 |
| Medizin & Gesundheit
|
 |
Vollständigen Artikel mit Bildern als PDF herunterladen: Medizin & Gesundheit |
 |
 |
Textversion:
Zweiter Teil der Diagnose - Fourbure = Hufrehe In der letzten Ausgabe des Pferdeanzeigers
berichteten wir über
meinen Aufenthalt in Frankreich
bei einer schon fast aufgegebenen
Kaltblutstute mit akuter Hufrehe-
Erkrankung.
Die betroffene Pferdehalterin erläuterte
die medizinische Betreuung
Ihrer Stute in Frankreich,
die Überforderung eines französischen
Tierarztes und ihre
Hoffnungslosigkeit bezüglich
der Heilung Ihrer Stute.
Daran anschließend Ihre Bemühungen
doch noch eine erfolgversprechende
Therapie zu finden
und Ihre Suche danach im
Internet.
Durch das Internet stieß sie auf
unser Tierheilkundezentrum
und bat mich, Ihre Stute in Frankreich
zu therapieren, worauf ich
mich aufmachte und einige Tage
später bei den Pferdebesitzern
eintraf.
Die Bilder zum Artikel zeigen
das "Gretchen" heute - nach 6
Monaten ist sie noch immer topfit
- wie man sichtlich erkennt..
Man kann fast glauben, Gretchens
Erkrankung und erfolgreiche
Therapie hat sich in Frankreich
bereits herumgesprochen:
inzwischen ist vielen weiteren
an Hufrehe erkrankten französischen
Pferden durch Gretchens
Geschichte und deren Verbreitung
geholfen worden und einige
hilflose deutsche Pferdehalter
in Frankreich schöpften wieder
Hoffnung, dass Hufrehe doch
heilbar ist. Wir werden im nächsten
Jahr noch weitere Beispiele
aufzeigen.
Hier folgt nun der
zweite Teil des Erfahrungsberichtes
von Frau Broemel
sowie meine "Sicht der Dinge":
Es dauerte noch ein paar Wochen,
bis "Margarethe" wieder so
fit war, wie
wir sie einst kannten. Zu den von
Frau Nehls eingeführten Maßnahmen
achteten wir insbesondere
auch darauf, dass "Margarethe"
wirklich nur das fraß, was
gut für sie war. Das mit halmverkürzenden
Mitteln behandelte
Stroh wurde komplett weggeschafft
und wir füllten "Margarethe's"
Box mit über 1.500 Litern
Torf aus, welches wir dann
noch mit Hanf mischten. Wir waren
auf dem einzig richtigen Weg
... Nach langer Suche fanden wir
auch entsprechende Bio-Bauern,
die ihr Stroh naturbelassen weiterverkaufen.
Heute, nach 4 Monaten, füttere
ich noch immer "Rehe-Ex" und
"Horse-Allround-Kräuter" - aber
alle weiteren Mittelchen kann ich
beruhigt weglassen, denn "Margarethe"
geht es wieder richtig
gut!!!! Für mich ein kleines Wunder,
zumal ich hier in Frankreich
ganz bestimmt nicht die notwendigen
Maßnahmen gefunden
hätte, gäbe es nicht Frau
Nehls, die wirklich keine Mühen
gescheut hat, um zu helfen!! Sie
liebt die Tiere und achtet sie vor
allem ... Das ist die beste Voraussetzung
dafür, eine erfolgreiche
Therapie zu bestreiten!
Für alle, die auf der Suche nach
Hilfe sind, so kann ich sie ruhigen
Gewissens und aus gänzlicher
Überzeugung an Frau Nehls
verweisen!!
Bitte lassen Sie keine Versuche
an Ihren Tieren zu, die lediglich dazu dienen, Profit zu machen!!
Unser französischer Tierarzt sagte,
nachdem er "Margarethe's"
deutlich verbesserten Zustand
zur Kenntnis nahm, nur: "Ich hätte
aus medizinischer Sicht kein
Mittel gehabt, welches auf Dauer
wirklich hilft." Ich denke, diese
Worte sprechen für sich und
sind erschreckend zugleich!! So
hätte man ein Pferd wochenlang
mit starken Medikamenten behandelt
mit dem Bewusstsein,
dass es eigentlich nichts bringen
würde ...
In diesem Sinne nochmals einen
herzlichen Dank an Frau Nehls,
die mir auch persönlich sehr ans
Herz gewachsen ist ... :-)
Ich wünsche ihr alles Gute dieser
Welt und weiterhin den Erfolg,
für den sie sich mit Herz & Seele
zu Gunsten der Tiere verschrieben
hat und ich mir sicher bin,
dass sie ihn wie bei unserer "Margarethe"
weiterhin erfahren wird!!
Michaela Broemel
21310 Beaumont-sur-Vingeanne
Frankreich
"Michaela Broemel",
mickeypc@web.de
Zum Abschluss
noch ein Kommentar:
Als ich in Frankreich ankam und
Margarethe untersuchte, glaubte
ich selbst nicht, dass es irgendwie
zu schaffen sei, das von
mir liebevoll genannte "Gretchen"
wieder gesund zu bekommen.
Die Hufrehe-Erkrankung
war inzwischen bereits so
weit fortgeschritten, dass die Zusammenhangstrennung
deutlich
zu erkennen war, was leider nur
allzu oft keine Chance auf Heilung mehr zu hoffen lässt. Ja, was
macht man bzw. ich in so einem
Fall? Ich hielt es nicht für klug
die Pferdehalter völlig zu entmutigen,
klärte jedoch über die
verheerende Lage "optimistisch"
auf, geradezu ein Balanceakt..
zwischen Leben und Tod.. Das
Schlimmste, was mir hätte passieren
können, wäre gewesen,
wenn das Gretchen meinen Aufenthalt
nicht überlebt hätte: ich
setzte alles ein (Gott sei Dank
spielten die Pferdehalter 100%ig
mit..), um das zu schaffen!
Der Umstand der Halmverkürzer,
der eine wesentliche Rolle
spielte, dass Gretchen nicht gesund
hätte werden können, war
für mich der ausschlaggebende
Faktor, dass ich der Meinung bin,
manche Faktoren vor Ort müssen
erfasst werden können und
dies ist nur möglich, wenn ich vor
Ort bin; bei einer telefonischen
Auskunft kann man auf manche
widrigen Umstände unmöglich
eingehen, da man diese aus der
Ferne nicht erfassen kann..
Ich glaube fast, keiner war über
die Entwicklung froher, als ich
es war, weil mein Aufenthalt nur
dann einen Sinn gehabt hat, wenn
das Gretchen wieder gesund
würde und mir in den 10 Tagen
unseres Aufenthaltes Menschen
wie Pferde so an`s Herz gewachsen
waren, dass es mich tief
getroffen hätte, wäre alles umsonst
gewesen.. Beeindruckt hat
mich nicht nur das Bemühen
um`s Gretchen, sondern auch die
wahnsinnig nette Gastfreundschaft
und dieses Gefühl "mich
zu Hause zu fühlen" bei doch
"wildfremden Menschen".. daher
möchte auch ich ganz laut
"Danke" sagen.. |
 |
 |
Nächste Artikel dieser Ausgabe: Ponyland, Ponyland, Ponyland, Reitsportanlagen, Spiel & Spaß |
 |
| zurück |
 |
|
|