstoffen ebenso wie
unseren leichtfertigen Umgang
mit Giftstoffen unterschiedlicher
Art (Dünger, Unkrautbekämpfung,
Umweltfaktoren, Abgasen
usw.) verursacht wird, zu verstoffwechseln.
Ein Vorteil der ganzjährigen
Kräuterfütterung liegt darin, dass
Kräuter vom Pferdedarm optimal
verwertet werden, viele Spurenelemente,
Vitamine, Mineralstoffe,
Kieselsäure, Biotin und sekundäre
Pflanzenstoffe enthalten,
kurzum: Unser Pferd
ganzjährig optimal und ohne die
Gefahr von Überschüssen sowie
Mangelerscheinungen mit essentiellen
Nährstoffen versorgen!
Eine ausgewogene Fütterung ist
Voraussetzung für einen funktionierenden
Stoffwechsel, ein
gesundes und intaktes Darmmilieu
sowie ein ausgewogenes Säure-
Basen-Verhältnis. Da die ersten
Resultate einer ausgewogenen
Fütterung in der Regel mindestens
3dreiMonate benötigen,
wäre es zu spät, mit dieser erst
während der "Ekzemsaison" zu
beginnen. Diese sollte – zugunsten
der gesamten Pferdegesundheit
– dauerhaft und ganzjährig
praktiziert werden!
Eine gute Möglichkeit zum lokalen
Schutz der betroffenen
Pferde vor Insekten sind Ekzemerdecken.
Da diese stark beansprucht
werden und über die
gesamte "Saison" getragen werden
müssen, ist hier auf einwandfreie
Qualität zu achten,
denn nur diese kann sich rechnen!
Ekzemerdecken sollten jedoch
nicht als alleiniges Mittel
der Wahl, sondern als äußerlicher
Schutz, verstanden werden.
Zumindest die Optimierung der
Fütterung und Haltung sollte –
mit oder ohne Decke – selbstverständlich
sein.
Therapiemöglichkeiten
Weder der alleinige Einsatz von
Kräutern und Ergänzungsfuttermitteln,
noch die alleinige lokale
Behandlung der betroffenen
Hautbezirke und schon gar nicht
die in der Praxis leider immer
noch viel zu oft praktizierte und
als erstes Mittel der Wahl eingesetzte
Kortikoidtherapie (Unterdrückung
bzw. Verlagerung des
Symptomenkomplexes, teilweise
verheerende Nebenwirkungen,
wie z. B. Hufrehe) können
als wirksame Therapie angesehen
werden.
Weder in der Schulmedizin noch
in der alternativen Tierheilkunde
existiert eine nachweislich bei
allen erkrankten Pferden erfolgreiche
Behandlung durch ein einzusetzendes
Mittel, da diese eine
Standardmedikation nach
dem "Schema F" darstellen müsste,
welche zumindest bisher nicht
möglich ist, da Prädisposition
und individuelle Erkrankungsgeschichte
bei Allergien zu verschieden
sind, als dass hier ein
Mittel das Mittel der Wahl darstellen
könnte (vergleichbar mit
der Neurodermitis des Menschen).
Es gibt jedoch verschiedene naturheilkundliche
Mittel, welche sich in der Therapie vieler Pferde
sehr gut bewährt haben:
In der Homöopathie:
Cardiospermum (Herzsame) als
Basismittel zur Behandlung des
Sommerekzems, als Antiallergikum,
innerlich und äußerlich anzuwenden,
bei unwiderstehlichem
Juckreiz und Allergie,
Apis (Honigbiene) als Basistherapeutikum
einer Allergie auf Insektenstiche,
Sulfur (gereinigter
Schwefel) mit den Modalitäten:
Verschlimmerung: morgens, vormittags,
bei Wetterwechsel, beim
Waschen, bei Kälte und Nässe,
besser bei: trockenem, warmem
Wetter und an frischer Luft,
Ledum (Sumpfporst)mit den Modalitäten:
Verschlimmerung bei
Wärme, Verbesserung bei Kälte
und durch kühle Umschläge,
In der Homotoxikologie:
Traumeel Tropfen/ Tabletten/
Ampullen zur Förderung der
Wundheilung sowie auch lokal
als Salbe der Firma Heel, Ubichinon
Compositum Ampullen
der Firma Heel, Cutis Compositum
Ampullen der Firma Heel
sowie Alleosal Ampullen der Firma
Weravet (bei Alleosal wurde
die beste Wirkung in Verbindung
mit Sulfur C 30 festgestellt).
In der Isopathie:
Firma Sanum Kehlbeck/Mastavit:
Citrokehl, Vetokehl Not,
Fortakehl, Pefrakehl im Wechsel
mit Vetokehl Sub, Vetokehl Muc
und Vetokehl Nig.
Das Standardmittel gibt es leider
nicht, die zu verabreichenden naturheilkundlichen
Mittel müssen
zwingend speziell auf das jeweilige
Pferd abgestimmt werden,
da jede Erkrankung ganzheitlich
und individuell zu betrachten
ist und ihr somit unterschiedliche
kausale Ursachen zugrunde
liegen können.
Phytotherapie:
In der Pflanzenheilkunde setzen
wir Stoffwechsel fördernde,
entgiftende, Durchblutung
fördernde, Entzündung hemmende
und Ausscheidung fördernde
Kräuter ein: beispielsweise
Löwenzahn, Brennessel,
Goldrute, Gingko, Ackerschachtelhalm,
Weidenrinde und Birkenblätter.
Kräuter bieten über diese positiven
Eigenschaften speziell bei
Sommerekzem der oben
genannten Kräuter viele Mineralstoffe
und Spurenelemente
(Kalium, Calcium, Phosphor,
Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer,
Zink, Mangan, Selen,
Schwefel etc.). Die bedarfsgerechte
Versorgung mit Mineralien
fördert, unterstützt und aktiviert
den gesamten Stoffwechsel
unserer Tiere.
Mineralien wirken im Organismus
basisch.
Sie gleichen Übersäuerungszustände
aus und tragen zu einem
ausgeglichenen Säuren-Basen-
Haushalt bei. Ein unausgewogener
Säure-Basen-Haushalt ist Ursache
vieler Erkrankungen. Bei
der Entgiftung neutralisieren und
helfen Mineralien, das körpereigene
Schutzsystem aufzubauen
und im Gleichgewicht zu halten.
Auch enthalten Kräuter viele Vitamine,
so hat Vitamin C eine
ausgeprägte Radikalfängerfunktion,
gilt als natürliches Antioxidant
und stärkt die Abwehr.
Carotin und Vitamin A unterstützen
den so wichtigen Zellstoffwechsel. Die Kieselsäure
ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff
für die schnell wachsenden
Zellen der Haut, des Fells
und der Hufe.
Kräuter enthalten darüber hinaus
Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe,
ätherische Öle, Schleimstoffe
und Chlorophyll. Auch versorgen
Kräuter unsere Pferde und
Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen.
Mikronährstoffe
sind für die physiologischen
Funktionen einzelner Organe
und Organsysteme unerlässlich.
Während den sogenannten Makronährstoffen
schon in der Vergangenheit
viel Bedeutung zugemessen
wurde und deren Gehalt
in Futtermitteln geregelt ist,
gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe
nicht. Eine spezielle
Kräutermischung, welche bedenkenlos
allen Pferden gefüttert
werden kann, ist die Allergosan-
Kräutermischung, welche
als Ergänzungsfuttermittel ganzjährig
in der Fütterung eingesetzt
wird und speziell für Sommerekzemer
entwickelt wurde.
Infos:
www.tierheilkundezentrum.de
Zur unspezifischen Stärkung des
Verdauungssystems lässt sich
über die Fütterung auch Ingwer
(www.pferdeglueck.de) ganzjährig
mit Erfolg einsetzen!
Allgemeines zur
Therapie:
Nach ausführlicher Anamnese
sollte bei Bedarf einerseits eine
individuelle Therapie eingeleitet
werden, welche sämtliche
Prädispositionen berücksichtigt
und nicht auf Unterdrückung
der Symptome abzielt, andererseits
unter dem Aspekt der
Ganzheitlichkeit Haltung, Fütterung,
Bewegung, Sozialfaktoren
und Pflegemaßnahmen
überprüft und auf die Erkrankung
abgestimmt optimiert
werden. In diesem Zusammenhang
kann der Einsatz von Kräutern,
Homöopathika und weiteren,
naturgemäßen Therapien,
wenn man diese einzusetzen
versteht, wertvolle Dienste leisten
und im günstigsten Fall eine
Symptomfreiheit bewirken.
Jedoch ist es falsch, anzunehmen,
nach dem Motto "Viel hilft
viel!" vorzugehen, bzw. wahllos
Kräuter und Homöopathika
– womöglich in Verbindung mit
Kortison – einzusetzen, da hier
gravierende Fehler und Verschlechterungen
der Symptomatik
vorprogrammiert sind.
Hüten sollte man sich ebenfalls,
Mittel zur Stimulation des Immunystems
(z.B. Echinacea) bei
Sommerekzem einzusetzen, da
eine Allergie eine Überreaktion
des Immunsystems ausdrückt, –
im Umkehrschluss also keine
noch so geartete Stimulation des
Immunsystems stattfinden darf,
da hierdurch eine Verschlechterung
der Symptomatik zwangsläufig
eintreten muss. Auch die
allgemeine Erfahrung, dass mit
zunehmenden Lebensjahren das
Sommerekzem jährlich stärker
in Erscheinung tritt, bevor im Alter
das Immunsystem durch allgemeine
Alterungsprozesse
schwächer wird und so auch der
Symptomkomplex des Sommerekzemers
schwächer wird, lässt
den Schluss zu, dass eine Stärkung
des Immunsystems kontraproduktiv
wirkt. Gerade beim
komplexen Thema Sommerekzem
sollte ganzheitlich therapiert
werden, was weiterhin eine
lokale Therapie der betroffenen
Hautbezirke mit einschließt.
Diese sollten mit individuell
zu ermittelnden Wundheilung
fördernden oder/und
insektizid und zwingend Juckreiz
stillend wirkenden Produkten
regelmäßig behandelt werden
(lokal einzusetzende empfehlenswerte
Produkte finden
Sie z. B. bei
www.allgäuer-kräuterhaus.de,
www.tierheilkundezentrum.de)
Mittlerweile gibt es zahlreiche
lokal und innerlich einzusetzende
Mittel, welche völlig nebenwirkungsfrei
und unschädlich
für Pferde sind. Die Kunst
einer erfolgreichen Therapie beschränkt
sich jedoch darauf, die
für unser Pferd passenden Mittel
ausfindig zu machen, da das
Angebot und die Empfehlungen
unüberschaubar sind. Jedes
Pferd ist ein Individium, was
uns vor die Aufgabe stellt, eben
für dieses eine Pferd eine spezifische,
homöopathische, isopathische,
homotoxikologische
und ergänzend lokale Therapie
zu wählen. Da den homöopathischen
Therapien der Gedanke
zugrunde liegt, dass der Gesunde
die Symptomatiken einer
Erkrankung entwickelt, welche
den Kranken dieser Symptomatiken
befreien, sollte ein therapeutisches
Eingreifen immer
den Menschen vorbehalten bleiben,
die sich damit auskennen,
denn ein wahlloses "Rumprobieren"
verschiedenster Mittel
schädigt unser – eh schon leidendes
Pferd nur noch mehr.
Voraussetzung jeder erfolgreichen
Therapie ist jedoch eine auf
die Allergiebereitschaft abgestellte
Fütterung und Haltung.
Selbst wenn es uns nicht möglich
ist, sämtliche hier und in der
letzten Pferdeanzeiger-Ausgabe
genannten Empfehlungen in die
Praxis umzusetzen, weil man
hierauf vielleicht keinen Einfluss
hat, so ist es grundsätzlich möglich,
Optimierungen – wenn auch
nur zum Teil – vorzunehmen und
hiermit unserem Ekzemer das
Leben zu erleichtern und die
Lebensqualität zu erhöhen.
Zentrum für ganzheitliche
Tierheilkunde
Diplom-Tierheilpraktikerin Claudia
Nehls
www.tierheilkundezentrum.de,
E-Mail:
tierheilpraxis1@t-online.de
Tel. 05648/963335 ab 18.00 Uhr,
tagsüber: 0173/5157633,
Fax: 05648/963334 |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Reitsportanlagen, Spiel & Spaß, Turniersport aktuell, Turniersport aktuell, Turniersport aktuell |
 |
| zurück |
 |
|
|