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19. Internationales Westernreitturnier
in Bremen Ein Jahr vor seiner 20-jährigen Auflage erwies sich das Internationale
Westernreitturnier wieder als der Zuschauermagnet des Kampmann-
Pferdesport-Festivals in Bremen – und dies trotz der Tatsache,
dass es das Faschingswochenende war und man eigentlich
viele im Skiurlaub o. Ä. vermutete. Freitags waren bereits gegen
11.30 Uhr die Ränge zu gut zwei Dritteln voll, gegen Abend drängte
man sich bereits am Eingang. Die Western Night am Samstag
war so gut wie ausverkauft. Auch die Reiter freuten sich über das
zweite Messeturnier der Saison: "Ich komme immer gern her," so
Grischa Ludwig. "Bremen ist für mich das schönste Messeturnier." 184 Pferd-Reiter-Kombinationen
waren diesmal in Bremen am
Start. Größte Klasse war mit 59
Startern die Senior Reining, gefolgt
vom CRI mit 50 Nennungen,
wobei letztlich 45 an den
Start gingen.
Die Halter-Shows
Aufgrund des frühen Termins
hatten nicht viele Besitzer ihre
Pferde für die Halterklassen fertig,
sodass diese recht klein ausfielen.
Grand Champion bei den
Hengsten wurde Only Invitational,
ein Sohn des bekannten Invitation
Only, der erst eine Woche
zuvor drittbester Hengst der
DQHA Hengstkörung war.
Das Pferd ist im Besitz von Monica
von der Osten-Sacken. Bei
den Stuten ging der Grand-
Champion-Titel an die Undeniably
Hint-Tochter Hints Showgirl,
im Besitz von Sabine Gresens.
Grand Champion bei den
Geldings wurde Hint of Marlana,
ein Sohn von Undeniably
Hint aus der DQHA Leading
Dam Marlana Glow.
Nico Hörmann und Ann
Poels vorn in der Senior
Reining
59 Pferd-Reiter-Kombinationen
gingen in der Senior Reining an
den Start – ein durchweg hochkarätiges
Starterfeld. Und trotzdem
fielen die Leistungen recht
unterschiedlich aus.
Der Grund lag darin, dass viele
die Chance nutzten, ihr Pferd vor
dem CRI am nächsten Tag
nochmals zu schulen. Erst in der
zweiten Hälfte wurde es dann
spannender, sodass die Richter
Jan Boogaerts (BEL) und Sylvia
Katschker (AUT) es nicht leicht
hatten und etliche Ties zu Stande
kamen. Jan Boogaerts setzte
die Belgierin Ann Poels mit SR
LIL PEPPY SPRAT auf den ersten
Platz, gefolgt von Jürgen Pieper
auf WHO IS MY DADDY
und Bernard Fonck (BEL) auf
ROOSTERS SPURS. Sylvia
Katschker sah Nico Hörmann auf
KALIZ GOLDEN MASTERY
vorn vor Ann Poels und Volker
Schmitt auf XP ABSOLUT ROOSTER.
Western Riding und Trail
erstmals NSBA USA
approved
In Bremen fanden die erste Western
Riding und der erste Trail
statt, die sowohl von der AQHA
als auch der NSBA approved
war. Sieben gingen in der Western
Riding. Wohlverdienter Sieger
wurde bei beiden Richtern
QVH BLAZING GOLD unter
George Maschalani.
Auf Platz 2 und 3 wechselten sich
CALL ME SPECIAL SAND unter
Angela Struve und CAMESAWCONQUERED
unter Nina
Hillebrand ab. Pech hatte Hubertus
Jagfeld: nicht nur, dass
Imagimotion aufgrund eines
Hufspalts lahm ging und daher
nicht antreten konnte. Sein zweites
Pferd Only Invitational scheute,
was die beiden auf Platz 6
zurückwarf.
Nicht ganz einig waren sich die
Richter beim Trail All Ages Open.
Bei Jan Boogaerts gewann Call
Me Special Sand unter Angela
Struve vor QVH Blazing Gold
unter George Maschalani und
Sam Leaguer unter Sarah Posthoff.
Bei Sylvia Katschker lag dagegen
Joseph Zan Leo unter Helga
Hommel vorn vor Sam Leaguer
unter Sarah Posthoff und
Hint Of Marlana unter Torsten
Haier. Insgesamt hatten elf Teilnehmer
hierfür gemeldet.
Die Pleasureklassen
CAMESAWCONQUERED hieß
der Senior Western Pleasure
Champion in Bremen. Der
Hengst, der erst vor kurzem den
AQHA-Champion-Titel errang,
gewann unter Nina Hillebrand
diese Klasse bei beiden Richtern.
Auf Platz 2 landete bei Richter
Jan Boogaerts SAM LEAGUER
unter Sarah Posthoff (sie arbeitet
seit einigen Wochen auf der
Jomm Ranch), auf Platz 3
GENERALS GOLDEN BOY
unter dem Niederländer Colin
Rietdyk. Richterin Sylvia Katschker
sah HINT OF MARLANA
unter Torsten Haier auf dem
zweiten Platz, gefolgt von CH
SIERRAS MASIE unter Christoph
Lambrecht. Insgesamt gingen
9 Starter in diese Prüfung.
Wie in der Senior gingen auch in
der Junior Western Pleasure neun
Reiter an den Start. Gewonnen
wurde diese Klasse bei Jan Boogaerts
von IM CLASSY STUFF unter Sarah Posthoff vor BRIO
DOUG BARS unter Roelie Müller
(NED) und ONLY INVITATIONAL
unter Hubertus Jagfeld.
Der im Besitz von Sabine Gresens
stehende Hengst gewann
dafür bei Richterin Sylvia Katschker.
Bei ihr kam IM CLASSY
STUFF auf den zweiten und CAN
DO MONEY unter Torsten
Haier auf den dritten Platz.
NSBA
Einen überglücklichen Sieger gab
es in der NSBA Pleasure All Ages
Open: Mit seinem Sieg in dieser
Klasse gewann Christoph Lamprecht
mit CH Sierras Masie seine
erste Pleasure Trophy. Lamprecht
reitet zwar bereits seit Jahren
in der Reining, aber erst seit
einem halben Jahr Pleasure – und
hatte auf Anhieb Erfolg.
Bei seinem ersten Start in Wenden
bei der Nord Futurity gewann
er die Pleasure Maturity.
Seine Stute (übrigens DQHA-Elitestute)
hat er selbst ausgebildet.
Zweiter wurde IM Classy Stuff
unter Sarah Posthoff vor Ima
Cool Boy unter Leonie Behrens.
Oliver Salzmann und
George Maschalani
punktgleich auf Platz 1
in der Coming 6
In der ‚Coming 6’ in Bremen, einer
Reiningprüfung speziell für
5-jährige Nachwuchs-Pferdetalente
für den internationalen
Sport, lagen am Ende zwei Reiter
gleichauf: George Maschalani
(Erbach) mit FR LITTLE TOM
und Oliver Salzmann (Hollenstedt)
mit QUIXOTES DUN SLIDIN
erzielten bei den Richtern
beide 143,0 Punkte.
Damit teilten sie sich laut FNReglement
den ersten Platz. Dritter
wurde mit einem Punkt Abstand
Grischa Ludwig (Bitz) mit
RUF DUN IT. Insgesamt hatten
zehn Teilnehmer für diese Klasse
gemeldet
In der mit 24 Startern besetzten
Junior Reining gewann bei beiden
Richtern Oliver Salzmann,
jedoch jeweils mit einem anderen
Pferd. Einmal mit PEPPY
SAN SMART und einmal mit
QUIXOTES DUN SLIDIN. Zweiter
wurde FR LITTLE TOM unter
George Maschalani, Dritter
PLAYGUNNER unter Rudi
Kronsteiner (AUT)
Agnes Ramme und Whiz
A Gold holten NRHA
Non Pro Bronze Trophy
Mit einer 144,5 gewann Agnes
Ramme mit ihrem 13-jährigen
Whiz a Gold die NRHA Non Pro
Bronze Trophy in Bremen. Die
ehemalige Deutsche Meisterin
setzte sich damit gegen ein 24-
köpfiges Starterfeld durch. Leicht
wurde es ihr dabei nicht gemacht.
Nur ein halber Punkt lag zwischen
ihr und den drei Zweitplatzierten
Boggies Pistol unter
dem Hamburger Jan-Tobias
Kock, Mr Dual Spring unter Uwe
Gerbig und Holidoc Hick Ups
unter der Holländerin Fenna Elzinga.
Auf Platz 5 folgten punktgleich
mit 141 Punkten A Stylish
Gallo unter Ebi Simon und Miss
Starlight Jac unter Cira Baeck
(BEL). Insgesamt waren 24 Teilnehmer
in dieser Prüfung.
Top Score für
Grischa Ludwig
Er war erst der dritte Starter in
einem 26-köpfigen Starterfeld der
NRHA Bronze Trophy Open,
aber er legte die absolute Messlatte:
148 Punkte vergaben die
Richter an Grischa Ludwig und
Coeur D Wright Stuff, was letztendlich
der höchste Score des
ganzen Turniers war. In der
Arena fuhren die beiden dann
zu Höchstform auf, was die Zuschauer
mit entsprechendem Beifall
quittierten.
Mit dem letzten wunderschönen
Stopp war dann klar, dass jetzt
ein harter Kampf für die nachfolgenden
Starter kommen würde.
Schließlich schaffte es einer
fast, an den Score heranzukommen:
Als vorletzter Starter setzte
Rudi Kronsteiner (AUT) mit
Lil Dry Peppy alles auf eine Karte
und verfehlte Grischas Ergebnis
nur knapp (147,5).
Damit stand das Ergebnis fest:
Grischa Ludwig/Coeur D
Wright Stuff vor Rudi Kronsteiner
(AUT) mit Lil Dry Peppy und
Bernard Fonck (BEL) mit Roosters
Spurs (147 Punkte). Grischa
brachte zudem Ruf Dun It auch
noch auf Platz 4 mit 146,5 Punkten
– punktgleich mit Nico Hörmann
und Mr Dual Spring.
Begeisterte Zuschauer:
Die Western Night
Nico Hörmann gewinnt zweiten
CRI in Folge
Vor vollem Haus fand am Samstag
Abend die Western Night
statt. Mit großer Spannung erwarteten
die Zuschauer insbesondere
den zweiten CRI dieses
Jahres, der gleichzeitig Sichtungsturnier
für die Weltreiterspiele
war. 45 Pferd- Reiter-Kombinationen
aus neun Nationen
waren am Start, womit dieses
CRI das wohl größte bisher war.
Und das Publikum wurde nicht
enttäuscht.
Zur großen Freude der Bremer
wurde schließlich ihr Lokalmatador
Sieger: Nico Hörmann ritt
Kaliz Golden Mastery mit 147
Punkten auf Platz 1 in dieser Prüfung.
Der Muy Kali Guy Sohn,
der von Michael Blaschke (AUT)
gezüchtet wurde und im Besitz
von Rolf und Monika Reinschmidt
ist, bestach durch wirklich
hervorragende Stopps. Für
Nico war es bereits der zweite
CRI-Sieg in Folge, nachdem er
etwa vier Wochen zuvor das CRI
in Leipzig auf Uwe Gerbigs Yankee
Bambino gewonnen hatte.
Den zweiten Platz teilten sich mit
146 Punkten Roosters Spurs unter
Bernard Fonck (BEL) und RS
Jo Jacs Bonito unter Rudi Kronsteiner
(AUT). Gleich vier folgten
mit 145,5 Punkten auf dem
vierten Platz: Who Is My Daddy
unter Jürgen Pieper, Slidemetothefifties
unter Volker Schmitt,
Shiners Vintage unter Michael
Saupe und SR Little Peppy Sprat
unter Ann Poels (BEL).
Unschlagbar im Cutting
Open: Sebastian Hünnekens
und GM Freckles
23 Pferd-Reiter-Kombinationen
waren für das AQHA und
NCHA anerkannte Cutting gemeldet.
Klarer Sieger wurde mit
einem 75er Score GM Freckles
unter Sebastian Hünnekens.
Der im Besitz von Dietmar Meyn
stehende Hengst dominierte seine
Rinder sichtlich und schaffte
es, immer in perfekter Position
zur Kuh zu bleiben. Ein technisch
wunderschöner und sauberer
Ritt und ein verdienter Sieg in
der Open. Zweiter wurde mit 74
Punkten Hunter Garfield (Bes.
Burgmeyer QH, NED) unter
Dave Young vor Little Quixote
Gift unter Wolfgang Borhegyi
(73,5 Punkte).
In der Non Pro ging der erste
Platz an Dont Boss Me Around
unter Matthias Inndorf. Mit 73
Punkten setzten die beiden sich
vor What A Little Miss und Brigitte
Inndorf (72,5). Auf dem dritten
Platz folgten mit 72 Punkten
punktgleich Playboys King San
unter Jürgen Döring und Anna
Little Acre unter Peter Boom
(NED).
Bronze Trophy Champion Open
Grischa Ludwig mit
Coeur D Wright Stuff
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