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World Reining Trophy 2005 - Shawn Flarida ist neuer WRT Lawson Bronze Trophy Open Champion Gennaro Lendi gewinnt Non Pro Bronze Trophy
Zum zweiten Mal fand auf der Anlage von HorseAcademy in Mooslargue (FRA) die World Reining Trophy statt. Mit über USD 100 000,-- Preisgeld war dieses Turnier eines der höchstdotierten Westernreitturniere Europas und - wie Weltmeister Shawn Flarida sich ausdrückte - eine der "weltbesten Reining Shows". Als Richter waren Bob Mayhew (GBR), Sylvia Katschker (AUT) und Jörg Bös (GER) verpflichtet. Insgesamt waren 157 Pferde am Start. Besonders erfreulich war die starke Nachfrage von Seiten der französischen Reiter, die dann auch überaus erfolgreich abschnitten. Die Highlights bildeten die NRHA Lawson Bronze Trophy in der Open und Non Pro. Allein die Go rounds waren ein wahres Vergnügen zum Anschauen, und es stellte sich rasch heraus, dass allein die Tatsache, ins Finale zu kommen, schon eine Auszeichnung war. Oder, wie es Kay Wienrich ausdrückte: "Wer hier ins Finale kommt, hat auf jeden Fall gewonnen." Intermediate Open geht an Francois Jolivalt (FRA) Lange Zeit hatte es so ausgesehen, als ob ein Stechen notwendig würde: Walter Bouwmeester (NED) mit Hollys Brennas Kid hatte mit 215,5 Punkten die Messlatte angesetzt, die es zu überwinden galt. Im Laufe der mit 44 Startern besetzten Intermediate Open zogen dann Giuseppe Prevosti (ITA) mit Planet Poop und Martin Gamper (ITA) mit RS Rambolena gleich. Der vorletzte Starter überraschte sie dann alle: der Franzose Francois Xavier Jolivalt legte mit Smart Little Hick Up (Bes. Paul Verhulst) eine Pattern hin, bei der er insbesondere bei den Stops Pluspunkte sammelte. Mit 217,5 Punkten übernahm er die Spitze. Bouwmeester, Prevosti und Gamper kamen punktgleich auf den zweiten Platz, gefolgt von Kay Wienrich mit Vals Hangten Harry (214 Punkte). Piet Mestdagh (BEL) gewinnt Intermediate Non Pro 33 Pferd-Reiter-Kombinationen gingen in der Intermediate Non Pro an den Start. Robert Welle (SUI) setzte als siebter Starter mit Son Ofa Dunit die Messlatte auf 212,5 Punkte, und lange Zeit sah es so aus, als ob dies der Siegesscore sein würde. Doch dann legte der Belgier Piet Mestdagh mit SR Lil Peppy Sprat einen rasanten Ritt hin, bei dem er praktisch in jedem Manöver plussen konnte. 216,5 Punkte waren das Ergebnis, mit dem er schließlich die Prüfung gewinnen sollte. Zweiter wurde Robert Welle vor Michael Bruder mit Boggie Challon (211 Punkte). Titelverteidiger Yves Fromont und Titan Texan (FRA) mussten sich diesmal mit Platz sechs begnügen. Julien Legrand (FRA) und New Doc Peppy Cat gewinnen Limited Open Reining Die Limited Open Reining blieb in den Händen der Franzosen. Julien Legrand und New Doc Peppy Cat legten einen großartigen Ritt hin, der ihm eine 219,5 und damit den Sieg einbrachte. Auch der zweite Platz ging an einen Franzosen: Altmeister Guy Duponchel mit Chic Sail Dream – sein Score: 216. Auf Platz 3 kamen punktgleich mit 215,5 Punkten Daniel Klein mit Heavens Little Jewel bzw. Markus Morawitz (AUT) mit Roosters Melodymaker. Limited Non Pro Reining geht an Jessica Gordon (FRA) mit RS Sheza Spat Olena Auch die Limited Non Pro blieb schließlich fest in französischer Hand. Siegerin wurde Jessica Gordon mit RS Sheza Spat Olena mit 217,5 Punkten. Auf Platz 2 kamen punktgleich Robert Welle (SUI) mit Son Ofa Dunit, Manuel Bonzano (ITA) mit Miss Sexy Solano und Josef Penker (GER) auf Another Top Gun. Youth Reining: starke französische Jugendliche Zum ersten Mal hatte das Showmanagement eine Youth Reining ausgeschrieben, für die sich allerdings nur wenige Jugendliche meldeten. Insgesamt traten acht Teilnehmer an, von denen zwei auf Hengsten und damit außer Konkurrenz ritten. Jüngste und einzige Starterin in der Youth 13 & under war die 13- jährige Emilie Laversin aus Frankreich auf Haidas Cow Girl. Die beiden zeigten einen wunderschönen Ritt, der von den Richtern mit 213,5 Punkten belohnt wurde. Auch in der Division 14 bis 18 lag eine Französin vorn. Hier siegte Laura Duponchel auf Topsy Chic Dream mit 211,5 Punkten vor der Britin Tammy Greaves auf Peppy Nic Tivio (205 Punkte) und Steve Hoogstoel (FRA) auf Top Leo Lena. Gennaro Lendi (ITA) und Playing It Out gewinnen Lawson Bronze Trophy Non Pro 15 Finalisten kamen aus dem Go round für die Non Pro Bronze Trophy, zu der 37 Starter gemeldet hatten. Die Leistungen hierfür waren beachtlich: 208 Punkte waren notwendig, um überhaupt ins Non Pro Finale zu kommen! Bester Reiter des Vorlaufs war Claudio Risso (ITA) mit RS Great Jac Feona vor Francesca Sternberg (GBR) mit Yelena My Way und Titelverteidigerin Jeannette Krähenbühl (SUI) mit ARC Golden Boy bzw. Daniel Straumann (SUI) mit Gallo Pequeno. Francesca Sternberg schaffte es, alle drei Pferde ins Finale zu bekommen. Das gleiche galt für Jeannette Krähenbühl und Cira Baeck (BEL), die mit je zwei Pferden mit dabei waren. Pattern 5 galt es im Finale zu reiten. Zehn kamen ins Preisgeld. Jan T. Kock (GER) gab als erster Starter die Meßlatte an. 215,5 Punkte. Erst der Franzose Yves Fromont konnte mit dem 10-jährigen Painthengst Titan Texan gleichziehen. Titelverteidigerin Jeannette Krähenbühl setzte mit ihrem ARC Golden Boy alles auf eine Karte. Superschöne Speed Control, hervorragende Spins und gute Stops brachten den beiden den Score von 219 Punkten ein. Damit schien der Sieg gesichert – bis Gennaro Lendi (ITA) die Bahn betrat. Mit Playing It Out setzte er auf volles Risiko. Full Speed auf den Zirkeln, punktgenaue Speed Control, hervorragender Run Down mit langen, spektakulären Stops und die wohl besten Spins dieses Finalistenfeldes endeten in einem Score von 221 Punkten. Damit war er neuer WRT Bronze Trophy Champion, gefolgt von Jeannette Krähenbühl. Der 20- jährige Student der Kommunikationswissenschaft an der Universität von Neapel hat den 12- jährigen Hollywood Dun It Sohn erst seit zwei Monaten unter dem Sattel. Lendi, der derzeit bei Stefano Massignan trainiert, hat trotz seiner Jugend schon beachtliche Erfolge aufzuweisen: u.a. war er italienischer Year Round Champion in der Non Pro 2002 und 2004 und Non Pro Futurity Champion 2003. Auf Platz 3 kamen punktgleich Jan Kock, Yves Fromont und Francesca Sternberg (GBR) mit Yelena My Way, die als letzte Starterin einen wunderschönen Ritt hingelegt hatte. Beachtlich: Francesca Sternberg schaffte es, alle drei Pferde ins Preisgeld zu bringen!! Hausherr Daniel Straumann belegte mit Gallo Pequeno den sechsten Platz, gefolgt von Claudio Risso (ITA) mit RS Great Jac Feona, Cira Baeck (BEL) mit Little Gump und Francesca Sternberg mit Just Gotta Shine bzw. Smart A Little. Shawn Flarida und Steadys Dude sind neuer Lawson Bronze Trophy Open Champion Unbestrittener Höhepunkt war das Open Finale am Sonntag Nachmittag. Aus ursprünglich 54 Pferd-Reiter-Kombinationen hatten sich die 25 besten fürs Finale um die Lawson Bronze Trophy Open herauskristallisiert. 214,5 waren die unterste Grenze für den Einstieg gewesen. Bester Starter des Vorlaufs war Rudi Kronsteiner (AUT) mit dem bereits 15-jährigen Chex Enterprise (Bes. Heidi Wallner) gewesen. Sein Score von 222,5 Punkten im Go round ließ ihn zu einem der Favoriten fürs Finale werden. Kronsteiner hatte zudem Spaceship Commander (Bes. Braam Quarter Horse, NED) und Seventh Iron (Bes. Nadine Schröder) fürs Finale qualifiziert. Zweitbester Starter des Vorlaufs war Shawn Flarida mit Steadys Dude (Bes. Steadys Dude Syndicate, ITA, Score: 221). Der amtierende Reiningweltmeister brachte ebenfalls alle drei Pferde ins Finale: Steadys Dude, Big League Yankee und Tinsel Nic (beide Bes. Rosanne Sternberg GBR). Bester Deutscher des Vorlaufs war Daniel Klein mit Lil Peppy Dun It Right auf Platz 6, gefolgt von Sylvia Rzepka auf Sail in Fashion (Platz 9). Steffen Breug brachte sowohl Wranglers Dually (Bes. Straumann, SUI) als auch Mercury Starlight mit feinen, harmonischen Ritten in die Finalränge. Vor dicht gedrängten Zuschauerrängen begann dann am letzten Tag der World Reining Trophy das Finale. Pattern 5 galt es zu reiten. Die Erwartungen waren groß, denn unter diesen 25 Startern gab es keinen einzigen schwachen! Der Vorlauf hatte klar gezeigt, dass der Begriff "World Reining Trophy Finalist" ab sofort ein wahres ‚Qualitätssiegel’ darstellt. Rudi Kronsteiner und Chex Enterprise legten als zweite Starter eine 226 vor, an die lange keiner herankam. Bis Shawn Flarida mit Rosanne Sternbergs Tinsel Nic in die Arena ritt. Hervorragende Speed Control, flache, rasante Spins, punktgenaue Wechsel und super Stops wurden mit 226 Punkten belohnt und damit Gleichstand mit Rudi Kronsteiner. Das bedeutete ein Stechen um den ersten Platz. Doch soweit kam es nicht. Mit Steadys Dude schraubte Shawn Flarida den Topscore der World Reining Trophy auf 229,5 Punkte. Flarida zeigte mit dem Palominohengst einen buchstäblich atemberaubenden Ritt, bei dem er die Stärken seines Pferdes voll ausspielte. Als er den Steady Tradition-Sohn aus vollem Tempo in den letzten Stop hineingleiten ließ, stand der neue World Reining Trophy Champion fest. Steadys Dude war unter anderem Intermediate Non Pro Futurity Champion, zweifacher NRHA Derby Non Pro Champion und NRBC Non Pro Champion. Auf Platz 2 folgten punktgleich Shawn Flarida mit Tinsel Nic und Rudi Kronsteiner mit Chex Enterprise. Auch der vierte Platz blieb bei Shawn Flarida, diesmal mit Rosanne Sternbergs Big League Yankee. Bester Deutscher war Steffen Breug, der mit Mercury Starlight und Wranglers Dually wunderschöne Ritte hingelegt hatte, im letzten Moment aber dann noch auf den 16. Platz zurückfiel und damit aus dem Preisgeld kam.  
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