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Fells & Dales Ponys mit Tradition - auf dem Weg in die Zukunft Die britischen Inseln sind das klassische Ponyland. Mehr als 10 verschiedene Rassen haben hier
ihren Ursprung. Neben den bekannten Rassen wie New Forest, Welsh ,Dartmoor und Shetland, existieren
auch noch weitere wahre "Natives". Der Norden Englands, nahe der
schottischen Grenze, bietet zwei
nah verwandten Ponyrassen,
Bedingungen , in denen sie zum
Teil noch wie altersher halbwild
in den Hochmooren der Pennines
leben können: Westlich des
Gebirgszuges findet man das
Fellpony vor, während der
östliche Teil Heimat des
schwereren Dales ist.
Fell und Dales entspringen der
selben Wurzel . Ursprünglich
eine einzige Rasse, erfolgte die
Unterscheidung vormals nur
durch das Zuchtgebiet. Im Gegensatz
zum Fellpony wurden
insbesonders im 19. Jhr. den Dales
andere Rassen wie den Yorkshire
Trotters und das Clydesdale
zugeführt, die das Pony unter
anderem etwas größer und
schwerer werden ließen.
In Rassebeschreibungen, insbesonders
der des Fellponys, hält
sich nach wie vor die Annahme,
dass bei seiner Entstehung der
Friese maßgeblich beteiligt war.
Neuzeitliche Untersuchungen
haben ergeben, dass dies nicht
aufrecht zu halten ist, auch wenn
beim Betrachter der Begriff" Minifriese"
immer wieder auftaucht,
haben die Ponys mit dem
in der Barockzeit entstandenen
Friesen ausschließlich die dunkle
Jacke und den Kötenbehang
gemein.
Vielmehr existiert vermutlich ein
näherer Verwandtschaftsgrad zu
den französischen Merens. Auch
der Name "Fell" führt häufig zu
Irritationen. "hat das Pony denn
so viel Fell?".Die Antwort liegt
nicht im Haarkleid, sondern in
den nordenglischen Bergen, deren
Hügelkuppen fells genannt
werden und für diese wunderbare
Rasse Pate standen.
Beide Rassen haben sich in den
letzten Jahrhunderten einer
natürlichen Selektion unterziehen
müssen. Es entstand ein
genügsames, robustes Pony welches
sich durch Härte, Ausdauer
und Intelligenz auszeichnet.
Die heutigen Ponys verfügen genau
über diese Gutmütigkeit und
Leistungsbereitschaft ihrer Vorfahren,
die sie in allen Sparten
der Freizeitreiterei so wertvoll
machen.
Die maximale Größe der Fells beträgt
14 hands (1,42 m). Raumgreifende
Bewegungen, besonders
im Trab, zeichnen es ebenso
aus wie eine gute Knieaktion.
Die Vorliebe für Rappen ließ andere
Farben allmählich seltener
werden. Mehr als 80 % der heutigen
Ponys sind schwarz, obwohl
die ursprüngliche Farbe ein
dunkles schwarzbraun war. Weitere
zulässige Farben sind braun,
sowie "grey".
Ein Stern oder kleine Abzeichen
an den Beinen sind erlaubt.
Größere Weiße Abzeichen sind
als Hinweis auf Fremdbluteinkreuzung
unerwünscht, wie man
es bei den Dales gut erkennen
kann, da deren Abzeichen weit
größer sind.. Entgegen den Fells
besitzen Dales idealerweise eine
Größe zwischen 1,44 m und 1, 50
m hoch.
Dominierende Farben sind Rappen,
Schwarzbraune, Braune,
Schimmel und ganz selten roan
(Mohrenkopfschimmel). Weiße
Abzeichen sind als Stern
und/oder Schnippe, sowie bis
zur Fessel an den Hinterbeinen
erlaubt. Beide Ponys sind bekannt
für ihre Härte und ihre gut
geformten Hufe und Beine, mit
stabilem Röhrbein. Man spricht
ihnen eine kollosale Ausdauer,
eine eiserne Konstitution, viel
Mut, hohe Intelligenz, kombiniert
mit einem freundlichen
Gemüt zu.
Diese spätreifen Persönlichkeiten
sollten, das ganze Jahr über
robust gehalten werden. Sie brauchen
ein Leben in der Herde oder
in der Gruppe und sollten sich
Sommers wie Winters im Freien
aufhalten dürfen.
Ihr vielseitiger Einsatz im Gebiet
des Reitens und Fahrens wie auch im therapeutischen Bereich machen
sie zu den wahren
Allroundern aus dem Norden
Englands
Wer sich selbst einmal ein Bild
dieser facettenreichen und vielseitigen
Rasse machen möchte,
kann dies unter anderem bei der
neu gegründeten IG Fell Pony
tun.
Als neugegründete "overseagroup"
der englischen fell pony
society ,mit Unterstützung des
deutschen Spezialrassenverbands
versteht sich die Interessensgemeinschaft
als ein Zusammenschluss
von Züchtern,
Besitzern und Freunden des Fell
Ponies.
Eines der Ziele der Gemeinschaft
ist der Austausch ,Aktivitäten
und die Werbung rund um das
Fell Pony, verbunden mit der Förderung
des Freizeitreitens. Es soll
die Fähigkeit dieser
Rasse, als Familien-
wie auch
als breitensportliches
Reit- und
Fahrpferd herausgestellt
werden .
Ein breites Betätigungsfeld sieht
die Gemeinschaft auch im Bereich
der Zucht. Sie versteht sich
dabei bisher jedoch nicht etwa
als Konkurrenz zu den bestehenden
Verbänden, sondern vielmehr
als förderndes Element zur
Ergänzung züchterischer Betreuung.
Im Vordergrund steht dabei immer
das Pony, seine Geschichte
und das dadurch entstandene Erscheinungsbild,
seine Nutzungsvielfalt
und sein ihm eigener
Charakter . |
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