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Zügellahm was ist das.
Ein Pferd ist nur dann Zügellahm, wenn nach gründlicher tierärztlicher Untersuchung eindeutig abgeklärt ist, dass die Lahmheit keine andere Ursache hat.(z.B. äußere Verletzung, altersbedingte Lahmheit ,Verschleiß etc. ) Zügellahm ist ein Pferd nur durch Einwirkung oder mangelnde Kenntnis des Reiters . Wie kommt es zur Zügellahmheit? 1. der instabil sitzende Reiter 2. der Reiter mit unruhiger Hand 3. der Reiter mit unruhigen Unterschenkeln 4. falsche Ausrüstung des Pferdes ( unpassender Sattel, zu große oder zu kleine Gebisse ) 5. schlecht verschnallte Trensen oder Kandaren Vielfach sind auch fehlende theoretische Kenntnisse die Ursache ( siehe Punkt 4 u. 5 ) Was also ist Zügellahm? Es ist eine Taktstörung, um dies festzustellen muss man wissen was ist TAKT? Takt ist das jedem Pferd mitgegebene zeitliche und räumliche Gleichmaß der Bewegung. Das bedeutet jedes Bein tritt gleich weit vor, fußt gleichmäßig auf und ab und schwingt gleich hoch in die Luft. Das Gleichmaß der Bewegung muss in allen Hufschlagfiguren und Lektionen erhalten bleiben. Man muss auch wissen das der Begriff Takt , in der deutschen Reitlehre, eingebunden ist in die Skala der Ausbildung für Pferde. In den " Richtlinien für Reiten und Fahren " Band 1, herausgegeben von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, FN, wird die Skala der Ausbildung in drei sich überschneidende Ausbildungsphasen untereilt. 1. Gewöhnungsphase : Takt, Losgelassenheit, Anlehnung 2. Entwicklung der Schubkraft Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichtung 3. Entwicklung der Tragkraft Schwung, Geraderichtung, Versammlung Alle Punkte der Ausbildungsskala dienen dem Erreichen und der Vervollkommnung des Bewegungsablaufs und der Losgelassenheit. Auch wenn der Takt eigentlich naturgegeben ist kann er nicht alleine von den anderen Punkten der Skala der Ausbildung gesehen werden. Es lässt sich die absolute Taktsicherheit nur mit einem Pferd erreichen, dass innerlich und äußerlich losgelassen ist. Kommen wir wieder zum Ausgangspunkt der Zügellahmheit. Nur ein geschmeidig sitzender und ausbalancierter Reiter kann unabhängig von der Hand (vom Zügel ) sitzen. Ein weiterer Grund für Zügellahmheit ist wenn erfahrene und technisch versierte Reiter junge Pferde zu schnell ausbilden. Das muss nicht immer aus eigenem Antrieb geschehen. Vielfach sind es die Besitzer die , die Ausbilder zu mehr Eile drängen. Grundsätzlich muss man zwischen zwei Arten von Taktfehlern unterscheiden. Dauerhaft auftretende und solche die nur bei bestimmten Lektionen auftreten. Die Ursachen können vielfältig sein. Die schon erwähnte falsche Einwirkung, Übermüdung, Überforderung, ständiges Reiten auf schlecht geeigneten Böden oder falsches Sattelzeug. Eine kleine praktische Hilfe zum Schluss, man kann Taktfehler hören: Der Schritt ist eine Viertaktbewegung. Die Hufe fußen nacheinander in diagonaler Reihenfolge. Also rechter Vorderfuß – linker Hinterfuß, linker Vorderfuß- rechter Hinterfuß. In dieser Gangart ist das Pferd stets mit zwei oder drei Beinen am Boden, tritt also von einem Fuß auf den anderen, so das keine Schwebephase entsteht Schlimmste Takt-Störung ist das Passartige Schreiten also gleichseitig und fast gleichzeitiges abfußen der Beinpaare. Der Trab ist eine Zweitaktbewegung. Die Pferde fußen in diagonalen Beinpaaren gleichzeitig vom Boden ab und fußen auch wieder zu gleicher Zeit auf, so dass zwei Hufschläge hörbar werden. Beispiel: 1. vorn links u. hinten rechts, 2. Schwebephase, 3. vorn rechts u. hinten links, usw. Der Galopp ist eine Dreitaktbewegung und setzt sich aus einer Reihe von Sprüngen zusammen. Beim taktreinen Galopp werden immer drei Hufschläge zu hören sein. Man unterscheidet Rechts u. Linksgalopp, je nachdem, welches Vorderbein vorspringt und dem Galopp den Nahmen gibt. Beispiel: Rechtsgalopp 1. linker Hinterfuß (erster Hufschlag) 2. rechter Hinterfuß u. linker Vorderfuß(zweiter Hufschlag) 3. rechter Vorderfuß (dritter Hufschlag) In weiterer Folge stößt sich der linke Hinterfuß noch vor dem Auffußen des rechten Vorderbeins ab, dann folgt die Diagonale – rechter Hinterfuß und linker Vorderfuß- und zum Schluss der rechte Vorderfuß, dann ist das Pferd in der Schwebephase. Wenn man den Bewegungsablauf des Pferdes kennen lernen will, ist das Hören eine große Hilfe. Mit ein bisschen Übung, hört man jede Taktunreinheit oder natürlich die Taktreinheit. Cornelia Bergmann  
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