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FIERACAVALLI IN VERONA : FIERACAVALLI IN VERONA: Das große Pferdefestival Italiens
Das große italienische Festival rund ums Pferd verwandelte die Stadt an der Etsch im November in eine "Cavallo-Mania": schon am Sonntag vor Messebeginn trafen in der Piazza von Verona an der weltbekannten Opernarena die ersten Kutschen und Oldtimer an, die eine Teilstrecke der Mille Miglia von Mantua nach Verona zurückgelegt hatten. 20 Fahrzeuge aus dem frühen 20. Jh. fuhren von Mantua direkt zur Arena nach Verona und präsentierten ein einzigartiges "mobiles" Museum, um die wichtigste Pferdemesse Italiens anzukündigen! Über 130.000 Besucher kamen schließlich auf das Messegelände unweit des historischen Zentrums: 6% mehr als 2004, wobei auffällig war, dass die Besucheranzahl in den ersten beiden Werktagen zugenommen hat. Auf einem Messegelände von ca. 370.000 m2 Austellungsfläche war in 9 Hallen und weiteren Zeltstrukturen der Partner Pferd in seiner großen Vielfalt zu sehen: der Vierbeiner als Sportpartner bei der Wertungs-Prüfung des World Cups im Springreiten, das Pferd als Freund des Kindes im Sondersalon "Cavalli und Bambini", in dem die Kleinsten voll auf ihre Kosten kamen beim Ponyreiten, Pasta-Kochen, Bilder malen und Indianerspielen, das Pferd als einer der elegantesten Vierbeiner im Salon des arabischen und spanischen Pferdes (mit europäischen Araberchampionat) sowie das Pferd als Kamerad und wichtige Komponente der italienischen Tradition und Kultur im "Dorf der Traditionen".Dort konnte man die italienischen Regionen mit ihren traditionellen Trachten, Musik und vor allem kulinarischen Köstlichkeiten wie Pasta mit Steinpilzen, Wildschwein- Fleisch und gerösteten Maronen kennen lernen. Nicht weit davon vernahm man das Hämmern und Schlagen von Eisen sowie die angenehme Wärme des Feuers beim internationalen Hufschmied-Wettbewerb. WORLD CUP im SPRINGREITEN UND CSIOP Auf dem CSI-Springturnier, in dessen Rahmen die italienische Etappe des World Cups ausgetragen wurde, waren zahlreiche deutsche Reiter am Start: Ludger Beerbaum, Marco Kutscher, Lars Nieberg, Markus Ehning und die Amazonen Meredith Michaels- Beerbaum und Pia-Luise Aufrecht. Wenn auch in diesem Jahr die World-Cup-Wertung nach dem Vorjahresgewinn durch Tony Hassmann in die Hände von Albert Zoer ging, so waren die deutschen Farben dennoch bei den Siegerehrungen stark vertreten. So belegten beispielsweise Marco Kutscher auf Numero uno und Markus Ehning auf Noble Savage H Platz 1 und 2 im Zeitspringen am Sonntagmorgen und in einem weiteren Zeitspringen belegten M. Michaels- Beerbaum, Lars Nieberg und Ludger Beerbaum die Plätze 2 bis 4. Auch beim internationalen Ponyturnier, das parallel ausgetragen wurde, waren die deutschen Youngsters erfolgreich und belegten mit Carolin Zell, Antonia Schnabel, Lisa-Marie Dersch und Patrick Stuhlmeyer den dritten Platz im Nationen-Cup. EUROPÄISCHES ARABERCHAMPIONAT Superstimmung herrschte im Zelt des arabischen Pferdes: die schönsten Araber Europas zeigen sich dem begeisterten Publikum, das immer wieder zur Ruhe aufgerufen wird. Tiere aus Polen, Spanien und aus den Emiraten und einige Araber aus deutscher Zucht präsentierten sich dem internationalen Team der Preisrichter, dem auch der Deutsche Holger Ismer angehört. Im europäischen Araber-Championat schaffte es BC Specific (Sandstrom JC x Basara Saiyana von Melnebli) aus der Zucht und im Besitz der Fam. Blutbacher unter die Top Five. "Ein großer Erfolg bei dieser starken Konkurrenz" so Edeltraut und Horst Blutbacher, die sich mit dem Ergebnis ihres erst 5jährigen Hengst voll zufrieden zeigen. GALA D’ORO Nach einem mit Events gespickten Messetag konnte der Besucher dann in der abendlichen Gala d’Oro nochmals ganz tief in die Welt des Pferdes eintauchen. Eine Zeitreise mit der italienischen Kavallerie, beeindruckende Barock-Studien, aufregende Stunts mit brennenden Pferden und Menschen neben allerjüngsten spanischen Senoras, die ihre Shettys in iberischer Manier eingespannt hatten und dergroße Meister der Freiheitsdressur Lorenzo waren zu bewundern. GROSSE FACHAUSSTELLUNG Große Bedeutung kam außerdem der Fachausstellung für Pferdesport in Verona zu, die in vier verschiedenen Ausstellungshallen alles rund um den Vierbeiner und den damit verbundenen Sportarten und Freizeitmöglichkeiten zeigte: 550 Aussteller aus dem In- und Ausland präsentierten Klassiker und Produktneuheiten . Aus deutscher Sicht eine erfolgreiche Ausgabe der Fieracavalli: Heike Schmidt von der italienischen Handelskammer in Frankfurt, der deutschen Vertretung des Veroneser Veranstalters zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung für die deutschen Unternehmer. 36 deutsche Aussteller waren in den verschiedenen Bereichen vom Spezialfutter über zahlreiche Ausrüster der einzelnen Disziplinen, Künstler, Hersteller von Pferdetransportern bis hin zu den deutschen Zuchtverbänden (Hannoveraner und Oldenburger) vertreten. Mit von der Partie war auch der bekannte Veterinär Dr. Helmut Ende, der in Zusammenarbeit mit dem italienischen Zuchtverband und der italienischen Handelskammer in Deutschland sein begehbares Pferd erstmals in Verona vorstellte. Sein Engagement wurde wie immer mit einer langen Schlange vor dem Eintritt in den Pferdebauch belohnt. Insbesondere die Westernhalle verdient ein großes Lob: hochwertige Messestände mit Holzveranden, die den Farmhäusern im amerikanischen Westen nachempfunden wurden versetzen den Besucher in eine andere Welt. In der speziellen Fachschau für Westernausrüster präsentierten sich die Firmen Outback aus Lilienthal und Saddle Shop Trading aus Göppingen um den italienischen Fachhändlern ihr Sortiment vorzustellen. Positiv zu bemerken bleibt die Tatsache, dass die Kaufkraft auf italienischen Messen offensichtlich stärker ist als die auf vergleichbaren deutschen Veranstaltungen, was die Fieracavalli zu einem attraktiven Markt für deutsche Fachaussteller gemacht hat. IL SALONE DEL WESTERN: In den Halter Wettbewerbenauf Italiens größter Pferdeveranstaltung zeigten sich die besten Tiere der italienischen Zucht auf dem Laufsteg: Fohlen aus den Jahrgängen 2004 und 2005 der Rassen Quarter, Appaloosa und Paint stellten sich der Jury. Im Wettbewerb "Grand Champion Halter Fieracavalli", an dem sämtliche Jahrgänge und Rassen startberechtigt waren, wurde der Titel jeweils an das beste Pferd des allgemeinem italienischen Zuchtverbands (AIA), des italienischen Quarter Horse- Verbands (AIQH) sowie des italienischen Paint Horse Verbands (PHCI) vergeben Großen Anklang seitens der Züchter fand der "most colorful"- Wettbewerb, der den Richtern eine präzise Beobachtungsgabe abverlangte. Es siegte Pascky o bright one im Besitz von Matteo Scandola. Eindrucksvoll ebenfalls die große Hengstparade mit 22 Pferden, die am Sonntagnachmittag Scharen von Besuchern magisch anzog. Die zwei Neuigkeiten beim Turnier der diesjährigen Fieracavalli haben die Erwartungen voll erfüllt: Working cow und Twin Run Reining: das Publikum blieb auf der Tribüne wie angenagelt sitzen bis der letzte Reiter am Samstagabend den Ring verließ und übertraf somit den kühnsten Optimismus der Organisatoren. Es siegte Michael Grigolato auf MZ Dualli O’Lena. Im Anschluß daran sah das Veroneser Publikum zum ersten Mal das working cow horse in einem Reining- und Fence work-Wettbewerb, was mit großem Enthusiasmus aufgenommen wurde. Hier gewann der Südtiroler Markus Schöpfer auf Coeur de Lena Bar. Danach konnten wiederum im Cutting die top ten open riders bewundert werden in einer Prüfung, die von CO.GE.MAS Italia gesponsert wurde mit einer Trophäe, die nun zum 3. Male in Folge vergeben wurde und in diesem Jahr sogar auf die Working Cow-Wettbewerbe ausgedehnt wurde. In der Cutting night ging die begehrt Trophäe an Roberto Marchi auf Smart Lil Belle. Zum ersten Mal nach mehrjähriger Pause wurde wieder Reiningin Verona gezeigt und zwar in Form des Twin Run reining: pro Los wurden Paare aus open riders und non pro zusammengestellt, wobei die Reiter vom nationalen Verband aufgrund bestimmter Erfolge nominiert worden waren. Auch das barrel racing und pole bending am abschließenden Sonntag konnte ansteigende Teilnehmerzahlen verbuchen, insbesondere mit dem neu ausgeschriebenen Preis der Regionen. Die Versteigerung des amerikanisches Pferdes wurden jeweils am Donnerstag und Freitag bei großem Interesse seitens des Publikums durchgeführt. Eine gute Qualität der Pferde, sei es an Material sowie an Leistung und eine kurzweilige Präsentation wurde vom Organisationsteam Gamme Aste aus Cremona sichergestellt. FIERACAVALLI NR. 1 DER ITALIENISCHEN MESSEN Fieracavalli ist und bleibt somit die Nummer eins unter den italienischen Pferdemessen: auf der zum 107. Male ausgetragenen Veranstaltung sahen mehr als 130.000 Besucher über 2.600 Pferde (!) aller Rassen und Disziplinen auf dem Messegelände, ein wirklich einmaliges Erlebnis in unnachahmlicher Vielfalt, was seinesgleichen in Europa sucht. Die nächste Fieracavalli findet vom 02.-05.11.2006 statt. Informationen für Besucher und Aussteller sind erhältlich bei der Italienischen Handelskammer für Deutschland Heike Schmidt, Kettenhofweg 65. 60325 Frankfurt Tel. 069-971452-63 hschmidt@ccig.de www.fieracavalli.it  
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