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14 Jahre Jungzüchterarbeit
im Verband der Pony- und Kleinpferdezüchter Hannover Vor 16 Jahren kam der Verband der Hannoveranerzüchter auf die
Idee, seine Nachwuchsarbeit zu verstärken. Die Ära der Jungzüchter
im Warmblutbereich begann. Zwei Jahre später ließ die Erkenntnis,
dass es auch bei den Ponyzüchtern an Nachwuchs mangelt, Ulrich
Stöter, den Vorsitzenden des Bezirksvereins Hannover, auf die
Idee kommen in die Jungzüchterarbeit einzusteigen. Auf einer Mitgliederversammlung
wurde die Thematik
vorgestellt. Alle Anwesenden
unterstützten die Idee, und so
beauftragte man Frau Marianne
Dethering-Schwöbel zu versuchen,
Kinder und Jugendliche
für die Jungzüchterarbeit zu
begeistern. Aus kleinen Anfängen
wurde in den zurückliegenden
14 Jahren sehr schnell mehr.
Es ist an der Zeit, dass die Jungzüchterbeauftragten
im Verband
der Pony- u. Kleinpferdezüchter
Hannover, der als erster eigenständige
Ponyjungzüchterarbeit
einführte, einmal ein Resümee
der vergangenen Jahre ziehen.
Marianne Dethering-Schwöbel,
die Landesjungzüchterbeauftragte,
stellt die Arbeit einmal
vor: Oberstes Ziel war und ist
auch heute noch, Kinder u. Jugendliche
an Ponys und Pferde
heranzuführen, Spaß und Ausbildung
miteinander zu verbinden.
Wir legen sehr viel Wert auf ein
freundliches Miteinander, die Ermutigung
der Jungzüchter, ganz
besonders in den jüngeren Abteilungen.
Hier wird der Sicherheitsgedanke
groß geschrieben,
bei ganz jungen Kindern dürfen
zum Beispiel die Eltern mit etwas
Abstand auf der Dreiecksbahn
nebenher gehen, um im
Notfall eingreifen zu können.
Auch wird der Fragebogen in
dieser Abteilung mündlich abgeprüft,
da 6- bis 7-jährige noch
nicht ausreichend lesen und
schreien können.
Als Richter hat man hier die Möglichkeit,
sehr aufgeregte Kinder
zu beruhigen und zu ermutigen.
Jeder soll mit einem guten Gefühl
das Prüfungszelt verlassen. Positive Verstärkung ist das A
und O gerade in den jüngsten
Abteilungen.
Sicher gehört etwas Ehrgeiz dazu,
will man einen Wettbewerb
gewinnen, jedoch sind wir immer
bemüht uns gegenseitig zu
helfen.
Mit der Unterstützung durch
zwei Reitbetriebe (ohne sie geht
es bei der Jungzüchterarbeit nur
schlecht; ein gutes Beispiel wie
Reiten u. Zucht Hand in Hand
gehen sollte) organisierten wir
nicht nur Jungzüchterwettbewerbe,
sondern waren auch 5 Jahre
in Folge mit Schaubildern auf
der Messe Pferd und Jagd in Hannover
vertreten.
Gern erinnern wir uns noch an
den Lummerlandexpress, der bei
den Studentenmeisterschaften in
Verden die Teilnehmer von den
Sitzen riss und zu den wilden
Technoklängen Reiter und Zuschauer
gemeinsam durch die
ehrwürdige Halle tanzten.
Nach und nach gelang es in den
anderen Bezirksvereinen, Ansprechpartner
zu finden, die es
in die Hand nahmen, jungzüchtermäßig
auch dort etwas in Bewegung
zu bringen.
Heute gibt es Bezirksmeisterschaften,
Fortbildungslehrgänge
und andere Aktivitäten in jedem
unserer vier Bezirksvereine.
Jeder hat dabei ein wenig andere
Schwerpunkte, da die
Züchterschaft sich in den Vereinen
unterscheidet. Südhannover
hat z. B. sehr viele jüngere Kinder,
so muss das Programm dort
etwas anders zugeschnitten sein
als bei uns in Hannover.
Seit acht Jahren ist es uns möglich,
eine Landesmeisterschaft
durchzuführen. Derzeit findet
sie in Auhagen, auf der dafür hervorragend
geeigneten Anlage
von Ulrich Stöter statt.
Dank der großzügigen Unterstützung
der Firma Salvana, vieler
anderer kleinerer Sponsoren
und der finanziellen Unterstützung
des Bezirksvereins Hannover
ist es uns möglich, diese
Veranstaltung durchzuführen.
Nachdem wir zwei Jahre über 70
Teilnehmer hatten, was uns in
der Organisation doch ein wenig
an unsere Grenzen führte,
haben wir die Veranstaltung nun
auf 60 Starter begrenzt.Es ist uns
sehr wichtig, die Anzahl der teilnehmenden
Kinder und Jugendlichen
überschaubar zu halten,
damit der familiäre Charakter
dieser Veranstaltung nicht verloren
geht.
Neben den Jungzüchterwettbewerben
(drei Altersabteilungen)
gibt es ab Mittag immer das Reitprogramm
mit Führzügelklasse,
Reiterwettbewerben und Ponyspielen.
Das ist sicher ein Baustein
des Erfolges dieser Veranstaltung.
In der Anfangsphase war es für
einen Zuchtverein gar nicht so
einfach, hier Fuß zu fassen, unser
Anliegen der Kommission für
Pferdeleistungsprüfungen verständlich
zu machen. Doch heute
werden wir bei allen Fragen
und Problemen, die sich auftun,
hervorragend unterstützt.
Die Reiterspiele sind immer aufgeteilt
in ein gerittenes und ein
geführtes Spiel, bei dem meist
ein Helfer beteiligt ist. Nicht jedes
Züchterkind ist automatisch
Reiter, doch jeder soll Spaß haben.
Zusätzlich dient dieses Spiel
dazu, Eltern mit einzubeziehen
oder auch die Kontakte der Jungzüchter
untereinander zu unterstützen.
Der Helfer kann jedes
Mal spontan dazu gewählt
werden und muss nicht vorher
benannt sein.
Die ersten Jungzüchter sind den
aktiven Wettbewerben bereits
entwachsen, aber immer noch
mit Eifer dabei. Seit zwei Jahren
wird z. B. die Meldestelle komplett
von ehemaligen Jungzüchtern
betreut, auf der Richterseite
befinden sich ebenfalls die ersten
Jungzüchter.
Bei den Fohlenchampionaten und Zuchtschauen der Bezirksvereine
sind die Jungzüchter
schon seit Jahren als Ringstewards
vertreten, 2004 erstmals
bei der Landesponyschau Hannover.
Die meisten der geladenen
Richter beziehen diese interessierten
Jugendlichen hervorragend
mit ein, sodass es beiden
Seiten viel Freude bereitet.
Eines ist im Umgang mit Kindern
und Jugendlichen sehr
wichtig: sie mit ihren Wünschen
ernst zu nehmen. Immer wieder
ist es oberstes Gebot, sie zu unterstützen
und zu ermutigen.
Nach den Jungzüchterwettbewerben
gibt es in jedem Jahr eine
Manöverkritik . Wir haben immer
wieder Neues aus probiert,
bis wir zu unserer derzeitigen
Richtform gelangt sind.
2005 musste sich die Wettbewerbsstruktur
ändern, da nun
das Stammbuch für Kaltblutpferde
Niedersachsen e.V. mit
einer Jungzüchterngruppe mitmacht.
Die Altersgruppe 6 – 9 wurde
beibehalten, 10 – 13 als neue
Gruppe gebildet und dann die
dritte Gruppe auf 14 – 21 Jahre
erweitert. Dazu kam eine eigenständige
Gruppe von Kaltblutjungzüchtern,
erst einmal ab 12
Jahren.
Die Beurteilung wird nun als eigenständiger
Wettbewerb durchgeführt,
fließt bei den 14- bis 21-
jährigen Ponyzüchtern aber weiterhin
ins Endergebnis mit ein.
So werden auch die Kaltblutjungzüchter
integriert, denn die
älteren haben bereits die Möglichkeit
sich an der Beurteilung
zu beteiligen.
In der Theorie wird jede Gruppe
mit eigenen Fragebögen geprüft,
d. h. es gibt einen vierten,
auf die Kaltblüter zugeschnittenen
Fragebogen.
2005 wurde erstmals ein Mannschaftswettbewerb
durchgeführt,
ein Sponsor für den Pokal
fand sich auch. Der Bezirksverein
Hannover ist sehr stolz, dass
er den ersten Mannschaftssieg
für sich verbuchen konnte, gingen
doch alle Aktivitäten einmal
von diesem Bezirksverein aus.
Die Planung des neuen Jahres ist
eine Winteraufgabe für uns Jungzüchterbeauftragte.
Dazu treffen
wir uns in dieser Zeit zu Absprachen.
Dabei arbeiten wir absolut
partnerschaftlich und
gleichberechtigt zusammen. Momentan
sind wir ein gutes Team
von sieben Leuten. Verena Paul
vertritt die Kaltblüter, Annette
Slonka ist für den Bezirksverband
Stade zuständig, Petra Rau
vertritt den Bezirksverein Lüneburg,
Meike Schirmer ist für den
Bezirksverein Südhannover-
Braunschweig dabei, Carina
Ludwig unterstützt mich im Bezirksverein
Hannover und Christine
Roth ist meine Stellvertreterin
auf der Landesebene und unsere
Hauptrichterin.
In der Zwischenzeit gibt es Veranstaltungen
auf Verbandsebene
wie Ausflüge, Gestütsbesichtigungen,
Freispring, Longierund
Beurteilungslehrgänge,
Lehrgänge imHerausbringen
von Ponys und vieles andere
mehr.
Erfahrene Züchter unterstützen
uns in hervorragender Weise. So
leitet Hans Schumacher vom
Bezirksverband Stade seit einigen
Jahren einen die Körung
begleitenden Beurteilungslehrgang.
Zusätzlich gibt es in den
Bezirksvereinen eigenständige
Trainingstage zu den Wettbewerben,
Playdays usw.
Wir tragen unsere Ideen durchaus
nach draußen, viele IGs wurden
mit unseren Materialien versorgt
und nutzten sie auch, wie
z. B. die IG Fjord. Regionalgruppen
des Araberzuchtverbandes
baten uns, ihnen in die
Startlöcher zu helfen. Das tun wir
natürlich jederzeit gern. In der
Presse sind wir regional, aber
auch überregional gut vertreten.
Christine Roth und Carina Ludwig
waren drei Jahre in Folge an
einem Workshop des hannoverschen Verbandes beteiligt. Sie bildeten
dort über das rassegemäße
Herausbringen von Ponys aus.
Zu vielen unserer Unternehmungen
sind hannoversche
Jungzüchter als Gäste geladen.
Speziell zum PZV Celle Südheide
unterhalten wir freundschaftliche
Beziehungen. So gab
es in Beedenbostel im letzten Jahr
mit unserem lüneburgischen Bezirksverein
u. der Jungzüchtergruppe
des PZV Celle Südheide
einen gemeinsamen Wettbewerb,
den Birgit Deecke und Petra
Rau hervorragend vorbereitet
hatten.
Eine Landesmannschaft beteiligte
sich zum gleichen Zeitpunkt
in Bad Segeberg an einem bundesweiten
Wettbewerb für Jungzüchter,
den unsere ältere Abteilung
souverän für sich entschied.
Auch in der Einzelwertung
stellten wir in dieser Abteilung
mit Mareike Listner die
Siegerin. Sicher einmal ein interessantes
Highlight, gerade für
die älteren Jungzüchter.
Doch eines dürfen wir als Jungzüchterbeauftragte
eines Ponyu.
Kleinpferdezuchtverbandes
nicht aus den Augen verlieren:
Unsere Arbeit ist Werbung für
das Pony schlechthin!
Bei uns können alle, in unserem
Verband vertretenen Ponyrassen
zu gleichen Chancen mit machen.
Unsere Aufgabe ist es, zu versuchen,
unserem Verband den
so dringend benötigten Nachwuchs
zu sichern. |
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