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| Pferdegesundheit
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Textversion:
Prophylaxe und Therapie von Hufproblemen Massive Einschränkungen der
Beweglichkeit und des Arbeitseinsatzes
unserer Pferde
werden zunehmend durch minderwertige
Hufhornqualität sowie
fehlendes Hufhornwachstum
verursacht. Die Ursachen
dieser Hufprobleme finden sich
primär in nicht bedarfsgerechter
Fütterung, sekundär in negativen
Haltungseinflüssen, falscher
Hufpflege sowie Hufkorrektur
und Hufbeschlag.
Eine kurze Zusammenfassung
zu Anatomie und
Aufbau der Hufe
Äußerlich sehen wir die Hornkapsel,
deren Anteile in Hufsaum,
Hufkrone, Hufwand, Hufsohle,
Hufstrahl und Hufballen
unterschieden werden. Die Hufwand
teilt sich in Vorderwand,
Seitenwand und Trachtenwand.
Nicht sichtbar, da unter der
Hornkapsel liegend, ist die Huflederhaut,
welche die Hornkapsel
von innen her versorgt. Die
Lederhaut bildet ständig neues
Hufhorn und ist reichlich mit
Blutgefäßen und Nerven ausgestattet,
was im Umkehrschluss
auch die starken Schmerzen eines
Pferdes mit Hufrehe bzw.
Huflederhautentzündung erklärt
sowie auch die Folgen einer
Hufrehe auf das neu zu bildende
Hufhorn. Die Lederhaut
unterteilt man in Saum-, Kron-,
Sohlen-, Strahl- und Ballenlederhaut.
Sie besteht aus vielen,
unterschiedlich langen Zotten
und Blättchen. So wird die Oberfläche
der versorgenden Lederhaut
vergrößert und die Lederhaut
fest mit der Hornkapsel verankert.
Unter den knöchernden Anteilen
des Hufes verstehen wir das
Hufbein, das Strahlbein, über das
die Sehnen zum Hufbein geführt
werden, sowie der untere, von
der Hornkapsel umschlossene
Anteil des Kronbeins. Weiterhin
gehören noch Hufknorpel, Bänder
und Sehnen sowie der Hufrollenschleimbeutel
zum Huf.
Im Bereich des Saumes bildet die
Knochen- bzw. Knorpelhaut, der
Krone, des Strahles und des
Ballens, durch die Einlagerung
von Fett und Bindegewebe Polster
und Kissen, die Stöße abfangen.
In der Regel beträgt das
monatliche Hufhornwachstum
etwa 9 mm.
Ernährung
Stabiles, wiederstandsfähiges
und gesundes Hufhorn lässt sich
in erster Linie auf eine optimale
Ernährung des Pferdes zurückführen.
Bekommt der Pferdeorganismus
alle essentiellen Nährstoffe
in gut verfügbarer Form
zugeführt, ist der Grundstein für
eine gute Substanz des Hufhorns
gelegt.
Wichtig in diesem Zusammenhang
ist vor allem die Zuführung
von natürlichen – und damit optimal
verwertbaren - Mineralstoffen,
Vitaminen und Spurenelementen
sowie qualitativem
Rauhfutter, welche verantwortlich
für eine gute Darmflora, eine
Darmsymbiose und ein ausgeglichenes
Säure-Basen-Verhältnis
sind. Ein Überschuss sowie
auch ein Mangel sind unbedingt
zu vermeiden. So führt beispielsweise
ein Überschuss des
Spurenelements Selen zu ernsthaften
Huferkrankungen, wie beispielsweise
einer Kronrandentzündung,
deren schlimmste Form
der Verlust der Hornkapsel, demnach
das Ausschuhen, darstellt.
Andererseits führt ein Mangel an
essentiellen Mineralstoffen und
Spurenelementen ebenso zu
ernsthaften Hufproblemen, welche
sich meist in minderwertiger
Hufhornqualität zeigen.
Beste prophylaktische Maßnahme
ist eine sinnvolle Zuführung
naturgemäßer Mineralstoffe und
Spurenelemente sowie Vitamine
in Form von reinen Kräutermischungen.
Bekommt der Pferdedarm
zusätzlich die nötige Portion
an qualitativem Rauhfutter
ist im Wege der Ernährung bereits
die beste Vorbeugung vor
Hufproblemen/Erkrankungen
sowie auch der wichtigste Schritt
zur Regulation vollbracht. Als
natürliche Hilfe machten wir beste
Erfahrungen mit dem Einsatz
der Biologischen Hufkur. Das
flüssige Ergänzungsfuttermittel aus Pflanzen hat sich besonders
zur Förderung und Unterstützung
eines stark beschleunigten
und gesunden Hufhornwachstums
bewährt. Durchblutung,
Entgiftung, Stoffwechsel und Abwehr
werden unterstützt und ermöglichen
die Bildung von kräftigem,
festem, gut wachsendem
Hufhorn.
Die Biologische Hufkur ist eine
wertvolle Hilfe bei Hufproblemen,
deren Ursache kausal in einem
zu langsamen Hufhornwachstum
oder rissigen, brüchigen
und weichen Hufen zu finden
ist. Die Biologische Hufkur
ist kein Wundermittel, jedoch ist
sie in Verbindung mit einer bedarfsgerechten
Fütterung, artgerechten
Haltung und kompetenten
Hufpflege und Hufkorrektur
in der Lage, Hufprobleme
dauerhaft zu beseitigen. Defizite
der Fütterung - hier vor allem
der Überschuss bestimmter
Nährstoffe - können auch als
primäre Ursache der Hufrehe als
sicher angenommen werden. Ursachen
und Symptome der Hufrehe
berücksichtigt das speziell
entwickelte Ergänzungsfuttermittel
Rehe-Ex.
Rehe-Ex kann in der Fütterung
des ernährungsbedingt an Hufrehe
erkrankten Pferdes als sinnvolle
Hilfe therapiebegleitend
eingesetzt werden. Bei akuter
Hufrehe machten wir beste Erfahrungen
mit der Kombination
von Biologischer Hufkur und der
getrockneten Kräutermischung
in DAB-Qualität Rehe-Ex. Zur
Vorbeugung erneuter Reheschübe
mit der ganzjährigen Fütterung
von Rehe-Ex sowie dem
zusätzlichen Einsatz der Biologischen
Hufkur im Frühjahr und
Herbst. Beide Produkte habe ich
aus meiner praktischen Erfahrung
als Tierheilpraktikerin heraus
entwickelt und sind bei mir
erhältlich (nähere Informationen
siehe unten).
Haltung
Des Weiteren ist die Haltung ein
entscheidender Faktor für ein
gesundes und widerstandsfähiges
Hufhorn sowie auch die
Vermeidung von ernsthaften
Hufproblemen und Huferkrankungen.
Soweit wie nur eben
möglich sollte diese an die Natur
des Pferdes bzw. ihrer wildlebenden
Vorfahren angelehnt
werden.
Eine 24-Stunden-Weidehaltung
während der Sommerzeit birgt
beispielsweise den Vorteil, dass
der Huf durch den morgendlichen
Tau gewässert wird und
ein natürlicher Abrieb des Hufhorns
durch viel Bewegung –
möglichst auf weitläufigen
Flächen – erfolgt. Durch ausreichende
Bewegung wird über
den Hufmechanismus die
Durchblutung der Lederhaut gefördert
und somit eine gute Versorgung
des Hufes. Bei der Stallhaltung
entstehen Probleme
durch die Ammoniakbelastung
in der Einstreu, welche naturgemäß
stark von der praktizierten
Hygiene abhängt. Besonders
deutlich wird die Problematik
bei der so genannten "Mattenhaltung",
in der die Pferde den
ganzen Winter buchstäblich in
ihrem eigenen Mist stehen.
Bei dieser Form sind Strahlfäule
und andere Fäulnisprozesse
des Hufes vorprogrammiert. Bei
Stallhaltung sollte unbedingt darauf
geachtet werden, dass die
Pferde so weit wie nur eben möglich
"trocken" stehen. Auch das
Einstreumaterial ist entscheidend:
Sägespäne stehen in Verdacht,
das Hufhorn zu sehr auszutrocknen,
von daher ist Stroh
die bessere Alternative.
Pflegemaßnahmen
Der Wasseranteil des Horns sollte
optimal gehalten werden: Zu
feuchte Hufe werden weich und
brüchig, zu trockene Hufe werden
hart, spröde und brechen
aus. Die Pflege des Hufhorns ist
je nach Haltungsbedingung recht
unterschiedlich: Grundsätzlich
sollten die Hufe täglich kontrolliert
und ausgekratzt werden, damit
beispielsweise verklemmte
Steine, welche oftmals zu Hufgeschwüren
führen, entfernt
werden können und andere
Fremdkörper unmittelbar entdeckt
werden. Auch ein Nageltritt,
eine Verletzung oder ein
fehlendes Hufeisen wird auf diese
Weise schnell entdeckt und
führt somit nicht zu Folgeschäden
derart, als würden diese erst
beim Lahmen des Pferdes entdeckt
werden. Bei einer 24-Stunden-
Weidehaltung kann im
Grunde gänzlich auf eine zusätzliche
Pflege verzichtet werden.
Das feuchte Gras des Morgentaus
bzw. Regens zieht in die
Hufe ein und sorgt für einen ausgeglichenen
Feuchtigkeitshaushalt
des Hufes. Einzige Ausnahme
wäre eine zu große Trockenheit
der Hufe bei extrem heißen
und lange andauernden Außentemperaturen.
In diesem Fall sollten
die Hufe während dieser Zeit
regelmäßig gewässert werden
(mindestens 5 Minuten pro Huf).
Bei reiner Stallhaltung ist die Hufpflege
schon etwas aufwendiger:
Hier sollte täglich gewässert werden,
um den Feuchtigkeitshaushalt
des Hufhornes aufzufüllen.
Bei Fäulnisprozessen muss sofort
mit desinfizierenden Mitteln
gearbeitet werden. Empfehlenswert
sind auch Hufbalsame, welche
das Hufhorn nicht gänzlich
"von der Außenwelt trennen",
das heißt, welche gut einziehen
und Wasser in das Horn weiterhin
einziehen lassen. Huffette
und Öle haben den Nachteil, weder
Wasser verdunsten zu lassen
noch aufzunehmen.
Deshalb ist bei dessen Einsatz
anzuraten, die Hufe vorher gut
zu wässern und erst anschließend
einzuölen bzw. zu
fetten. Bei zu weichen Hufen ist
gegenteilig zu verfahren. Beim
Einsatz von Fetten, Ölen und
Hufbalsamen sollte also unbedingt
der individuell anzustrebende
Effekt bedacht werden,
damit man nicht das Gegenteil
dessen erreicht, was erreicht werden
soll!
Hufkorrektur/
Hufbeschlag
In regelmäßigen Abständen, das
heißt alle 6 – 8 Wochen, sollte ein
Termin mit einem Hufschmied/
Hufpfleger vereinbart werden zur Inaugenscheinnahme, eventuellen
Korrektur bzw. neuem
Hufbeschlag. Hierbei spielt es
keine Rolle, ob unser Pferd barfuß
läuft oder beschlagen ist!
Die Kunst der Huffachleute liegt
darin, eine Hufbalance zu erreichen.
Der Indikator, dass hier ein
wirklicher Fachmann am Pferd
ist, sollte immer unser Pferd sein.
Der Hufschmied bzw. Hufpfleger
sollte das Pferd in seiner individuellen
Bandbreite, seinem
Bewegungsmuster, seiner genetisch
vorgegebenen Stellung so
gut wie möglich unterstützen
und nicht versuchen, eine eventuelle
Fehlstellung mit Radikalmaßnahmen
zu bekämpfen. Leider
wird dies häufig praktiziert
mit dem Ergebnis, dass das betroffene
Pferd nach dem Schmiedetermin
schlechter läuft als vorher;
dies darf nicht der Fall sein!
Der Schmied sollte korrigierend
eingreifen und nur das überständige
Hufhorn entfernen, ein "Radikalschnitt"
führt bei allen Pferden
dazu, dass sie extrem fühlig
werden und nicht selten führt ein
zu massives Korrigieren zu einer
Huflederhautentzündung. Vergessen
werden sollte nicht, dass
das Pferd eine gewisse Hufhornsubstanz
benötigt, um sich unbeschwert
fortbewegen zu können.
Wird die Sohle zu dünn, so
zwickt halt jeder Stein.
Fallbeispiele
Haflinger, 3 Jahre: Akute Hufrehe,
Therapie nach Absprache mit
dem Tierarzt naturheilkundlich.
Zusätzlich wurde die Biologische
Hufkur sowie Rehe-Ex gefüttert.
Nach 10 Tagen erfolgte
Symptomfreiheit ohne pathologische
Veränderungen. Nach
mittlerweile 7 Jahren ist kein erneuter
Reheschub aufgetreten.
Der Haflinger erhält als Ergänzungsfuttermittel
die Biologische
Hufkur sowie Rehe-Ex. Pony,26
Jahre: Massive akute Hufrehe,
tierärztliche Behandlung erfolglos,
Tierarzt riet zur Erlösung. Eine
Chance in Verbindung mit der
Fütterung der Biologischen Hufkur
und Rehe-Ex sollte das Pony
noch erhalten: Konstante Besserung;
nach wenigen Wochen
symptomfrei. Das Pony lebte
noch mehrere Jahre mit Biologischer
Hufkur und Rehe-Ex, jedoch
ohne Hufrehe-Schübe.
Quarter, 5 Jahre: Barhuf, fühlig,
kaum Hufhornwachstum, minderwertige
Hufhornqualität.
Nach Fütterung der Biologischen
Hufkur beschleunigtes Hufhornwachstum
und stark verbesserte
Hufhornqualität; seit
mittlerweile 6 Jahren mit Biologischer
Hufkur beschwerdefrei.
Andalusier, 11 Jahre: Hornspalten,
schlechtes Hornwachstum,
fühlig. Nach 6 Wochen Fütterung:
Gutes Wachstum, Hornspalten
wuchsen heraus, beschwerdefreies
Barhuflaufen
(Hufkur 2 x jährlich). Kaltblut, 6
Jahre:Beschlag mangels Hufhorn
nicht möglich, nach 6-wöchiger
Gabe der Biologischen Hufkur
konnte problemlos ein Hufbeschlag
erfolgen, da Hufhorn gut
nachgewachsen war. Fütterung
seither 2 x jährlich als Kur. Warmblut,
5 Jahre: Schlechtes Hufhornwachstum
sowie minderwertige
Hufhornqualität, Abriss
eines Eisens und Teilen der Hufwand,
erneuter Beschlag nicht
möglich. Nach 8-wöchiger Fütterung
erneuter Hufbeschlag.
Seither wird die Biologische Hufkur
2 x jährlich gefüttert und es
treten seit 3 Jahren keinerlei Probleme
mehr auf. Norweger, 10
Jahre: Seit dem 5. Lebensjahr massive
Hufprobleme: brüchiges,
weiches Hufhorn, geringes Hufhornwachstum.
Im Alter von 9
Jahren: Eisen- oder Klebehufschutz
mangels Hufhorn nicht
mehr durchführbar, massive
Huflederhautentzündung, Hufbrüche,
Hornspalten. Es folgte
eine Einhornklebung in Verbindung
mit Fütterung der Biologischen
Hufkur. Eine weitere Einhornklebung
erübrigte sich, das
Hufhorn wuchs sehr gut, beim
nächsten Schmiedetermin konnte
genagelt werden. Seither Fütterung
der Biologischen Hufkur! |
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