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Landesmeisterschaft Dressur- und
Springreiten im Reiterstadion - Fritze Koller behält die Nerven - Start-Ziel-Sieg für Kochskämper und Burfeind Favoriten sterben im letzten
Springen? Weit gefehlt! Bei den
Landesmeisterschaften der Dressur-
und Springreiter im Reiterstadion
Hannover-Vahrenheide
holte sich der Stadthäger Friedrich-
Wilhelm Koller den Titel
im Springreiten. Eher unauffällig
überließ Koller im Sattel von
Quinta im ersten Wertungsspringen,
einem S-Zeitspringen,
den Sieg noch der Konkurrenz
aus Harsum. Doch mit Platz vier
ging das Paar aus Stadthagen auf
Tuchfühlung mit der Spitze.
"Nach dem dummen Fehler musste
ich mich etwas beeilen", kommentierte
der 52-jährige. Drei Tage
gute Leistungen und ein "perfekt
angemessener Parcours"
machten es möglich. Koller und
Quinta war die Favoritenbürde
vor dem Finale nicht zu schwer.
Der Stadthäger holte sich den
Titel des Landesmeisters und
baute mit dem souveränen Sieg
im S-Springen mit Stechen den
Vorsprung auf zwölf Punkte aus
und verwies die Konkurrenten
Jens Klöppel (RFV Scheeßel) und
Jörg Peper (RV Harsefeld) auf
die Plätze. Das Turnier von RV
Hannover und Landesreiterverband
Hannover habe sich in den
letzten Jahren prächtig entwickelt
und sei auf dem richtigen Weg,
lobte Koller bei der Siegerehrung.
0,25 Strafpunkte kosteten Andrea
Behnsen (RFV Springe) und
Lady den Titel im so genannten
Bienenderby, der Landesmeisterschaft
der Springreiterinnen.
Ein Abwurf im S-Springen mit
Stechen und der verpasste Einzug
ins Stechen gingen auf das
Konto der Amazone aus Seelze.
Behnsens schärfste Konkurrentin
Nele Dralle (RFV Päse) verpasste auf Gremmy zwar ebenso
das Stechen, hatte jedoch einen
Viertel-Strafpunkt weniger
auf dem Konto. Das Ergebnis im
Finale zählt doppelt und somit
hatte Dralle die entscheidenden
3,5 Punkte mehr auf dem Meisterschaftskonto.
Behnsen belegte
Platz zwei vor Simone Smitz
(TG Schaumburg) auf Dublin. Die
Titelkämpfe des Landesverbandes
Hannover lockten etwa 8000
Zuschauer ins Reiterstadion. Sehenswerte
Ritte machten auch die
Dressurvierecke zum Publikumsmagneten.
Den furiosen
Auftritt von Kathrin Meyer zu
Strohen (RV Aller-Weser) im Sattel
von Viva Espania erlebten die
Zuschauer hautnah. Im Intermediare
I, der Finalprüfung der acht
besten Damen im Dressursattel,
gab es zwei Siegerinnen. Meyer
zu Strohen hatte mit ihrer gelungenen
Vorstellung gleichgezogen
mit Nicole Kochskämper (RG Klosterhof
Medingen) auf Polarzauber.
Platz zwei in der Meisterschaftswertung
lautete das Ergebnis
für Meyer zu
Strohen und ihre
Rappstute. Kochskämper
und Polarzauber
hatten sich jedoch
bereits in der 1. Wertungsprüfung
mit knapp 20 Punkten
von der Konkurrenz abgesetzt.
Dieser Vorsprung ließ sich trotz
mutiger Vorstellungen der Dressur-
Lektionen nicht mehr einholen:
Kochskämper holte sich den
Titel vor Meyer zu Strohen und
Leonie Bramall (RFV Isernhagen)
auf Boticello. Kein Zweifel Hartwig
Burfeind dominierte die Konkurrenz
der Herren auf dem Dressurviereck.
Im Sattel von Lanthana
holte sich Burfeind den Sieg
in allen Wertungsprüfungen.
Überraschend auf Platz zwei fanden
sich Jan-Dierk Gießelmann
(RV Wagenfeld) und Platini wieder.
"Wir haben nur eine Außenseiter-
Chance", war sich der 21-
Jährige im Vorfeld der Titelkämpfe
sicher. Doch die Premiere
in den Reihen der Senioren
klappte bestens und endete mit
Platz mit Platz zwei auf dem Meisterpodest
vor dem Verdener Jörn
Kubelke auf Bramate. 1,3 Punkte
fehlten dem Schillerslager Andre
Hecker und seinem Fuchswallach
Watch Me zum Sprung
aufs Meistertreppchen. Nach drei
S-Dressuren musste sich der Tierarzt
Jörn Kubelke auf Bramante
geschlagen geben. Mannschaftsolympiasiegerin
Heike
Kemmer hatte den Dressurreiter
genau beobachtet. "Mensch
Hecker, das war ja richtig gut."
Kemmer war mit der Leistung ihres
Schützlings zufrieden und genoss
die Tage im Reiterstadion,
bevor es ins EM-Trainingslager
geht. Die Landesstandarte bleibt
beim Kreisreiterverband Hannover.
Bei den Landesmeisterschaften
im Reiterstadion Hannover
war das Team von Susanne
Leinemann erneut erfolgreich
in diesem aus L-Springen, L-Dressur,
A-Geländeritt und A-Abteilungsreitern
betsehenden Wettkampf.
Mit der Note 8,5 gewannen
Enno Reinstorf (RFV Brelinger
Berg) auf Sambucus, Karl-
Hermann Alt (RFV Mandelsloh)
auf Marcolini, Susanne Nußhär
(RFV Springe) auf Acajou und
Frank Schewe (RFV Elze-Bennemühlen)
auf Rabina, Stephanie
Miserre (RFV Springe) auf Welwyn
und Iris Scheminowski (RFV
Vörie) auf Peter auch die letzte
Prüfung im Standartenwettkampf
der Kreisreiterverbände.
Text: A&O Journalisten-Büro
Fotos (3): Hans-Jürgen Rick |
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