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Die "Friesen-BluesBrothers” - Turnier in Hermannsburg–"A-Kür für Paare” Es sollte nur ein Spaß, ein Versuch
sein, aber aus Spaß wurde
Ernst. Beim Hermannsburger
Turnier vom 2. bis 4. September
erstmalig eine ausgeschriebene
"Kür für Paare” mitzureiten
juckte uns schon in den Fingern.
Hatten wir mit zwei stattlichen
Friesenjungs ja optisch schon etwas
zu bieten, war es für uns alle
doch das erste Mal. Also machten
wir uns daran eine Aufgabe
einzuüben. Mit Hilfe der Bereiterin
Karen Wäger wurden
Figuren ausgetüftelt, Schwierigkeitsgrade
eingebaut und
kräftig geübt. Die Hengste
"Woodstock” und "Arjon Z”
waren fit, die Reiterinnen mit
der Zeit lektionssicher. Nachdem
die Aufgabe nun stand, ging
es daran, ein Motto und die passende
Musik dafür zu finden.
Das gestaltete sich als der wesentlich
schwierigere Teil. Barock
und spanisch machen ja
schon fast alle, auch wenn es zu
den Friesenpferden passt, nee,
das ist langweilig. So sorgte dieses
Thema bei jedem Treffen immer
wieder für rege Diskussionen
innerhalb unserer kleinen
Stallgemeinschaft in Lübberstedt.
Es wurden Kostümverleihe
besucht und durchgestöbert,
das Internet durchforstet und,
und und. Alle nahmen regen Anteil
und am Ende kamen "Die
Blues Brothers” dabei heraus.
Die Musik hat Pfiff, die Kostüme
wurden bei den Männern unserer
Truppe und deren Vätern
zusammengesucht, die Hüte entdeckten
wir auf dem Hamburger
Dom, die Koteletten wurden
aus selbstklebenden Teppichresten
geschneidert–perfekt. Der
große Tag kam und alle wollten
mit. So zog ein Troß von Fahrzeugen
mit Pferden von Lübberstedt
nach Hermannsburg.
Vorweg noch zwei "normale”
Dressurprüfungen, dann endlich
der große Moment. Als letztes
Paar waren unsere "Friesen-
BluesBrothers" in dieser Aufgabe
dann endlich dran. Und es
klappte wie am Schnürchen. Perfekte
Übereinstimmung der
Musik mit den Tempiwechseln,
optimal geschnitten und sehr
passend und korrekt geritten gab
es Höchstnoten in der Note A
7,5 und Note B 8,5. Am Ende
blieb eine Gesamtnote von 8, 0
und der Sieg. Was für ein Jubel
bei der kleinen mitgereisten Fangemeinde
und den beiden Reiterinnen
Janina Koeppel und
Karen Wäger, die jetzt den Lohn
für ihre Arbeit ernten durften.
Und weil sie die Aufgabe so gut
und ideenreich gestaltet haben,
kamen posthum gleich noch Einladungen
anderer Reitvereine
für dieses Schaubild ins Haus
geflattert. Die Arbeit hat also gerade
erst begonnen. |
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