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Tierärztliche Klinik für Pferde in
Lüsche mit neuen Technologien Am Samstag, den 19.11.2005
wurden in der Tierärztlichen Klinik
für Pferde in Lüsche der im
Frühjahr diesen Jahres fertig gestellte
Neubau mitsamt der darin
eingebauten neuen Technologien
wie die Szintigraphie und
der Kernspintomograph eingeweiht.
Hierzu wurden alle Pferdepraktiker
Norddeutschlands geladen.
Die Feierlichkeiten wurden
durch ein Tierärzteseminar, worin
die Techniken durch Referenten
wie Dr. Nick Boulas aus England
und Dr. Uwe Heidbrink aus
München abgerundet.
Die Tierärztliche Klinik für Pferde
besteht seit 2001 in dieser Konstellation
mit den Partner Dr.
Marc Koene, Dr. Jan-Hein Swagemakers,
Dr. Kirsten Schwenzer
und Julius Wegert in dem Ort
Lüsche. Neben diesen sind noch
sieben weitere Tierärzte tätig. Insgesamt
besteht das Team aus 38
Mitarbeitern, die sich um die Gesundheit
und das Wohlergehen
des Patienten Pferd kümmern.
Hierfür stehen 75 klinikseigene
Boxen sowie eine Reithalle zur
Verfügung. Das Leistungsspektrum
erstreckt sich angefangen
bei der Orthopädie und Sportmedizin
weiter über die Chirurgie,
Notfall- und Intensivmedizin
bis hin zu allen Spaten der
Reproduktionslehre, inklusive
des Embryotransfers und der Gewinnung
und Aufbereitung von
Tiefgefriersperma.
Um dem neuesten Stand der Medizintechnik
gerecht zu werden,
stehen sämtliche Diagnose- und
Behandlungsinstrumente zur
Verfügung. Komplettiert wurde
die Bandbreite nunmehr um eine
Szintigraphieanlage und eines
Kernspintomographen.
Die Kernspint-Tomographie
auch Magnet- Resonanz-Tomographie
(MRT) genannt, ist eine
diagnostische Technik zur Darstellung
der inneren Organe und
Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern
und Radiowellen. Das
Verfahren wird seit ca. 8 Jahren
in der Pferdemedizin eingesetzt.
Heute gibt es bundesweit drei
Tierkliniken, die dieses Verfahren
am stehenden, sedierten
Pferd durchführen können, ohne
das Tier in Narkose legen zu
müssen.
Wie funktioniert die
Kernspin-Tomographie?
Der Körper besteht wie unsere
Umwelt aus Atomen. Im Körper
sind dies vor allem Wasserstoffatome.
Beim MRT werden
diese einem sehr starken Magnetfeld
ausgesetzt, wodurch die
Protonen (positiv geladene Teilchen
im Kern jedes Atoms) sich
entsprechend dem Magnetfeld
linear ausrichten. Eine Radiofrequenzspule
wird um den Untersuchungsbereich gelegt.
Pulsförmig werden nun Frequenzen
eingesetzt, die dazu
führen, dass die Protonen aus ihrer
linearen Ausrichtung in
Schwingungen versetzt werden.
Wird der Impuls ausgeschaltet,
können sich die Protonen wieder
entspannen und linear ausrichten,
so wie es ihnen von dem
starken Magnetfeld aus vorgegeben
wird.
Dabei senden die Protonen Signale
aus, die durch hochempfindliche
Antennen gemessen
werden können. Ein Computer
berechnet aus den Signalen mit
Hilfe sehr komplizierter mathematischer
Verfahren ein Schnittbild
durch den Körper.
Bei der Szintigrafie handelt es
sich ebenfalls um ein bildgebendes
Verfahren, welches bei der
Diagnosestellung eingesetzt werden
kann.
Hierbei wird dem Pferd radioaktives
Material in flüssiger Form
injiziert. Innerhalb eines bestimmten
Zeitraumes verteilt sich
die Radioaktivität im gesamten
Körper. Mit Hilfe einer Gamma-
Kamera kann nun festgestellt
werden, wo sich im Körper ein
erhöhter Stoffwechsel befindet
wie beispielsweise in Gelenken.
Dies lässt dann auf eine Entzündung
bzw. einem erkrankten
Prozess schließen. |
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