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Wellmersdorfer Quarzsand Der Bau von Reit- oder Dressurplätzen
ist in der Regel mit hohen
Kosten verbunden, deshalb
sollten sich Investitionen in solche
Anlagen besonders langfristig
positiv für Pferd und Bauherren
auswirken.
Wie dem international bekannten
Fachjournal "Reiter Revue
1/2001" zu entnehmen war, gibt
es seit einiger Zeit einen Arbeitskreis
aus Experten der Baubranche,
die sich das Ziel gesetzt
haben, Rezepte für Reitböden zu
erstellen, die qualitativ top, unabhängig
von Herstellern, regional
umsetzbar und dazu kostengünstig
herzustellen sind.
Nach einem Jahr Vorbereitung
und zahlreichen Labortests werden
erste Empfehlungen ausgesprochen.
Das Readymix Institut
für Baustoffe in Ratingen veröffentlichte
hierzu, was z. B. beim
Bau von Golfplätzen schon gang
und gebe ist, indem die Anforderungen
an die zu verwendeten
Materialien auf ihre Brauchbarkeit
genau definiert sind, ist bei
den Qualitätsansprüchen für den
sachgemäßen Einbau bei Reitanlagen
ein Anforderungsprofil
dafür noch kaum entwickelt, obwohl
gerade bei dieser Sportart
alles auf den Kontaktbereich zwischen
Pferd und Boden ankommt.
Bei höherwertigen Anlagen werden
zwar beim Bau der unteren
Tragschichten meist die einschlägigen
Regeln des Tiefbaues
angewendet, womit auch eine
ausreichende Tragfähigkeit und
Wasserdurchlässigkeit sichergestellt
werden kann. Im Bezug auf
die Tretschicht bestanden aber
bisher eher gefühlsmäßige Vorstellungen.
An Hand von Untersuchungen
guter und schlechter Tretschichten,
sollen die hierbei gewonnenen
Erkenntnisse, die
Qualitätsansprüche an Reitplatzsande
festlegen und dem
Bauherren bei der Auswahl des
geeigneten Reitbodenbelages behilflich
sein. Nach den Ergebnissen
eines ersten Informationsaustausches
bestehen die
Hauptprobleme in:
• schlechten Wasserdurchlässigkeiten
(Außenplätze)
• Verfestigungen der Tretschicht
• zu tiefen Tretschichten, in denen
der Huf wenig Halt findet
• schleissenden Tretschichten,
in denen Schädigungen der
Hufe auftreten können
• starke Staubentwicklung bei
Trockenperioden
• Neigung zur Verschlammung
des Platzes
Die Schwierigkeiten der Reitstallbesitzer
und Reitvereine liegt
darin, an den richtigen Sand zu
kommen. Sand gibt es zwar an
jeder Ecke, aber keiner weiss genau
wie der Sand für Dressur-,
Spring- oder Allroundplätze beschaffen
sein muss.
"Bodenmechanik ist Physik. Für
die Funktion von Baumaterialien
gibt es wissenschaftliche Gesetze".
Bei solchen Reitplätzen
stimmt einfach die Zusammensetzung
des Sandes nicht. Entweder
sind die enthaltenen Körnungen
ungünstig oder Zusatzstoffe,
wie im Laufe der Zeit zermalmte
Holzspäne, verdichten
die Struktur der Platzbeläge.
Auch Beimengungen von Zusatzstoffen
wie Vliese, Lederstreifen,
Kabelumhüllungen,
Hornspäne usw. bringen nur teilweise
Verbesserungen in eine
Auflockerung des Bodens und
bleiben meist nur einer von vielen
Versuchen auf der Suche nach
einen optimalen Reituntergrund.
Da auch Sande aus der besten
Kiesgrube natürlichen Schwankungen
unterliegen, ist es erforderlich,
durch spezielle Aufbereitungsprozesse
hierfür den
Sand zu optimieren.
Durch Hydroklassierung und
Zerlegung der Kornfraktionen,
die sich in Labortests als besonders
günstig erwiesen haben,
können Belagsande hergestellt
werden, die den besonderen Reitplatzanforderungen
dauerhaft
gerecht werden. Hier ist besonders
darauf zu achten, dass die
Kornform rundkörniger Natur
ist, der Kornaufbau einer gut ansteigender
Sieblinie entspricht,
in den untersten Bereichen kleiner
als 0,1 mm alle Bestandteile
möglichst restlos entfernt werden,
keine organischen Anteile
mehr beinhalten, da diese stark
zu Staubentwicklung und Verfestigungen
auf Reitplatzflächen
führen und die mineralische Zusammensetzung
möglichst aus
sehr harten runden Körnern
(Quarzsand) bestehen.
Um so näher ein ausgewählter
Sand diesen hohen Anforderungen
kommt, um so mehr wird
diese Qualität auch den höchsten
Ansprüchen gerecht. Aus dieser
Empfehlung lässt sich nun ableiten,
dass langfristig eine wesentliche
Verbesserung bei der
Herstellung von Reitplatzbelägen
damit erreicht werden kann.
Alle aus dem Untersuchungsprogramm
gewonnen Erkenntnisse
ergeben ganz konkrete Anforderungsprofile
an die zur Verwendung
kommenden Baumaterialien,
insbesondere an die
Sande für Belagtretschichten.
Die Wellmersdorfer Quarzsande
wurden als vielseitig und gut
geeignet für Spring-, Reit- und
Dressurplätze bewertet und zeichnen sich besonders aus
durch:
• gute Wasserdurchlässigkeit
• keine Verfestigung oder Verpackung
der Tretschicht
• sehr gute stabile Trittfestigkeit,
erhöht die Konzentration und
verhindert ein frühe Ermüdung
• keine schleissende Schädigung
der Hufe durch gerundete
Kornform
• keine Staubentwicklung, auch
nicht nach langen Trockenperioden
• keine organischen Bestandteile
• sehr gut ansteigende Sieblinie die
gewährleistet, dass der Belag
• immer die gleiche, lockere Festigkeit
behält
• keine abschlämmbaren Bestandteile
kleiner < 0,06 mm
• hellrosa, sehr natürliche sich
abhebende Farbe
• mikrobiologisch untersucht
und als gesundheitlich völlig
unbedenklich bezeichnet
Wellmersdorfer Quarzsande
werden in speziellen Aufbereitungsanlagen
mit Hydrozyklonen
und Aufstromklassierern
hergestellt. Das
verwendete
W a s c h -
wasser wird im Kreislaufverfahren
permanent gereinigt. Es
wird nur sauberes Oberflächenwasser
(kein Flusswasser)
für den Waschprozess verwendet.
Da man den Wellmersdorfer
Quarzsand nicht immer aus der
räumlichen Nähe beziehen kann,
können die Frachten den Preis bis
zum Reitplatz etwas in die Höhe
ziehen. Man sollte trotz dieser
höheren Kosten bedenken, dass
eine Einsparung, die man
eventuell durch einen kostengünstigeren
Sand aus räumlicher
Nähe erzielen wird,
der aber die hohen
Anforderungen die
an einen guten Reitplatzsand
gestellt werden,
dann nicht erfüllt, nur eine
kurz-fristige Ersparnis
wäre. Eine Investition
in ein
e n
hochwertigen Sandbelag, der
wie von den Experten vorgeschlagen
optimale Voraussetzungen
erfüllt,
wird sich langfristig
in jedem Falle für
Pferd und Bauherren
lohnen. |
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