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| Capriolen halten auf Trab:
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Lipizzaner-Schwerpunkt bei der Glas- und
Porzellan-Auktion im Wiener Dorotheum Die heurige Gala in der Winterreitschule
brachte es wieder
in Erinnerung: Nach Wien kehrten
die Ende des Zweiten Weltkrieges
vor russischen Truppen
geretteten Lipizzaner, eines der
bedeutendsten Aushängeschilder
Österreichs, genau vor 50
Jahren zurück.
Aus diesem Anlass hatte die
Glas- und Porzellan-Expertin
des Dorotheum, Ursula Rohringer,
für ihre Spezialauktion im
Dezember genau 50 Lipizzaner-
Porzellanpferde, sozusagen eines
für jedes Jahr, zusammengestellt.
Der Hintergrund der
Lipizzaner-Geschichte:
Die Spanische Hofreitschule in
Wien und das Lipizzanergestüt
in Piber wurden im 2. Weltkrieg
dem Berliner Landwirtschaftsministerium
unterstellt und die
Gestütspferde nach Hostau, im
heutigen Tschechien verlegt.
Vor Kriegsende bestand die Gefahr,
dass der Lipizzanerbestand
des Gestüts und ca 1000
der besten Hengste Europas ,
die dort zwischen 1942 - 1945
untergebracht waren, für immer
zerstört oder getötet würden.
Durch eine geheimgehaltene
Aktion von amerikanischen
und deutschen Soldaten
konnten die Pferde aus der
Frontlinie transportiert und bis
zum Kriegsende in Bayern untergebracht
werden.
Danach stellte man die
Lipizzaner in Wimsbach bei
Wels (Oberösterreich) ein,
wohin man 1945 die Hengste
der Hofreitschule aus Wien
gebracht hatte. Nach der Staatsvertragsunterzeichnung
wurden
die Lipizzaner zurück nach
Wien bzw. nach Piber gebracht.
Die Porzellan-Pferde der
Auktion, hergestellt von der
Manufaktur Augarten, spiegeln
die Bandbreite des
Könnens der Lipizzaner, der
Verkörperung der hohen
Schule der Reitkunst. Zu erwerben
ist etwa eine Capriole,
eine Pirouette oder ein Trab.
Die meisten Pferd-Modelle
wurden in den 20erJahren des
20. Jahrhunderts entworfen
und erfreuen sich bis heute
großer internationaler Beliebtheit.
Text und Foto: dorotheum Wien |
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