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From ZERO to HERO - 4. Int. Lipizzanerschau in Herxheim b. Landau rundum gelungen Nahezu 100 edle Lipizzanerpferde
fanden sich am 10. und
11. September in der Vorderpfalz
ein zur mittlerweile
traditionellen Internationalen
Lipizzanerschau.
Nach 1997 in Deutschland, 1999
in Österreich und 2002 in der
Slowakischen Republik, übernahm
Deutschland zum 2. Mal
die Gastgeberrolle.
Dabei konnte man schon beim
Betreten der Reithalle an der Beflaggung
und der Dekoration sehen,
dass die Organisationsleitung
des Lipizzaner Zuchtverband
Deutschland e.V. (LZD) alles
gegeben hatte, um der Reithalle
Waldstadion des Renn- und
Reitverein Südliche Weinstraße
– Herxheim e.V. einen internationalen
Flair zu verleihen.
Nach der offiziellen Begrüßung
der Teilnehmer, die bereits am
Freitagabend durch den Vorsitzenden
des LZD, Herrn Dr. med.
vet. Karl-Heinz Kirsch, den österreichischen
Ehrenpräsidenten
Reg.Rat. Franz Schroeder und
den Generalsekretär der Lipizzan
International Federation (LIF) Atjan
Hop erfolgte, startete der
Samstag mit der Zuchtschau,
dem "Schönheitswettbewerb der
Herren und Damen Lipizzaner"
nebst Nachwuchs. Das Richterteam
Dr. med. vet. Yvonne Peeters
(Niederlande), Gestütsmeister
i.R. Ernst Kolb (Österreich)
und Atjan Hop (LIF) hatte
alle Hände voll zu tun, um die
teilweise im Temperament überschäumenden
Pferde zu richten.
Deutlicher Wert wurde hierbei
auf die Bewertung des Rassetyps
gelegt. Um der in Deutschland
unerwünschten Tendenz hin
zum Sportpferd entgegen zu
wirken, wurde ein Richtsystem
eingeführt, das nur gangstarken
und typvollen Pferden den Weg
nach vorne ermöglichte.
In diesem System wurden Exterieur,
Gang, Rassetyp mit Multiplikator
2 und Gesamteindruck
bewertet. Die Ehrung der Sieger
sowie die ermittelten europäischen
Championatstitel wurden
dem zahlreichen Publikum dabei
vorenthalten, denn diese erfolgte
erst in der Gala-Schau am Nachmittag.
Vor gefüllten Tribünen und-
Rängen präsentierten sich die
Lipizzaner einmal auf etwas andere
Art und Weise dem Publikum.
Bewusst lies die Organisation
Schaubilder außen vor, bei
denen Lipizzaner in Levaden
und Kapriolen ihre Talente unter
Beweis stellten. Statt dessen
bemühte man sich in gelungener
Weise die Kaiserschimmel als
edle Freizeitpferde in den
Vordergrund zu stellen.
Über ein einführendes Stimmungsbild
von Stuten mit
Fohlen, bei dem auch das
europäische Championatsfohlen
KL-Rosana-181 von Maestoso
Toscana-94 aus der KL-Rigoletta-
22, Kirsch-Lipizzaner/Essingen,
als bestes Fohlen geehrt wurde, stieg die Moderation auf
die Wurzeln der Lipizzanerzucht
ein. Andalusier, Kladruber und
Araber wurden präsentiert und
die Entstehung der Rasse geschildert.
Ebenso wurden die
sechs klassischen Hengststämme
sowie die bestehenden Staatsund
Nationalgestüte vorgestellt.
Immer wieder aufgelockert wurden
diese Wissensbereiche durch
gerittene Schaubilder in historischen
und modernen Kostümen.
Aber auch der Lipizzaner als
Familienpferd fand in Form von
einer Quadrille und Voltigieren
mit den jüngsten Zweibeinern
auf nacktem Pferderücken seinen
Platz. Zwischen der Präsentationen
des Lipizzaners als
Fahrpferd und weiteren Reiteinlagen
wurden dann auch die
Siegerstuten der Schauklassen
des vormittags in die Halle gebracht,
um die europäische
"LZD-STUTE DER SCHAU" zu
ermitteln.
Unter den Stuten KL-Rigoletta-
22 (Kirsch-Lipizzaner/Essingen),
Rigora II-131 (Lipizzaner
Unter den Linden-Schulte/ Kutenholz)
und deren Vollschwester
Rigora I-112 (Lipizzaner
Unter den Linden-Schulte/ Kutenholz
fiel die Wahl dabei auf
die typvolle, erst 3-jährige
Rigora II-131. Bei den Hengsten
standen gleich drei Hengste der
Essinger Zucht Kirsch-Lipizzaner
in der Arena, der 6-jährige
KL-Siglavy Pastime-88 (Züchter:
Kirsch ), der 12-jährige Maestoso
Toscana-94 (Züchter:
Piber/Österreich) und der
14-jährige Siglavy Servola-49
(Züchter: Piber/Österreich).
Die Wahl unter diesen drei hochkarätigen
Hengsten fiel dann
letztlich auf den noblen, gangstarken
Maestoso Toscana-94,
der somit europäischer "UNILEVER-
HENGST DER SCHAU
2005" wurde.
Einen weiteren Championatstitel
hatten die Richter noch zu vergeben:
nachdem die Staats- und
Nationalgestüte eine deutlich
höhere Population an Auswahlpferden
hatten als die Privatzuchten,
legte man ein besonderes
"Schmankerl" bei, den Titel
"L.I.F.-Championat Bestes privates
Nachzuchtpferd 2005".
Hierbei punktete eine der Kleinsten
deutlich für sich: "from Zero
to Hero" startete die erst 4 Monate
alte KL-Rosana-181 durch,
die mit ihrer traumhaften Ausstrahlung
die Herzen aller Besucher
und auch der Richter für
sich einnahm.
Am darauffolgenden Sonntag
fanden dann die Zuchtbuchaufnahmen
des Lipizzaner Zuchtverband
Deutschland e.V. nebst
Fohlenbrennen statt. Parallel dazu
wurde in der Halle ein kleines
Dressurturnier für Lipizzaner
ausgerichtet.
Als Siegerin der A-Dressur verließ
Petra Volkert auf dem Wallach
Siglavy Favory (Besitzer:
Michael Volkert, Kammerstein)
die Arena. In der A-Kür konnte
die Dänin Helle Philipsen mit der
Stute Alda punkten.
In der L-Dressur setzte sich
Ulrike Brackmann (Ostercappeln)
auf dem Hengst Favory
Matyi-1 deutlich an die Spitze
und in der L-Kür lag die Österreicherin
Kirsa Steinböck auf dem
Hengst Pluto Slovenia III vorn.
Der Stimmenfang nach der Veranstaltung
war mehr als positiv,
so dass der Lipizzaner Zuchtverband
stolz auf ein anstrengendes,
aber ausgefülltes Wochenende
zurückschauen kann. |
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