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| Urlaub im Sattel
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Textversion:
Natur pur – Rumänien eines der letzten Naturparadiese Europas Nach verschiedenen Reiterurlauben
mit Hotelunterkunft wollte
ich einmal etwas Urwüchsiges
machen – einen richtigen Trail mit
Zelt. So richtig Natur eben.
Weil ich mit dem "Urlaubspferd”
beste Erfahrungen gemacht habe,
habe ich da angerufen und
mich beraten lassen. Das Ergebnis
war ein Wanderritt in Rumänien.
Der Inhaber kannte den Ritt
natürlich persönlich (er kennt offensichtlich
alle Ritte aus eigener
Erfahrung) und konnte mir genau
schildern, was da so abgeht.
Er hat natürlich mal wieder untertrieben
– in Wirklichkeit war
es noch besser!
Der Flug ging problemlos mit einem
Airbus nach Cluj Napoca.
Da hat uns Csaba, unser ungarischer
Reitführer abgeholt. Der
spricht fließend deutsch und hat
uns dann zu einem kleinen Haus
mitten in den Bergen gefahren.
Grandiose Aussicht, nur Natur
ringsum, die rund dreißig Pferde
laufen mit ihren Fohlen frei
auf den Wiesen und im Wald herum
– bis es am Abend Hafer gibt.
Dann sind alle pünktlich da!
Am Abend sitzen wir alle am offenen
Kamin, in dem auch gekocht
wird. Eine Mischung aus
rumänischer und ungarischer
Küche verwöhnt uns – und alles
vom ofenen Feuer. Ein echtes
Abenteuer.
Am nächsten Morgen geht es los.
Czaba teilt uns die Pferde zu –
und alles passt! Das Gepäck wird
auf einen Pferdewagen verladen,
zwei Pferde eingespannt und es
geht los.
Wir selber reiten meistens Stuten
und die Fohlen dürfen mit. Sie
werden die ganze Zeit frei neben
uns her laufen. Hier ist alles so
einfach und natürlich. Genau das
Abenteuer, das ich haben wollte.
Danke für den tollen Tipp!
Manchmal reiten wir über Wege,
meistens aber einfach durch Wald
und über Wiesen. Kleine, saubere
Flüsse bieten zwischendurch
eine Abkühlung, bevor es weitergeht.
An den Abenden werden
die Zelte aufgebaut, und nach
tollem Essen vom Grill sitzen wir
noch lange am Lagerfeuer. Da
wird noch viel erzählt, von den
Galoppaden unterwegs, von den
Rehen, die wir gesehen haben,
manchmal von einem kleinen
Dorf, das wir passiert haben und
auch von den Menschen, die wir
unterwegs getroffen haben.
Meist sind es Schäfer, die hier im
Sommer mit Schafen und Rindern
auf der Alb leben und Käse machen.
Begleitet werden sie von
großen Hunden, die uns gegenüber
verspielt sind, in der
Nacht aber Menschen und Tiere
auch mal gegen Bären verteidigen.
Tja, hier ist es wirklich so
einsam und menschenleer, dass
es noch viele Bären gibt. Gut, dass
Czaba und seine Hunde auf uns
aufpassen. So haben wir (vier
Deutsche und zwei Ungarn) auch
nachts keine Angst. Und tagsüber
sind wir mit diesen tollen Pferden,
meist Lippizaner und Lippizaner-
Kreuzungen so wieso viel
schneller.
Die Pferde sind unglaublich trittsicher
und galoppieren auch in
schwierigem Gelände sicher. Nur
wenn die Fohlen mal zu weit weg
gerannt sind, werden die Stuten
etwas unruhig. Aber ein entschiedenes
Wiehern, und der
Nachwuchs ist wieder da. Wer
will schon seine Milch- und Futterquelle
verlieren? Und ohne Mama
ist die Welt ja auch so einsam!
Wir besuchen eine Tropfsteinhöhle,
besuchen eine Heilquelle
und eine Burg – aber dann verlassen
wir den "Rummel" und es
geht zurück in die reine Natur.
Eine unheimliche Ruhe, eine Gelassenheit
sondergleichen breitet
sich bei uns aus. Das tägliche Reiten
wird so völlig normal – der
Kontakt zum Pferd wird immer
tiefer und selbstverständlicher.
Es ist einfach ein Traum!
Manchmal übernachten wir auch
ganz "luxuriös" in Berghütten und
Bauernhöfen (noch mal richtig duschen!)
am schönsten aber ist es
im Zelt oder unter einem überwältigenden
Sternenhimmel.
Diesen Wanderritt kann ich nur
jedem Reiter empfehlen. Ja, so einen
Ritt sollte jeder Reiter einmal
machen "müssen", damit er erfährt,
wie toll und selbstverständlich
reiten sein kann! Das gilt besonders
für die Hallenreiter!
Eva Busseck |
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