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Glänzend in die grüne Saison! Wer kennt das nicht: Du
kommst zum Reiten und dein
Pferd ist gut paniert. Der (mit
Glück) getrocknete Paddockschlamm
lässt sich von Fell noch
leicht abbürsten, bei Mähne und
Schweif helfen meist nur
Wasser, Shampoo und gutes
Fellglanz- bzw. Mähnenspray.
Und selbst wer sein Pferd
eindeckt: Hals, Beine und
Langhaar bleiben nackt ... Die Sonne wird stärker und immer
mehr freuen sich unsere
Vierbeiner nun über wärmere
Tage auf Weiden und Paddocks.
Leider mit den für ihre Besitzer
oft recht arbeitsaufwändigen Folgen:
Fell, Mähne und Schweif
sind schmutzverklebt, die Hufe
oft muffig vom nassen Boden.
Für die tägliche Arbeit mag es
die Wurzelbürste tun, zumal man
Pferde, die ohne Decke im Freien
stehen, ohnehin nicht zu stark
putzen sollte.
Sauber, sauber!
Was aber, wenn man auch jetzt
mit dem Pferd auf einer Show-
Veranstaltung auftreten oder einem
Hallenturnier starten möchte?
Vor allem Besitzer von hellen
Pferden wie Schimmeln und
Schecken mit hohem Weißanteil
können davon ein Liedchen singen:
Mistflecken im Fell, verklebte
Mähnen und Schweife erfreuen
den reiterlichen Anblick.
Da hilft nur eines: Die gründliche
Vorreinigung mit Striegel
und Kardätsche, anschließend
die Spezialbehandlung der
Flecken. Kleinere gelb-grüne Stellen
kann man mit Sprays wie zum
Beispiel Equilux einsprühen, mit
einem trockenen, rauen Tuch
nachreiben und anschließend abbürsten.
Dasselbe gilt für die
mäßig verschmutzten Stellen an
Mähne und Schweif.
Handelt es sich um größere, stark
verschmutzte Flächen, müssen
Wasser und Seife ran. Hier hat
es sich bewährt, das Shampoo
mit der Bürste aufzutragen und
die Mistflecken gründlich zu
schrubben. Glücklich ist, wer
dafür eine Waschbox mit warmem
Wasser zur Verfügung hat,
allen anderen sei eine Bürste mit
Stiel und Gummihandschuhe
empfohlen, um Eishände zu vermeiden.
Anschließend klarspülen,
bis der letzte Seifenrest
verschwunden ist, damit später
das Fell nicht juckt. Bei den Reinigungsmitteln
ist eine breite
Auswahl an Produkten im praktischen
Einsatz: Das vermeintlich
billige Ei-Shampoo aus dem
Drogeriemarkt, für helle Schweife
das angeblich wirksame
"Hausmittel" Feinwaschmittel
oder Gardinenbleiche.
Im Reitsportfachgeschäft erhält
man eine breite Auswahl an Pferdeshampoos
– vom Universalprodukt
über medizinisch wirksame
Waschmittel gegen Schuppenbildung
bis hin zu solchen
mit farbverstärkendem Effekt.
Umfangreiche Tests unterschiedlichster
Mittel kamen zum
Ergebnis: Gute Pferdeshampoos
sind letztlich doch die beste Wahl.
"Ein gutes Shampoo reinigt auch mit geringen Mengen effektiv
und ist gut verträglich. Die Haut
darf also auch bei häufigerem
Gebrauch nicht schuppig werden",
erklärt Claudia Rottmann
von der Firma Stassek, die die
Equi-Serie (Equistar, Equilux,
Equisolid) herstellt.
Damit kann es auch nicht schaden,
speziell weiße Schweife mit
zwei bis drei Waschdurchgängen
zu behandeln. "Am besten
wäscht man in kürzeren Intervallen,
damit das weiße Haar den
Schmutz erst gar nicht so aufnimmt",
so Rottmann.
Ready for the Show
Nach dem Waschen, vor allem
von Schweif und Mähne, sollte
das Langhaar mit einem guten
Spray eingesprüht werden, bevor
– wenn es richtig gemacht
wird – die Haare einzeln verlesen
werden. Wer dafür keine Zeit
hat, kann auch kleinere Strähnen
um den Finger wickeln und mit
einer groben Bürste durchgehen.
"Wichtig ist, das Langhaar nach
dem Einsprühen komplett trocknen
zu lassen", empfiehlt Rottmann.
Moderne Schweifsprays basieren
auf Silikonemulsionen, um
die glänzende und entknotende
Wirkung zu erreichen. Die Anteile
müssen aber relativ hoch
sein, damit die Wirkung auch bis
zu vierzehn Tage anhält.
Leider finden sich dazu keine Informationen
auf der Packung –
man muss es einfach ausprobieren.
In unserem Kurztest besonders
gut bewährt haben sich
Equistar und Parisol Horse Gloss,
das seit kurzem mit neuer Wirkstoffkombination
auf dem Markt
ist. Auch die in den Raiffeisen-
Läden Norddeutschlands erhältlichen
Champ-Produkte versahen
gute Dienste.
Desinfektion und Pflege
Vor allem in den Übergangsmonaten
stehen Hufe und Fesseln
bei Matschwetter lang im Feuchten.
Pferde ohne Weidegang stehen
fast den ganzen Tag in ihren
Boxen – zunehmend setzt sich
leider die eher unhygienische
Matratzenhaltung durch.
Hier empfiehlt die Firma Hofmeister
ihr neues Desinfektionsspray
"HC 250" auf Wasserstoffperoxid-
und Silbernitratbasis,
das bei regelmäßiger
Anwendung in den Boxen das
Stallklima verbessern und dem
Entstehen von Mauke vorbeugen
soll.
Bei empfindlichen Pferden kann
es erforderlich sein, die Fesselbeugen
mit pflegenden Cremes
und die Hufe mit desinfizierenden
und konservierenden Substanzen
gegen Strahlfäule zu behandeln.
Wichtig ist allerdings
anfangs die tägliche und später
immer noch regelmäßige Anwendung
nach Packungsaufschrift.
Eine besonders pflegende und
auch wachstumsfördernde Wirkung
haben Produkte mit Lorbeer-
oder Lorbeerblätteröl, wie
sie zum Beispiel die Parisol-Produkte
enthalten. Eine hornstärkende
Wirkung verspricht Equisolid
mit Perubalsamöl.
Die Pflegemittel müssen einziehen
und nicht nur als Glanzschicht
auf der Hufoberfläche
haften bleiben. Frau Rottmann
von Stassek empfiehlt für die Probe
aufs Exempel die Hufe vor
dem Reiten einzufetten und
anschließend zu überprüfen, ob
der gesunde Glanz des Hufes
noch sichtbar ist.
"Die beste Pflege nützt aber
nichts, wenn die Pferde auf
schlecht gemisteten Matratzen
oder fesseltief im Matsch stehen,
da werden die gesündesten Hufe
krank", mahnt Rottmann.
Alle Artikel im gut sortierten
Reitsporthandel erhältlich!
Text: © Doris Jessen |
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