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Hände weg vom Strahl! So war der sehr engagiert und
immer wieder vorgetragene Ratschlag
von Prof. Hertsch von der
FU Berlin in seinem Vortrag über
die verschiedenen Formen des
Zwanghufs. Man dürfe allenfalls
faulige Stellen und Zerfallshorn
entfernen. Der Strahl müsse auf
jeden Fall Bodenkontakt haben,
damit er seine Funktion wahrnehmen
könne. Das beste für die
Bearbeitung in vielen Fällen von
Zwanghufen sei die Umstellung
auf Barhuf, was leider in allzu
vielen Fällen nicht genügend beachtete
werde.
Zuvor schon hatten die etwa 150
Teilnehmer der HUF-factory im
Hessischen Landgestüt Dillenburg
von Ina Schweikardt erfahren,
dass Gelenkchips fast immer
vererbbar seien. Daher haben verschiedene
Zuchtverbände schon
entschieden, solche Pferde nicht
mehr zur Zucht zuzulassen. Burkhard
Rau führte schließlich in die
Prinzipien der Hufbearbeitung
nach der Natural Balance-Methode
ein. Diese wurde von Gene
Ovnicek, einem Hufschmied
aus Montana, entwickelt und umfasst
einerseits Anleitungen zur
Bearbeitung des unbeschlagenen
Hufes. Dazu gibt es ein Hufeisen
mit einer speziell entwickelten
Form, der inzwischen auch in Aluminium
und Kunststoff erhältlich
ist. Rau machte darauf aufmerksam,
dass gleichzeitig mit
Gene Ovnicek der sehr ähnliche
Four-point-trim von Ric Redden
in Kentucky entwickelt wurde.
Auch der NBS-Beschlag ist schon
länger bekannt. Ein sehr vergleichbarer
Beschlag wurde von
dem deutschen Hufschmied S.
Fischer Anfang des 19. Jahrhunderts
entwickelt. Gleichzeitig beschlug
Lothar Uhlenbruch neben
dem Podium ein Pferd mit einem
NBS-Beschlag. Die Bilder wurden
live auf eine Leinwand übertragen
und von Burkhard Rau
kommentiert.
In Wokshops erhielten die Teilnehmer
außerdem Hinweise,
was sie gegen Fäulnis am Huf
unternehmen können und woran
sie gute Arbeit am Huf erkennen
können. Wie das in der
Realität aussieht konnte dann in
verschiedenen Vorführungen beobachtet
werden. Dabei wurden
Kunststoffbeschläge von DynamixIHT,
Hippoflex und Hippoplast
ebenso verarbeitet wie Aluminiumbeschläge
und Klebeschuhe
von Dallmer und Hippoplast.
Außerdem wurden Hufschuhe
von Dallmer und marquis
angepasst. Wer mehr über
die verschiedenen Produkte im
Bereich Huftechnik erfahren
wollte, konnte sich an einem der
zahlreichen Informationsstände,
die Aussteller in der alten Reithalle
des Landgestüts aufgebaut
hatten, beraten lassen.
In einem Teil des historisch sehenswerten
Hessischen Landgestüts
Dillenburg erfuhr eine besondere
Besuchergruppe in einem
Intensivkurs mehr über das eigene
Bearbeiten der Hufe zwischen
den Besuchen von Hufpfleger,
Huftechniker oder Hufschmied.
Dr. Alexander Wurthmann
Für Rückfragen:
Tel. +49/8093/5028,
info@besw.de |
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