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Steppenpferd wird Klettermaxe! - Auf den
Spuren der
Römer beim
6. Alpenritt
von München
nach Meran Hört man Namen wie Kloster Andechs,
Wieskirche, Oberammergau,
Zugspitze, Pitztal, Fernpaß,
Pillerhöhe, Finstermünzpaß,
Nauders, Reschenpaß, Vinschgau
so denkt man eher an Bier,
Skiurlaub, Bergsteigen und
Apfelblüte als an Reiten und Pferde.
Doch am frühen Morgen des
14. Mai trafen sich 38 Reiterinnen
und Reiter, darunter Franz
Bosch mit seinem Achal-Tekkiner-
Pferd Sadar, bekannt in
Reiterkreisen als zehnfacher
Deutscher Trekking-Meister und
Teilnehmer an vielen internationalen
Reittouren.
Nach der Segnung durch den
Prior des Klosters Andechs brach
die illustre Reitergruppe, aus
ganz Deutschland zusammengewürfelt,
zu der 9-Tage-Etappe
über die Alpen auf. Das Ziel: Die
Pferdestadt Meran in Südtirol/
Italien. Der Weg dorthin folgte
der alten Römerstraße "Via Claudia
Augusta", über welche die
Römer von Rom nach Augsburg
reisten.
Täglich wurden 35 - 45 km
zurückgelegt, aber die große
Herausforderung waren nicht die
Distanzen, sondern die Überwindung
von bis zu 1.000 m
Höhendifferenz an manchen
Tagen. Das Allgäu, die Berge mit
wilden Flußläufen und Moore,
die durchquert werden mussten,
Pässe, Tobel und Steilhänge, die
zu bezwingen waren, der Vinschgau
und der abschließende Ritt
durch die Altstadt von Meran
waren Erlebnis und Abenteuer
zugleich. Und das nicht nur für
die Reiter, die oft über lange, steile
Abstiege ihre Pferde zu Tale
führten, sondern auch für die
Pferde, die nach anstrengendem
Tag während der manchmal
kühlen, nassen Nacht - zwar wasserdicht
eingedeckt - unter freiem
Himmel im Paddock neue Kräfte
schöpften. Unter sachkundiger
Führung, mit Tierarzt und Hufschmied
in der Gruppe und
einem Tross, der vorbildlich
Reiter und Pferde versorgte, erreichten
alle Teilnehmer das Ziel.
Nach einem zünftigen Abschiedsempfang
am Sonntag (22.
Mai) im Reitzentrum Meran
ging?s mit Pferdetransportern
und Bus zurück nach Andechs,
wo einer inzwischen eingeschworenen
Reitergruppe und
eine zu Freunden gewordener
Herde der Abschied schwer fiel.
Man möchte sich aber bald wiedersehen,
Anfang September, zu
einem Pilgerritt von München
nach Altötting und Franz will dabei
sein. Hat er wohl bis dahin
seinem Pferd neben den zircensischen Übungen, mit denen er
uns oft überraschte, auch das
Beten gelernt? Wir sind gespannt!
Der 7. Alpenritt wird wieder
Pfingsten 2006 ( 3.6. – 11.6.2006)
stattfinden. |
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