Züchten ohne Reue

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Züchten ohne Reue  
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Züchten ohne Reue
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mit Zuchtwertschätzung
Was versteht man eigentlich unter Pferdezucht? Lediglich die gewollte oder ungewollte Anpaarung eines Hengstes mit einer Stute kann es nicht sein: das würde man als Vermehrung bezeichnen. Züchten bedeutet vielmehr die geplante Anpaarung von Pferden mit dem Ziel, einen Zuchtfortschritt zu erreichen. Dieser ist für jede Population (Pferderasse, spezieller Nutzungszweck) unterschiedlich definiert: In der englischen Vollblutzucht beispielsweise soll die Rennleistung verbessert werden, in der Warmblutzucht die Dressur-, Spring- oder Vielseitigkeitseignung, in der Farbpferdezucht die möglichst reine Weitergabe von Farbe und Zeichnung, bei den Westernpferden die Eignung für verschiedene Disziplinen usw. Angestrebt wird außerdem meist eine Kombination aus mehreren Zielen, wobei Gesundheit und Ausgeglichenheit besonders zu nennen sind. Zunächst müssen also die Zuchtziele konkret definiert werden. Als zweites stellt sich dann die Frage, wie diese Ziele am besten erreicht werden können. Daher sollte jeder Züchter vor der Entscheidung, welche Elterntiere er anpaart, die Grundlagen der Vererbungslehre kennen. Populationsgenetik, Zuchtwertschätzung, Selektionsmethoden gehören zum Handwerk jeden Züchters. Die Kölner Pferde-Akademie bietet im November 2005 exklusiv ein Seminar zum Thema ‚Populationsgenetik in der Pferdezucht’ mit Dipl.-Ing. agr. Hartmut Rolofs an. Er ist Leiter des Vollblutgestüts Rietberg, und u.a. Mitglied der Zuchtkommission des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, des Prüfungsausschusses für Pferdewirtschaftsmeister, Zucht und Haltung, sowie der Deutschen Gesellschaft für Züchtungskunde. Das Seminar ist gedacht für Mitglieder aller Pferdezuchtverbände und Züchtervereinigungen, für Pferdebesitzer, die züchten (wollen), sowie für alle Interessierte. Die dargestellten Erkenntnisse sind der breiten Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich gewesen. Mit der Seminarteilnahme erhält man ein über 100 Seiten starkes Skript. Doch nicht nur die Gene, sondern auch die Aufzuchtbedingungen entscheiden über die spätere Leistungsfähigkeit der Pferde, zumal der Abstammungseinfluss umso kleiner wird, je durchgezüchteter eine Rasse ist. Viele machen sich nicht klar, dass Abstammung und Aufzucht über die Hälfte des Einflusses auf die dauerhafte Einsatzfähigkeit von Sportpferden haben. Profundes Wissen auf allen Gebieten sichert also Erfolg und Wirtschaftlichkeit. Es gibt die Möglichkeit sich fortzubilden und Qualifikationen auf allen Gebieten zu erwerben (Basispass Pferdezucht, FNSachkunde, Pferdewirt, Zucht und Haltung, Pferdefachwirt), die auch von Behörden zunehmend gefordert werden.  
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