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Welshpony – Kinderpony
Ein Welshpony ,- der "Araber des kleinen Mannes", so sagt man; aber sind kleine Araber denn überhaupt Kinderponys? Sie sind edel, klug und schnell. Sie sind lernfreudig, sensibel, und sehr intelligent. Ist dies ein Vor - oder Nachteil für ein Kind? Schauen wir uns die Rasse Welsh doch mal genauer an. Am Anfang schuftete es für seinen Menschen als reines Arbeitsgerät im Bergbau. Als diese Ära langsam dem Ende zuging wurde es für die Landwirtschaft und deren vielfältigen Einsatzorte auf dem Feld oder vor dem Karren verwendet; der Grund lag in seiner Leistungsbereitschaft, und dem starken Willen, die an ihn gestellten Aufgaben möglichst gut zu bewältigen. Nun entdeckten auch die höheren Gesellschaftsklassen diese Rasse für sich, und es wurde unter dem Sattel für die "höheren Töchter und Söhne" sehr begehrt. Anfangs war das Welshpony aber noch recht klein, am nächsten kommt die Sektion A der ersten Größe dessen, also ca. um 115 cm. Das war nicht mehr groß genug für die Kinder, die diesem Maß entwuchsen. So begann man also, das Welshpony der "ersten Stunde" zu veredeln. Dies alles geschah vor 1960. Man nahm Berber und Araberhengste, und kreuzte sie mit Welshstuten. Heraus kam ein arabisiertes und größeres Pony, als das "Urwelsh" es war. 1960 wurde das Stutbuch dann geschlossen, was bedeutete das keine weiteren Fremdanpaarungen mit anderen Rassen mehr erlaubt waren. Nun also konnten auch Jugendliche und leichte Erwachsene mehr und weitaus länger diese Rasse nutzen. Dadurch kam es auch zum Einsatz in den verschiedenen Sportdisziplinen wie z.B. Springen, Dressur, Fahren, Jagden, und dem Geländereiten. Dies geschah anfangs nur in England, dem Mutterland der Rasse Welshpony. Nicht lange, und es wurde von Besuchern des Festlandes "entdeckt" und exportiert. Es war und ist seitdem ein sehr begehrter Exportartikel in Sachen Pferd. Die meisten unserer Ponys führen mittlerweile Welshblut in sich, die einen mehr, die anderen weniger,- denn auch wir kannten nur den gröberen derberen Ponytyp, und erfreuten uns an der Schönheit dieser Rasse! So blieb es natürlich nicht aus, diese Rasse rein weiterzuführen. Es wurde die IG Welsh gegründet, in der Züchter und Liebhaber dieses Ponys wiederfinden; die Verbände gründeten Deutsche Stutbücher, wo man nun also auch Deutsche Welshponypapiere ausgestellt bekommen kann. Im Sport hat sich viel getan, denn diese flinken lebhaften Tiere sind so vielfältig, das vom Westernreitsport, über das Rennpony bis hin zur klassischen Reiterei nichts mehr in ihrem Repertoire fehlt, selbst im Therapeuthischen Reiten haben sie schon ihren Platz eingenommen. Man kann nun innerhalb dieser Rasse ein Stockmaß von 115cm, hin bis über 150cm finden. Aufgeteilt in fünf Sektionen ( A-B-C-D-Partbred/ Deutsches Reitpony). Außer Schecken trägt es fast jede Farbvariante in sich. Und noch heute werden z.B. kleine Warmlüter, Reitponys, Araber und andere Rassen mit ihm verpaart. Wir finden diese Nachkommen im Deutschen Reitpony wieder. Schauen wir uns auf den Turnieren um, sehen wir schon in den Führzügelwettbewerben Kinder unter 5 Jahren, die stolz die ersten Schritte in ihr Reiterleben mit einem Welsh- A oder B Pony wagen, bis hin zum Springreiter, der zwischen unseren Warmblütern startet, und die vordersten Plätze mit seinem Reitpony belegt. Im Westerreiten werden die Welsh Cobs heute verstärkt eingesetzt,- sie sind groß, kräftig und arbeitsfreudig. Selbst zum Voltigieren können Welshpony eingesetzt werden, denn die weichen, elastischen Gänge tragen dazu bei, das man sich auch auf dem blanken Ponyrücken wohlfühlen kann. Und die Erwachsenen, die "aus dem Pony herausgewachsen sind" sehen wir mit einem Welshgespann auf Turnieren oder in Wald und Flur mit "ihrem" Welsh wieder. Und so beantwortet sich die Frage: Ist ein Welshpony ein Kinderpony, wohl von alleine. Der Siegeszug dieser Rasse rund um den Erdball scheint immer noch kein ende nehmen zu wollen, und mit der Osterweiterung haben nun auch Länder wie z.B. Polen, Ungarn, Tschechien und Russland diese Rasse für sich entdeckt, und so wächst die Fangemeinde immer weiter. Keine andere Ponyrasse ist schon so lange und immer noch so stark im Kommen wie das Welshpony, und ein Ende ist nicht in Sicht . . . Hier zwei Deutschlandweit fungierende Kontaktadressen, wo Sie weitere Infos über diese Ponyrasse erhalten; Zum einen die "Interessengemeinschaft Welshpony" IG Welsh Geschäftsstelle, Tel.02261/42005 www.ig-welsh.de; sowie der Deutschlandweit tätige " Zuchtverband für Deutsche Pferde", Tel.04231/82892 (Zuchtleiter:Herr Britze) www.zfdp.de  
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