 |
| Turniersport
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Turniersport |
 |
 |
Textversion:
5. Young Neighbours Meeting - 16. bis 19. Juni 2005 in Neubeeren/Großbeeren Dawid Kubiak gewinnt
den Großen Preis
Schlau geritten und das nötige
Quentchen Glück gehabt. Die
Leistung von Dawid Kubiak und
seinen 15-jährigen Hengst Orkisz
im Großen Preis von Neubeeren
konnte sich sehen lassen.
Als letzter Teilnehmer lenkte der
18-Jährige Gymnasiast aus Warschau
seinen Braunen fehlerfrei
über den 470 Meter langen mit
elf Hindernissen bestückten SParcours
im Springstadion. "Das
vierte Paar im Stechen", tönte der
Lautsprecher. Zuvor hatten Lokalmatador
Erik Welling aus Rhinow
auf Lauriston, die hessische
Nachwuchsreiterin Svenja Wenzel
und Czardas und die Tschechin
Nikola Bielikova auf Alf fehlerfreie
Runden gezeigt. Insgesamt
3500 Zuschauer, darunter
über 1000 Schüler, schätzte Turnierchef
Dr Peter Danckert, hätte
das Young Neighbours Meeting
auf den Pferdehof Neubeeren
gelockt. Wenzel kam mit acht
Strafpunkten aus dem Stechparcours
und belegten Platz vier.
Welling, einziger Brandenburger
im Stechen um den Großen
Preis durfte nicht bummeln. "Ich
bin auf Zeit geritten, denn ich
wußte, nach mir kommen noch
zwei schnelle Reiter", kommentierte
der 18-jährige angehende
Pferdewirt. Welling und Lauriston
kassierten in 41,17 Sekunden
jedoch einen Abwurf und
belegten Platz drei. Nikola Bielikova
und Alf bleiben im Stechen
fehlerfrei, leisteten sich jedoch
den einen oder anderen
Milllionärsbogen. Dawid Kubiak
fand den kürzesten Weg durch
den Stangenwald.
Doch beim überbauten Graben
schien das Publikum den Atem
anzuhalten. War der Bogen doch
zu eng? Nein! Orkisz zog die Beine
noch etwas dichter unter den
Bauch und segelte samt Reiter
souverän über diese Klippe des
Parcours. Fehlerfrei in 43,26 Sekunden
lautete das Ergebnis für
den Siegesritt.
Dawid Kubiak holte sich bei seinen
ersten Auftritt beim Young
Neighbours Meeting seinen ersten
Sieg in Klasse S. Damit habe
Kubiak auf die Fahrkarte zur
Europameisterschaft in der Tasche,
versicherte der polnische
Coach.
Polen gewinnen den
Nationenpreis
Dawid Kubiak und Orkisz erzielten
im Nationenpreis das beste
Ergebnis für das polnische
Team. Ein Strafpunkt für zu
langsames Reiten stand auf dem
Konto. Kubiak, Jacek Mierzwinski
auf Argentinus, Lukas
Koza auf Savage und Michal Ziebiekci
auf Saragossa holten sich
mit neun Strafpunkten den Sieg
im Nationenpreis vor der Mannschaft
des Landesverbandes Hessen,
dem Team aus Tschechien
und den Mannschaften der Landesverbände
Hannover-Bremen,
Mecklenburg-Vorpommern und
Berlin-Brandenburg.
Gastgeber Brandenburg schaffte
auf den letzten Drücker den
Sprung in den zweiten Umlauf
der sechs besten Teams.
Eva-Maria Sprehe wiederholt
Vorjahreserfolg
Lange hatte Familie Sprehe in
Dinklage überlegt: Fahren wir
zum Young Neighbours Meeting
oder nicht? Zwischen Europameisterschaftssichtung
in Warendorf
und Landesmeisterschaft
im Heimatverband Weser-Ems.
"Mal sehen, wie Pferd und Reiterin
nach der Sichtung drauf
sind", Martin Sprehe, Vater und
Sponsor von Eva-Maria Sprehe
wollte sich vorher nicht festlegen.
Doch am Donnerstag kletterten
alle in den LKW und machten
sich auf von Dinklage nach
Neubeeren. Schließlich galt es
den Sieg in der Isabell-Werth-
Trophy zu verteidigen. Und es
klappte prompt. Die beiden Wertungsprüfungen
gewann die 21-
jährige Studentin im Sattel ihrer
Westfalen-Stute Ephedra. In der
S-Kür, dem Finale der zwölf Besten,
hatten Andrea Timpe aus
Westfalen und Welttender bereits
71,1 % erreicht. "Das ist nicht
einfach zu schlagen", Eva-Maria
Sprehe war auch nach der gelungenen
Kür noch skeptisch.
Beim ersten Räuspern des Lautsprechers
flitzte Martin Sprehe
aus der Halle. Auf keinen Fall
wollte er das Ergebnis der Tochter
verpassen. 75,35 % für den
letzten Ritt, schnarrte der Lautsprecher.
Und damit war das Projekt
Isabell-Werth-Trophy Nummer
zwei geglückt. Nach Verletzungspech
vor der 1. Euro-
Sichtung, der dadurch verpassten
Fahrkarte zur Europameisterschaft,
präsentierte sich die
ehemalige Europameisterin der
Ponyreiter und Landesmeisterin
aus Weser-Ems mit ihrer neunjährigen
Stute Ephedra in
Hochform.
Berlin-Brandenburgs Trainer Jochen
Vetters war mit der Leistung
seiner Jungen Reiterinnen
zufrieden. "Luisa Tessmann hat
sich sehr gut in Szene gesetzt",
urteilte der Coach. Tessmann
schaffte als einzige Reiterin des
gastgebenden Landesverbandes
den Sprung ins Kür-Finale der
Jungen Reiter um die Isabell-
Werth-Trophy. Für Sarah Schäfer
werde die kommende Saison
entscheidend sein, kommentierte
Vetters. Im Augenblick gelte
es, den verletzungsbedingten
Trainingsrückstand erst einmal
aufzuholen, so der Landestrainer
weiter.
Niederländerin ist beste
Juniorin
Die Junioren-Wertung der Isabell
Werth-Trophy wurde von
Desiree Senden aus den Niederlanden
und Nobless dominiert.
Die Amazone gewann alle drei
Wertungsprüfungen vor ihrer
Mannschaftskameradin Frances
Blomers auf Rosenthaler.
Bent Neergard
verabschiedet sich
als Richter
Der Däne Bent Neergard war
zum letzten Mal in Neubeeren,
als Richter. Der 70-Jährige tritt
mit Erreichen dieser von der FEI
festgelegten Altersgrenze als
Richter in internationalen Springprüfungen
ab. 30 Jahre war Neergard
auf den Turnierplätzen der
Welt unterwegs. Europa und Asien
kennt er so zusagen wie seine
Westentasche. In spätestens
fünf Jahren will der Pferdemann
aus Skandaborg nahe Aarhus
wieder beim Young Neighbours
Meeting in Neubeeren dabei sein.
Nicht als Richter sondern als
Coach für seinen Enkel.
A&O-Journalisten-Büro ,
Fotos: Torsten Jakubik |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Turniersport, Turniersport, Urlaub im Sattel, Veranstaltungen, Veranstaltungen, Veranstaltungen |
 |
| zurück |
 |
|
|