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| Wenn die Artikel "von der Stange" nicht passen
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E.QUUS D.ECUS - Reitkunst XXS-XXL
spezialisiert auf das Pferd mit Sondermaßen Seit vielen Jahren arbeite ich mit
Pferden. Es sind überwiegend
Pferde, die keinem einzigen
Rassestandard entsprechen und
damit Pferde, die immer mehr
in unseren Ställen zu finden
sind.
Vor 20 Jahren gab es "das Pferd",
heute sind unsere Ställe erfreulicherweise
bunte Mischungen
aus vielen Nationen und wir
haben zudem auch viele Rasse-
Kreuzungen. Bei meiner täglichen
Arbeit mit diesen unseren Pferden
fiel mir recht schnell auf, dass ich
immer häufiger mit dem Problem
passender und zweckmäßiger
Ausrüstung genau dieser Pferde
konfrontiert wurde.
Welche Kreation einer Fußlonge
ist sinnvoll, um mit einem
Shetlandpony im Zirkuslektionenbereich
am Kompliment zu
arbeiten? Den Huf durch die
Schlaufe einer einfachen Nylonlonge
fädeln, um Gefahr zu
laufen, dass sich das Pony am
scharfen Nylon verletzt und mir
ggf. die Longe durch die Hände
zieht, falls es erschrickt und mich
dabei verletzt, diese Longe sowieso
viel zu lang ist,… Nein,
nein.
Es gab auch einen Camargue-
Wallach, der dressurmäßig sehr
weit ausgebildet war und mit dem
wir gerne die Arbeit am Langen
Zügel begonnen hätten. Die
einfachen Trensenzügel waren
für diesen Zweck viel zu kurz.
Seine Besitzerin war sehr eitel und
wollte sich auf meinen Vorschlag,
dafür einen Schlaufzügel zu verwenden,
nicht einlassen, weil dies
nicht gut aussähe und jeder sehen
würde, dass dies ein Schlaufzügel
ist.
Ein Welsh-Pony sollte auf eine
Show und dafür passend Ton in
Ton zur Schabracke bandagiert
werden. Mensch, hätte das chic
ausgesehen! Leider gab es
nirgends passende Bandagen für
diese kurzen dünnen Beinchen.
Ich arbeitete auch mit einem sehr großen rheinischen Kaltbluthengst,
der reiterlich in den
Anfängen der Dressur steckte und
Talent dafür zeigte. Er sollte
daneben auch im Reitbetrieb für
behinderte Kinder eingesetzt
werden. Aufgrund solcher Tätigkeit
in der Öffentlichkeit achteten
seine Besitzer nicht nur auf
zweckmäßiges sondern auch auf
ansehnliches Sattelzeug.
Zumindest hatten sie sich das so
vorgenommen und scheiterten
daran, dass sie in diversen Reitsportgeschäften
nicht fündig
wurden. So musste schlussendlich
eine gefaltete Sofadecke
als Sattelunterlage dienen, weil
nirgends eine Schabracke zu
finden war, die diesem Pferd und
unter seinem Sattel nicht zu klein
war.
Einige Zeit später hatte ich mit
einem enorm großen und
kräftigen Friesen zu tun, der an
beiden Vorderbeinen Fehlstellungen
hat und sich in der
Piaffe selbst verletzt indem er sich
gegenseitig mit einem Vorderhuf
in den Kronrand des anderen
Vorderhufes tritt.
Wo bekommt man für ein solches
Problem und ein so wuchtiges
Pferd passende Hufglocken her?
Oh je, dachte ich, all diese
Schwierigkeiten werden wohl
immer solche bleiben.
Die Besitzerin einer Haflingerstute,
die einen sehr kleinen und
ebenso zierlichen Kopf hat,
schimpfte über mangelhafte Auswahl
an Trensenzäumen im üblichen
Handel. Sie erzählte mir,
dass sie immer drei Zäume kaufen
muss, aus denen sie sich dann
einen passenden für ihre Stute
bastelt. Reithalfter in Vollblutgröße,
Backenstücke in Pony-
Größe und Genickstück in Warmblutgröße.
Das ist eine ziemlich
lästige und teure Angelegenheit.
Und man hat für sein Pferd ja
auch nicht nur einen Zaum,…
Ähnliche Schwierigkeiten zeigten
sich bisher bei fast allen Arabern, denen in der Regel nicht
einmal Zäume in der Standard-
Vollblut-Größe passt, woraufhin
man auf Pony-Größe zurückgreifen
muss, dann aber wieder
an den zu kurzen Stirnriemen
scheitert.
Eigentlich fühlte ich mich mit all
diesen Beschwerden und Unzufriedenheiten
um mich herum
gar nicht so unwohl.
Ich wusste nämlich seitdem, dass
ich mit meinem ebenfalls Nicht-
Standard-Pferd mit diesen
Problemen nicht allein dastehe.
Meine Stute, die extrem überbaut
ist, braucht maßangefertigte
Schabracken – weil ich genau wie
die Besitzerin des Camargue-
Wallachs sehr eitel bin und mich mit einfachen Satteldecken nicht
zufrieden geben möchte.
Und bei mir tauchte zusätzlich
ein bisher noch unangesprochenes
Problem auf: Gamaschen.
Seither musste ich immer mit handelsüblichen
Gamaschen arbeiten,
die meiner Stute in Warmblutgröße
im Umfang prima passen.
Aber durch extrem kurze
Röhrbeine decken sie auch gleich
das Vorderfußwurzelgelenk mit
ab. Gamaschen mit Warmblutumfang
aber Pony-Länge gibt es
nicht. So ein Ärger! Also bandagieren!
Moment, Bandagierunterlagen
in dieser Größe gibt
es auch nicht,…
Um Frust und Trauer ein Ende
zu bereiten, haben wir "Equus
Decus" gegründet. Sie finden
sinnvoll durchdachte und optisch
ansprechende Ausrüstung für Ihr
Pferd aus hochwertigen Materialien.
Weitere Infos unter:
www.dressurbedarf.de
Text: Ella Dietrich
Fotos: Melanie Groger,
www.zoomperformance.de |
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