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Erster European Quarter Horse Youth Cup -
Gold für die Schweiz – Deutschland erringt Silber, Belgien Bronze Am vergangenen Wochenende
trafen sich insgesamt acht Nationen
zum ersten European
Quarter Horse Youth Team Cup
in Mooslargue. Ausrichter dieses
Mannschaftswettbewerbs der
europäischen Quarter Horse Verbände
war die Federation of European
Quarter Horse Associations
(FEQHA). Nach einem
spannenden ‚Finish’ musste sich
schließlich Deutschland ganz
knapp geschlagen geben und errang
die Silbermedaille hinter
dem Team der Schweiz. Bronze
ging an Belgien vor Österreich,
Italien und den Niederlanden.
Insgesamt acht Disziplinen
mussten von den Jugendlichen
bewältigt werden: Showmanship
at Halter, Hunt Seat Equitation,
Hunter under Saddle, Western
Horsemanship, Western
Riding, Trail, Western Pleasure
und Reining. Das Event war auf
Vielseitigkeit ausgelegt und zielte
auch in seinem Wertungssystem
auf die Mannschaft ab. Ein
Sieger in einer Disziplin brachte
nicht so viele Punkte wie zwei
bzw. drei Reiter unter den Top
Ten. Teamgeist war hier gefragt,
denn es mussten z.B. im Bedarfsfall
Pferde getauscht werden,
und jeder musste mit anpacken,
wenn es darum ging, seine
Mannschaft nach vorn zu bringen.
Dies war schließlich der
wohl größte Erfolg dieser Premierenveranstaltung:
es war beeindruckend
zu sehen, wie die
Teams zusammenwuchsen und
sich andererseits auch viele gute
Kontakte der Teams untereinander
entwickelten. Beim ersten
European Quarter Horse Youth
Cup wurde tatsächlich das Ideal
des AQHA Youth World Cups
umgesetzt: nicht der Sport steht
im Mittelpunkt, sondern das Zusammensein
von Jugendlichen
mit einer gemeinsamen Passion,
dem American Quarter Horse.
Dies bedeutete jedoch nicht, dass
man in Mooslargue auf packenden
Sport verzichten musste.
Tatsächlich boten die Jugendlichen
Leistungen, die jeder European
Championship würdig
waren. Nicht zuletzt war dieser
Cup erneut eine hervorragende
Werbung für das American
Quarter Horse – vor allem, wenn
man die beiden jüngsten Teilnehmer
aus Italien und Österreich
sah. So z.B. die elfjährige
Christina Gruber mit ihrer Coosas
Touch O Honey. Die Stute
war bis vor vier Wochen noch als
Zuchtstute auf der Weide, was
sie nicht daran hinderte, sich von
ihrer jungen Reiterin gelassen
durch die Disziplinen steuern zu
lassen.
Groß war die Freude bei den
Schweizern über ihren Sieg. Dieser
war umso bemerkenswerter,
als noch kurz vor dem Turnier
zwei Reiterinnen ausgefallen waren,
und auch noch Markus Häberlin
kurzfristig als Coach einspringen
musste. Das Team bestehend
aus Annairis Müller, Cilia
Wernli, Dominique Hirter,
Melanie Zindel und Eliane Gfeller
holte insgesamt in den Disziplinen
einmal Gold, einmal Silber
und dreimal Bronze. Annairis
Müller holte allein schon
knapp die Hälfte der Punkte des
Schweizer Teams und wurde
schließlich auch noch als bester
Allaround Reiter geehrt. Ihr
Pferd RC Ropin Reba wurde bestes
Pferd des European Cups.
Eine hervorragende Leistung
brachte die deutsche Mannschaft.
Coach Torsten Haier hatte ein
echtes Team zusammen geschweißt,
und die Jugendlichen
Theresa Steigerwald, Joschi König,
Felix Schnabel, Heike Strambach
und Yvonne Nix-Vetten
machten begeistert mit. Felix
Schnabel holte mit seinem Instant
Impulse zwei Mal Gold: in Western
Riding und Western Pleasure.
Theresa Steigerwald und
First Honey Dee errangen Silber
in der Showmanship, Yvonne
Nix-Vetten und Hints Marie Elaine
Silber in der Horsemanship
und Joschi König mit Ricie Badger
Bronze in dieser Disziplin –
und dies, obwohl er dieses Pferd
erst ganz kurz reitet. Heike Strambach
verpasste nur knapp die Medaillenränge,
brachte aber mit
ihrem Lenas Lil Rainman nicht
nur in Reining hervorragende
Leistungen. Am Samstag hatte es
sogar noch so ausgesehen, als ob
Yvonne Nix-Vetten Allaround
Champion würde. In der Hunter
under Saddle zeigte sie mit Instant
Impulse einen so großartigen
Ritt, dass alle die beiden
schon als Gewinner sahen - doch
dann hatte Instant Impulse einen
Break of Gait. Wäre dies nicht gewesen,
hätte die Endwertung der
Teams sicher anders ausgesehen.
So gab es schließlich mit 98 Punkten
Silber.
Einen starken dritten Platz erritten
die Belgier, die mit einer gewaltigen
Mannschaft von Helfern
angereist waren. Jessica Vangenechten,
Barbara Ceusters, Manu
Van Tendeloo, Sanne Verbruggen
und Nathalie Van den
Broeck brachten es auf 76 Punkte.
Barbara Ceusters und My Mistress
holten in den Disziplinen
einmal Gold und zweimal Bronze
(Pleasure, Showmanship). Eine
weitere Goldmedaille gab es
für Manu Van Tendeloo und Pale
Mint in Reining.
Österreich folgte mit 56 Punkten
auf dem vierten Platz. Das Team
bestand aus Sandra Schäfer (Salzburg),
Karin Kienreich (Steiermark)
und Anja Wutte, Stefanie
Thon und Christina Gruber (alle
Kärnten). Karin Kienreich holte
sich mit Ostinato Jac die Goldmedaille
im Trail. Die jüngste
Teilnehmerin, die 11-jährige
Christina Gruber, errang mit
Coosas Touch O Honey Silber in
Hunter under Saddle.
Das insgesamt jüngste Team des
Cups hatte Italien, das mit 47
Punkten den fünften Platz belegte. Hinzu kam, dass dieser Cup
für alle der erste internationale
Start war. Einige hatten sogar bisher
nur regionale Erfahrungen.
Trotzdem gab es gleich in der ersten
Disziplin Gold für die hervorragende
Präsentation von
Veronica Puccinelli und Major
Oak Enterprise. Ihre Schwestern
Erica holte sich darüber hinaus
mit OT Taris Pine Silber in der
Reining. Weitere Mitglieder waren
Giovanni und Michele Masi
und Costanza Bojola.
Mit nur drei Punkten Abstand
folgten die Niederlande auf Platz
6. Das Team bestehen aus Len
Schoonbergen, Clint Rietjens, Ilona
Vet, Sarina Aarnoutse, Lisley
Drubbel und Jinke Kroon brachte
es auf 44 Punkte und holte einmal
Gold (Len Schoonbergen /
ARC Snappy Madera in Hunt Seat
Equitation), zweimal Silber (Clint
Rietjens / Simply Sweet Babe in
Trail und Western Riding) und
einmal Bronze (Ilona Vet / BH
Smoken Lady in Reining).
Ganz besonders anerkennenswert
waren die Leistungen der
Teams aus Tschechien und
Frankreich. In Tschechien ist dieser
Sport ja immer noch Newcomer,
dafür der Enthusiasmus
aber umso größer. Wenn es auch
diesmal noch nicht für einen vorderen
Platz in der Mannschaft
reichte, so zeigten die einzelnen
Mitglieder bemerkenswerten
Leistungen. U.a. brachten es Marketa
Zezulkova und Smart Maky
Lena brachten es auf einen fünften
Platz in Reining und einen
sechsten in Western Riding.
Veronica Petlanova und Skip The
Splash Amos kamen auf Platz 7
in der Pleasure und Barbara Kanapaskova
und Peppy Zancy
Delmaso auf den zehnten Platz
in Hunter under Saddle.
Am schwersten hatte es das Team
aus Frankreich. Sie waren nur
mit drei Mitgliedern vertreten:
Francois Pietrancosta, Emilie Laversin
und Pauline Jouchoux.
Diese verpassten in den meisten
Disziplinen jedes Mal nur knapp
die Medaillenränge, konnten
aber zuletzt noch in Reining gut
punkten.
Weitere Informationen:
www.quarter-horse-europe.net |
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