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| Medizin & Gesundheit
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Textversion:
Erkrankungen des allergischen
Formenkreises im weiteren Sinne
Silva zum Beginn der Erkrankung Allergische Haut- und Schleimhauterkrankungen
nehmen immer
weiter zu, an erster Stelle zu
nennen sind das Sommerekzem
sowie allergische Atemwegserkrankungen
(Pneumoallergien).
Jedoch treffe ich in der Praxis
auch immer häufiger auf Kontaktallergien,
Urtikaria (Nesselfieber/
Nesselsucht), Sonnenallergien,
allergische Bindehautentzündungen,
Alopezie (=
Haarausfall) sowie Photosensibilitätsreaktionen,
die auf einer
Überempfindlichkeit der Haut
gegenüber Sonnenstrahlen im
Zusammenhang stehend mit
photodynamischen Substanzen
beruhen, beispielsweise die photosensibilisierende
Dermatitis,
die Photodermatitis und die Dermatitis
solaris, die sich in entzündlichen
Reaktionen der Haut
zeigen. Eine Photosensibilität
entsteht durch Einlagerung photodynamischer
Substanzen in die
Haut. Diese absorbieren Lichtenergie
und übertragen sie auf
benachbarte Zellen des Körpers.
Es handelt sich um langwellige
UV-Strahlen, die nicht direkt von
den Hautzellen absorbiert werden
können. Es entstehen photochemische
Reaktionen, die zur
Freisetzung von Entzündungsmediatoren
führen. Auch das
Headshaking gehört zu diesem
allergischen Formenkreis, obwohl
es zu Beginn des Auftretens
irrtümlicherweise in den Bereich
der Verhaltensauffälligkeiten
eingeordnet wurde.
Zusammenfassend kann man als
Ursachen sämtlicher oben genannter
Erkrankungen Umweltfaktoren
sowie eine gewisse erbliche
oder erworbene Disposition
benennen. Obwohl jede Erkrankung
andere Symptomatiken
zeigt und die Auslöser auch
recht unterschiedlich sein können,
sind Übergänge oft fließend
und zusammenfassend kann
man sagen:
Die Auslöser bei entsprechender
erblicher oder erworbener
Disposition sind vielfältig:
Beispielsweise sind Holzimprägnierungen,
Teeröle, Substanzen,
wie Konservierungsstoffe
u. a., die in Pferdesalben,
Lotionen und in Reinigungsmitteln
wie bei der Stallreinigung,
Sattelreinigung oder auch
Waschmitteln, auch in chemischen
Insektenschutzmitteln
oder in Farbsubstanzen von Satteldecken
vorkommen, verantwortlich.
Auch verschiedene
Arzneimittel, lokal aufgetragen
oder innerlich verabreicht (Analgetika,
also schmerzlindernde
Mittel beispielsweise) gelten als
Verursacher, ebenso wie Ektoparasiten,
verschiedene Futtermittel
(Melasse, Luzerne, Hafer
und überhöhte Proteingehalte im
Futter, ebenso wie Pilzbefall im
Grünfutter, können u. a. Auslöser
sein) und eine erhöhte Belastung
bzw. Sensibilisierung
durch UV-Strahlen. Kontaktallergene
sind beispielsweise häufig
Chrom, Zink, Cobalt und
Nickel, die in Imprägnierungsmitteln
von Weidezaunpfosten
oder in Gebissen vorkommen.
Die primäre Photosensibilität
entwickelt sich durch Aufnahme
phototoxischer Verbindungen;
besonders bekannt ist das
Johanniskraut mit dem Farbstoff
Hypericin und Buchweizen.
Die sekundäre oder hepatogene
Photosensibilität hat Phylloerythrin,
ein im Dickdarm gebildetes
Umwandlungsprodukt
des Pflanzenfarbstoffs Chlorophyll,
als sensibilisierenden Faktor.
Sein enterohepatischer Kreislauf
kann bei Lebererkrankungen
oder Gallengangsobstruktionen
gestört sein, so dass es sich
mit dem Blut im Körper verteilt
und dabei in die Haut gelangt.
Es konnte nachgewiesen werden,
dass vor allem nach Aufnahme
von lebertoxischen Pflanzen wie
Traumellolch, gemeinem Kreuzkraut
oder Jakobskreuzkraut Leberschädigungen
in Verbindung
mit phototoxischer Dermatitis
durch Phylloerythrin vorkommen.
Pferde mit Funktionsstörungen
der Leber sind für die
Photosensibilität besonders anfällig,
da die Leber bestimmte
Stoffwechselprodukte, die Nebenprodukte
des Chlorophylls,
an die Haut weiter gibt, die photosensibilisierend
wirken und die
gefürchteten Hautausschläge bis
zur nekrotisierenden Dermatitis
auslösen. Problematisch wird es,
wenn Pferde mit erhöhter Allergiebereitschaft
verstärktem Sonnenlicht
ausgesetzt sind und zudem
bestimmte Katalysatoren
hinzukommen. Katalysatoren
mit photosensibilisierenden Inhaltsstoffen
sind zum Beispiel Johanniskraut
und Buchweizen,
aber auch Wicken, Luzerne,
Schwedenkraut, Kleie und
Bärenklau, die nicht selten auf
unseren Weiden wachsen.
Beim Headshaking ist eine allergische
Reaktion oftmals auf
Blütenpollen oder Insekten, aber
auch zum großen Teil auf das
Sonnenlicht zurückzuführen.
Beim Headshaking führen auch
– ähnlich wie bei der Sonnenallergie
– Photosensibilisierungen
zu dem Krankheitsbild, welches
sich durch unkontrollierbares
Auf- und Abschlagen des Kopfes
darstellt. Hier ist ganz besonders
das Nervensystem betroffen.
Bei der Urticaria kommt es unter dem Einfluss von bestimmten
Pflanzen, die bekannteste ist
die Brennessel, Insektenstichen
oder Futtermitteln mit erhöhtem
Eiweißgehalt, deren Aufnahme
allergisierende Stoffe, sogenannte
Zersetzungsprodukte im
Verdauungstrakt bilden, zur
Symptomatik.
Die für die Symptomatik aller allergischen
Erkrankungen verantwortliche
Substanz ist der Botenstoff
Histamin. Histamin
kommt in allen Bereichen des
Pferdekörpers vor.
Alle Photosensibilitätsreaktionen
und allergische Erkrankungen
haben eines gemeinsam:
Die Ursache ist schwer auszumachen
und es erfordert akribische
Kleinstarbeit alle in Frage
kommenden Auslöser in Stall,
Weide, Paddock, Umgebung,
Futtermitteln, Einstreu, Wasser
und sämtlicher anderer Substanzen
und Faktoren, mit welchen
das betroffene Pferd in Verbindung
kommt, auszumachen!
Oft ist dies überhaupt nicht möglich,
da uns der beliefernde Landwirt
beispielsweise verschweigt,
dass sein Stroh aus Getreidearten,
welche mit sogenannten
"Halmverkürzern" gespritzt
sind, stammt.
Oder wer würde uns sagen, dass
Sägespäne aus behandeltem Holz
bestehen? Wer will noch nachvollziehen,
aus was die Einzäunung
der Weide besteht? Ob kesseldruckimprägnierte
Holzpfosten
oder gar teerölimprägniert?
Würde uns der Händler für Pferdeaußenboxen
bereit willig erklären,
dass die Boxen zum
Schutz gegen Verwitterung mit
chemischen Lösungen und Farben
behandelt wurden? Oder
weiß überhaupt der Stallbetreiber,
ob die bei Kauf schon vorhandenen
Pferdeboxen nicht
ebenso behandelt wurden?
Doch selbst wenn wir die Ursache
bzw. Ursachen nicht sämtlichst
herausfinden können, so
können wir doch einiges tun:
Sommerweiden nur mit Unterstand,
damit sich die Pferde in
den Schatten zurückziehen können,
bei bekannter UV-Strahlen
Sensibilität und Headshaking:
Weidegang erst ab der Dämmerung
bis in die frühen Morgenstunden
(sofern die Rückzugsmöglichkeit
in einen Unterstand
die Symptomatik nicht zufriedenstellend
eindämmt), den
Kopf schützen bei Headshakern
durch das ständige Aufziehen
von Fliegenmasken bzw. Schutzdecken
bei Sommerekzemern sowie
Photosensibilität während
Sonnenstrahlung (beispielsweise
die im Handel erhältlichen
Decken für Sommerekzemer),
Fütterungsumstellung sowohl
was das Kraftfutter, wie auch die
Weidefütterung und das Rauhfutter
betrifft einschließlich der
Einstreu, Verzicht auf sämtliche
Substanzen (siehe oben), welche
eine Sensibilität auslösen können,
Gebiss wechseln auf Argentan,
Aurigan oder Kunststoffgebisse,
z. B. aus Nathe; Verzicht
auf Medikamente, soweit
möglich, empfindliche Körperpartien
mit fett- und ölfreien Sonnenschutzmitteln
mit sehr hohem
Lichtschutzfaktor einreiben.
Eventuell müssen auch Box und
Stall gewechselt werden, falls am
Stall keine Besserung eintritt trotz
intensiver Maßnahmen.
Bei allergischen Erkrankungen
und Photosensibilität hat sich eine
ganzheitliche naturheilkundliche
Therapie sehr gut bewährt,
da diese sämtliche Faktoren mit
in die Regulation einbezieht
(beispielsweise durch die Biofeld-
Haaranalyse).
So besteht die Therapie nicht nur
aus wirkungsvollen homöopathischen,
phytotherapeutischen
bzw. isopathischen Mitteln, welche
zur Regulation der überschießenden
Immunreaktion verabreicht
werden, sondern berücksichtigt
auch eine optimale Fütterung, die ein intaktes Immunsystem
fördert, was weniger anfällig
für überschießende Reaktionen
(sprich Allergie) ist und
zur Gesundung bzw. Gesunderhaltung
des Pferdeorganismus essentiell
und dauerhaft beiträgt!
Dass jedoch im Akutfall erst mal
eine Notfallbehandlung durch
den Tierarzt erfolgen muss, zeigt
unser Beispiel aus der Praxis:
Krankheitsbericht von
Haflinger Silva von Diana
Hren (Photosensibilität)
Begonnen hat es eigentlich schon
im Frühjahr 2005, als ich bei Silva
beobachten konnte, dass er
leichten Durchfall hatte . Den
ganzen Winter gab es nur Silage
und mir war gar nicht gut bei
dem Gedanken und ich fütterte
diese Silage sehr widerwillig, aber
es war leider nichts anderes da.
Zehn Jahre lang hatte ich Silva
im Sommer auf unseren gepachteten
Weiden gehalten, Weiden,
die nicht behandelt waren
durch irgendwelche Düngungsmittel,
nein, es waren Wiesen,
die nie einen Trecker gesehen
hatten, unsere Kräuterwiesen,
wie wir sie nannten und die Bachläufe
sorgten stets für frisches
Wasser.
Aber im Winter 2004 kam es, das
ich und eine Freundin mit unseren
Pferden auf diesen Bauernhof
kamen, wir hatten mal wieder
den Stall gewechselt, weil wir
mit der Art und Weise der Pferdehaltung
im Winter mal wieder
nicht zufrieden waren.
Aber auf diesem Bauernhof schien
alles sehr gut. Die Pferde kamen
jeden Tag an die frische Luft
und der Stall war großzügig gebaut.
Große Wiesen drum herum
und zudem auch noch günstig.
Mit Ausnahme der Silage,
die mir ein Dorn im Auge war.
Tja , zu allem Überfluss kam es
zwischen mir und meiner langjährigen "Freundin" doch
noch zu Meinungsverschiedenheiten
und ich und mein Pferd
Silva kamen in den Genuss, im
Frühling 2005 von denen verlassen
zu werden, von denen wir
glaubten, dass Sie bis zum bitteren
Ende an unserer Seite stehen
würden. Silva hat so sehr unter
dem Verlust von seiner Freundin
Luna gelitten, dass ich dachte,
er stirbt an einem gebrochenen
Herzen und es gibt bis heute
kein Pferd, mit dem er so innig
befreundet war wie mit seiner
Luna.
Der Frühling kam und mit dem
Frühling kamen die ersten Symptome.
Silva hatte starken
Juckreiz ab März 2005. Die
Schweifrübe und der Mähnenkamm
juckten und ärgerten ihn
sehr. Ich dachte, das kann nur
ein Sommerekzem sein und ich
durchkämmte das Internet nach
Informationen über diese Erkrankung. Schließlich versorgte ich die
juckenden Stellen mit speziellen
Kräuterölen, von denen ich
glaubte, sie würden helfen, rieb
sie jeden Tag ein, pflegte meinen
Schatz und hoffte auf Besserung.
Die Haut schuppte sich bereits
und ich kämpfte jeden Tag darum,
die Hautschuppen in den
mit Öl verklebten Schweif und
Mähnenkamm herauszubekommen.
Die Mähne war dann nicht
mehr zu retten und ich habe sie
dann irgendwann abgeschnitten.
Im Juni bemerkte ich dann auf
einmal am Mähnenkamm eine
offene Wunde und dachte, Silva
hätte sich vielleicht verletzt, denn
er und die anderen Schnuffels
waren bereits ab März auf der
Wiese. Auch diese Stelle versorgte
ich mit Zinkpaste. Sie heilte
recht schnell. Ein Tag nach dem
anderen verstrich und die schuppenden
Stellen am Mähnenkamm
wurden immer größer.
Bilder aus dem Internet verrieten
mir: Das ist und bleibt ein
Sommerekzem! Typisch sind
Juckreiz, Schuppungen und zum
Teil offene Hautläsionen.
Die Bilder waren identisch!
Ich suchte Silva jeden Tag am
ganzen Körper ab und entdeckte,
dass sich die gesamte Schweifrübe
großflächig schuppte. Die
Stellen entlang am Mähnenkamm
waren bereits ca. 10 cm
im Durchmesser.
Mittlerweile bekam Silva auch
zusätzlich Kräuter zum Entgiften
und ich ahnte nicht im Geringsten,
was mich bzw. Silva
noch erwarten würde.
Im Juli war die Schweifrübe wieder
im Griff und verheilt und ich
dachte, gut, wenigstens etwas.
Aber an beiden Seiten des Mähnenkamms
entlang schuppte sich
die Haut munter weiter, allerdings
waren keine offenen Stellen
mehr da. Die Haut allerdings
fühlte sich fest an, nicht mehr geschmeidig,
kleine Risse säumten
die Hautschuppungen. Und ich
pflegte mit Öl und dachte, das
wird bestimmt so abheilen wie
am Schweif.
Ich musste für ein paar Tage weg,
hätte ich geahnt, was sich in diesen
paar Tagen entwickelte, ich
wäre meinem Dicken nicht von
der Seite gewichen. Nun war es
bereits August.
Die Pferde standen alle in der
entfernten Holzhütte , es war sehr
heiß an dem Tag. Ich begrüßte
alle, nur mein Dicker kam nicht
.. Ich muss dazu sagen, das ich
die einzige Person war, die täglich
nach den Tieren schaute.
Mein Vermieter von diesem Hof
sorgte höchstens dafür, dass das
Wasser im Trog noch stimmte.
Den konnte ich Gott sei Dank vor
dieser Krankheitsgeschichte
noch überreden, Heu zu machen.
Danke Dietmar, dass Du dir die
Arbeit gemacht hast. Ich kam also
zu meinem Schatz in die Hütte
und es traf mich der Schlag.
Zuerst sah ich, dass der gesamte
Hals an beiden Seiten eine riesige
offene Wunde war mit massiven
Hautablösungen samt Haare.
Die Haut darunter war feuerrot.
Die gesamte Haut löste sich samt
Haare. Großflächige Hautschuppen
hingen herunter, die
ich vorsichtig ablöste. An Silvas
Brust entdeckte ich dicke Hautfalten,
die zwischen beiden Vorderbeinen
herunterhingen, und
es sah so aus, als wäre seine Haut
zu viel. Bei dem Anblick bekam
ich Angst!
Hinzu kam noch, dass Silva
durch diese an der Brust herunterhängenden
Ödeme kaum laufen
konnte. Hilflos rannte ich
zum Hof und rief sofort den Tierarzt
an. Der Tierarzt kam , fuhr
mit seinem Auto in einem Affenzahn
über unsere Wiese bis
zu der Hütte am Waldrand. Er
schaute sich Silva in Ruhe an,
dann versicherte er mir: "Das
sieht aus wie eine Photoallergie,
das habe ich letztes Jahr bei einer
Kuh gesehen und die haben
wir auch sofort eingeschläfert.
Aber bei einem Pferd habe ich so
was noch nie gesehen! "
Und ich dachte , : " ?.... Was?"
Ja, eine allergische Reaktion auf bestimmte Gräser und Pflanzen,
die im Stoffwechsel toxisch wirken
in Verbindung mit Sonnenlicht,
lösen wohl eine Art Verbrennung
auf der Haut aus. Und
zwar ist es so, das sich bestimmte
Stoffe in der Haut absetzten. Er
spritzte Silva sofort Cortison und
Antibiotika und sagte mir, ich
müsse Silva heute noch in den
Stall bringen und die gesamte
Haut am Hals und Brust geschmeidig
halten mit irgendeinem
Öl, das wäre egal. Außerdem
sollte Silva über fünf Tage
Antibiotika bekommen.
Völlig fassungslos machte ich
mich auf, den Offenstall fertig zu
machen, dort, so dachte ich, kann
Silva sich unterstellen und Heu
bekommen und trotzdem ein wenig
umherlaufen. Silva durfte der
Sonne auf keinen Fall ausgesetzt
sein!
Der Versuch, Silva von der Weide
in den Stall zu bringen, brach
mir fast das Herz und ich gab es
auf, ihn von der Weide zu führen.
Es war zu schwer für ihn, nur
mühselig setzte er ein Bein vor
das nächste. Dann ging ich einfach
zurück und dachte mir, ich
hol erst mal Wasser. Als ich an
die Wiese kam, sah ich dann meine
kleine Herde kommen und
wer war zwanzig Meter hinter
Ihnen? Mein Dicker. Er ging langsam,
aber zielsicher mit den anderen
mit und es trieb mir erneut
die Tränen in die Augen ihn so
zu sehen! Er nahm Schwung mit
seinem Hals, um ein Bein vor das
nächste zu setzen. Am Tor lobte
ich ihn und brachte ihn langsam
und gemeinsam mit den anderen
Pferden in den Offenstall.
Am Abend kam mir dann der
Gedanke, das ich unbedingt eine
zweite Meinung brauche und
so kam mir Frau Nehls (deren
Internetseite ich schon mehrmals
aufgerufen hatte) wieder in den
Sinn. Ihre ganzheitliche Betrachtung
verschiedener Erkrankungen
bei Pferden und ihre
liebevoll gestaltete Internetpräsenz
sprachen mich sehr an
und ich muss sagen: Danke lieber
Gott, dass ich jemanden wie
Frau Nehls getroffen habe!
Frau Nehls riet mir eine Haaranalyse
bei ihr durchführen zu
lassen und ich bin froh, das wir
diese Art von Diagnose durchgeführt
haben. Die Haaranalyse
bestätigte eine Photosensibilität.
Das erschreckende Ergebnis bestätigte,
dass sämtliche Parameter
vom Lymphsystem angefangen
über Blut, Leber, Darm, Vitamin-
und Mineralhaushalt,
Herdgeschehen, Immunsystem
über Haut und Nervensystem
bei Silva stark geschädigt waren.
Es war erschütternd, aber ich hatte
endlich etwas in der Hand, mit
dem ich etwas anfangen konnte.
Gleichzeitig stellte mir Frau
Nehls einen Therapieplan für Silva
auf. Silva bekam die von Frau
Nehls verordneten homöopathischen
Medikamente sowie eine
Futterempfehlung, in der das
Raufutter eine wichtige Rolle
spielt sowie auch genügend Saftfutter
wie Möhren und Äpfel. Sie
riet mir auch, sämtliche Öle von
außen wegzulassen und nichts
mehr auf die Haut aufzutragen
außer gute Vaseline oder Zinksalbe.
Auch sollte Silva unbedingt
der Weide fernbleiben und
nur noch Heu bekommen sowie
auf gar keinen Fall in die Sonne.
Es begann eine Wahnsinnszeit.
Jeden Tag versorgte ich Silva
morgens und abends. Er bekam
jeden Tag seine verordneten Medikamente
nach Plan. Ich pflegte
die Haut mit Zinksalbe. Eimerweise
Salbe verbrauchte ich
für diese großen Flächen. Jeden
Tag entfernte ich riesige Hautflächen,
die sich immer und immer
wieder abstießen. Silva verlor
die gesamte Haut Schritt für
Schritt von der Kehle angefangen
über den Hals bis weit über
die Schulter, die gesamte Brust
bis über die Vorderbeine hinunter
zu den Hufen. Das Ödem
an der Brust war innerhalb 24
Stunden mindestens um das
fünffache größer geworden. Einen
Tag spürte ich bei Silva ein
leichtes, kaum zu vernehmendes
Muskelzittern am gesamten
Körper. Ich holte zwei
Decken, warf sie über. Ich rief
den Tierarzt an, der mir sagte,
ich solle Temperatur messen:
Fieber! Nochmals kam der Tierarzt
und verabreichte Silva Cortison
und er fragte mich, ob ich
mir schon mal Gedanken darüber
gemacht hätte, ob ich ihn
nicht lieber einschläfern lassen
möchte oder zum Schlachthof
bringen wolle.
Ich dachte nein:
Ich glaube daran, dass es wieder
heilt!
Und wenn nicht, dann werde
ich veranlassen, ihn auf freier
Fläche kurz und schmerzlos zu
erschießen (obwohl das mein
Onkel nie machen würde, er ist
Förster)!
Ich dachte an die tröstenden Worte
von Frau Nehls: Das kriegen
wir schon wieder hin! Teilweise
saß ich stundenlang an seiner Seite,
beobachtete mein Herzchen,
streichelte und redete mit ihm.
Nach ca. zwei Wochen hatte sich
das Ödem in die Beine herabgesetzt
und die Beine waren erheblich
dick und angeschwollen.
Auch die Brust war nicht mehr
zu erkennen. Ich beobachtete,
dass Silva nun auch unter dem Bauch massive Schwellungen bekam,
bis zu seinem Schlauch. Das
gesamte Gewebe um den
Schlauch herum war massiv eingelagert
und stark geschwollen,
so dass ich zeitweise Angst hatte,
Silva könnte nicht mehr Wasser
lassen. Dann fühlte er sich auf
einmal sehr heiß an und ich fertigte
essigsaure Tonerde an,
tränkte eine ganze Pferdedecke
darin und legte sie über Silva,
dieses wiederholte ich dann
mehrmals, bis er sich wieder normal
warm anfühlte.
Jeden Tag auf `s Neue entfernte
ich großflächige Hautablösungen
und Schuppungen morgens
wie abends.
Die Haut bekam jeden Tag neue
Risse und es zeigte sich jeden Tag
mehr und mehr von der massiven
Beschädigung. Zwischenzeitlich
trennte ich die Pferde
in dem Offenstall, weil Silva
sich nicht wehren konnte und
damit er seine Ruhe haben konnte,
denn der alte Klöpper Trubi
mit seinen 28 Jahren, dachte, er
könnte ja jetzt mal beißen, was
er sonst nie getan hätte. Silva hatte
Heu zur freien Verfügung und
ich war froh, das er regelmäßig
fraß und auch trank, er freute
sich auch immer auf seine
Möhren und Äpfel. Das war ein
gutes Zeichen! Die Haut schuppte
und schuppte sich, die Fetzen
hingen herunter, rote Hautflächen
darunter, es sah einfach
schlimm aus. Ich cremte ihn immer
wieder sorgfältig ein, auch
zwischen den Hautfalten, dort,
wo keine Luft herankam, überall
Fetzen. Die gesamte Brust und
die Vorderbeine ein geschwollenes
Ödem, es war gar nicht zu
erkennen, wo die Brust anfängt
und die Beine aufhören. Es fühlte
sich alles gespannt an und heiß
und ich war froh, das eine Regenperiode
anbrach. Ein kleines
Hoffnungszeichen zeigte sich
nach Wochen , es muss September
gewesen sein, und ich sah,
dass neue kleine, zarte Härchen
nachwuchsen, dass das Ödem
sichtlich zurückging und die
Haut heilte. Silva wurde von Tag
zu Tag lebendiger, er interessierte
sich wieder für seine Umgebung,
spielte mit seinen Ohren. Jeden
Tag fühlte ich seine Brust ab, ob
sich die Schwellung vielleicht
noch mal aufbauen würde? Die
homöopathischen Medikamente
unterstützten den Heilungsprozess
und ich war so froh, das
sie halfen. Der Hufschmied
schimpfte über die ganze Salbe
an seiner Lederhose, aber das
war mir egal, ich war froh, dass
man die Hufe wieder hochnehmen
konnte, denn das war am
Anfang gar nicht möglich durch
die dicken Beine. Die Tage kamen,
da konnte Silva wieder richtig
gut laufen, hatte er sich doch
wochenlang nur langsam und
vorsichtig im Offenstall bewegt.
Ich ließ ihn nun stundenweise
auf die Wiese mit den anderen.
Die Haut erholte sich, nur hier
und da noch letzte Schuppungen,
darunter war aber schon
neue gesunde Haut mit kleinen
Härchen. Die Brustschwellung
war fast verschwunden und die
Beine und die Schulter nahmen
wieder Form an. Silva durfte jeden
Tag raus, auch, wenn die
Sonne schien, damit der Kreislauf
in Schwung kam und das
Gewebe durchblutet werden und
die Schwellungen weniger werden
konnten. Ich achtete darauf,
dass er mindestens einmal täglich
ausreichend Heu bekam. Das
hieß für mich: Entweder abends
raus lassen und morgens wieder
rein, oder tagsüber für ein paar
Stunden raus. Jetzt ist es Dezember
2005. Mit Rücksprache
von Frau Nehls haben wir
nochmals eine Haaranalyse
durchgeführt und die Werte haben
sich unter der Therapie von
Frau Nehls stark verbessert. Aber
wir sind noch nicht am Ende, die
Nahrung muss noch optimiert
werden, das Immunsystem, und
somit der Darm, ist noch nicht
stark genug, und so bekommt
Silva weiterhin die nun optimierte
Versorgung mit ausgewählten
Substanzen, die Medikamente
sind abgesetzt. Nun bekommt
er als Basisfutter Wellness
Basis mit Allergosan–Kräutermischung
und Schwarzkümmel-/
Nachtkerzenölmischung
in Verbindung mit einer Biologischen
Hufkur .
Silva hat sich bis auf Weiteres
sehr gut erholt! Äußerlich ist alles
abgeheilt, man sieht kaum,
dass er überhaupt krank war und
er läuft wieder wie ein junges
Fohlen und freut sich des Lebens
in seiner kleinen Herde mit seinen
Gefährten. Ob ich meinem
Herzchen diese Tortur noch einmal
antun würde steht in den
Sternen...Ich möchte mich sehr
bedanken bei allen, die Silva bis
hierhin geholfen haben, ich danke
herzlichst Frau Nehls für Ihr
umfassendes Wissen und die mir
die Möglichkeit gegeben hat, zu
handeln. Der Firma, die Wellness-
Basis herstellt und für Ihren
Anruf, wie ich Silva dieses Futter
am Besten verabreiche und
wie es im Organismus wirkt. Ihr
seid ein tolles Team und ich fühle
mich bei Euch aufgehoben!
Kontakt: D.Hren@freenet.de
Wie kam es hierzu?
Wenn ich diesen Erfahrungsbericht
lese, sind die ursächlichen
Zusammenhänge
offensichtlich und erkennbar:
Die Silagefütterung ist in der
Pferdefütterung absolut ungeeignet,
da Silage einen hohen Proteingehalt
und einen bedeutend
niedrigeren Rohfasergehalt als
Heu aufweist: Ein Proteinüberschuss
fördert die Bereitschaft zu
allergischen Reaktionen ungemein
(u. a. Erhöhung der Leberwerte,
Störung des Intestinalund
Digestionstraktes); ausreichend
Rohfaser in der Pferdefütterung
ist essentiell für eine
gesunde Darmflora und eine
Darmsymbiose (Lebensgemeinschaft
der Bakterien im Darm).
Im Darmraum befinden sich über
80 % der Immunzellen; durch die
massive Störung entwickelte sich
schon während der Winterfütterung
eine starke Disposition zu
Erkrankungen des allergischen Formenkreises (Allergie = überschießende
Reaktion des Immunsystems)!
Ein häufig bei der
Fütterung von Silage deutliches
Merkmal, dass die Silage nicht
vertragen wird (auch häufig aufgrund
der Konservierung) ist Diarrhoe
und Kotwasser, was immer
ein Alarmzeichen darstellt!
Hinzu kam dann noch die immense
psychische Belastung und
Stresssituation durch den Verlust
der geliebten Stute Luna –
Stress fördert sämtliche Dispositionen
zu Erkrankungen.
Die bei Auftreten der Symptomatik
Juckreiz/Fellprobleme/
Schuppen lokal angewendeten
Öle verschlimmern oftmals
die vorhandenen Symptomatiken,
da auch bei Allergikern nicht
auf ätherische Öle, welche oftmals
zu starken Sensibilisierungen
und allergischen Reaktionen
führen, verzichtet wird! Die makroskopisch
sichtbaren Hautveränderungen
bei Kontaktekzemen,
Sommerekzem, Dermatitis
und Photosensibilitätsreaktionen
sind allesamt ähnlich, oft
identisch. So geht der Pferdebesitzer
– in diesem Fall Diana –
davon aus, dass es sich bei den
Hautläsionen um ein Sommerekzem,
also eine allergische Reaktion
auf Mückenstiche handelt,
und kann nicht rechtzeitig dringend
erforderliche Maßnahmen,
wie in Silvas Fall das Aufstallen
bzw. Schutz vor UV-Licht und
photosensibilisierendem Weidebewuchs,
einleiten!
Die Fütterung von Kräutern zum
Entgiften wäre, sofern hier auf
allergieverdächtige, allergieauslösende
sowie immunstärkende
Kräuter verzichtet würde, eine
unbedingt empfehlenswerte Sache.
Leider werden auf dem
Markt viele Kräutermischungen
angeboten, bei denen auf diese
essentiell wichtigen Faktoren zur
Verbesserung des Krankheitsbildes
keinerlei Maßstab gelegt
wurde. So finden sich beispielsweise
Kräutermischungen, welche
Echinacea enthalten, was das
Erkrankungsbild eines Allergikers
um ein Vielfaches verschlimmert,
zahlreich auf dem
Markt! Auch sollte bei der Fütterung
von Kräutermischungen
unbedingt auf Herkunft und
Qualität geachtet werden (DABStandard),
da diese durch Toxine
stark belastet sein können und
somit auch auf diese Weise dem
Allergiker mehr schaden als nutzen!
Nachdem sämtliche o. g. Faktoren
bereits absolut kontraproduktiv
wirkten und das Erkrankungsbild
in jeder Beziehung (innerlich,
lokal, psychisch, physisch)
förderten, geschah dann
noch eines: Diana stand nicht zur
täglichen Kontrolle zur Verfügung
und die durch die in dieser
Zeit eintretende pralle Sonne mit
ihren schädlichen UV-Strahlen
(Ozonloch) in Silvas Fall verheerende
Wirkung konnte ungesehen
ihren Verlauf nehmen..Die
Notfallbehandlung mit Antibiotika
und Cortison durch den Tierarzt
war in Silvas Fall unvermeidlich
und hat erst die Voraussetzung
für eine ursächliche
Therapie durch das Überleben
von Silva geschaffen! Nach dieser
Notfallbehandlung und dem
strikten Verbot von Sonnenlicht
konnte mit einer ganzheitlichen
Therapie endlich begonnen werden.
Ich erinnere mich noch heute
genau an den ersten Anruf von
Diana und war absolut geschockt,
ich konnte nur hoffen und beten,
dass Silva es schafft, es war hoffentlich
erst fünf vor 12.00..Heute
hat Silva seine Lebensfreude
und Lebensqualität wieder voll
erlangt. Er gehört zwar nach wie
vor zu meinen Patienten, dies
aber lediglich aus dem Grunde,
da wir keinesfalls eine Wiederholung
des letzten Sommers riskieren
möchten; so steht er immer
noch unter ständiger Kontrolle,
damit sofort und gezielt
therapiert werden kann, falls sich
das kleinste Anzeichen für eine
Photosensibilitätsreaktion einschleichen
sollte. Leider ist hier
nämlich zu beachten, dass ein
Pferd, was einmal unter Photosensibilitätsreaktionen
litt, wie
bei allen anderen allergischen Erkrankungen
auch, sein Leben
lang disponiert bleibt!Das Fatale
an dieser Situation, was ich
leider immer wieder auf`s Neue
erlebe ist folgendes:Diana kümmert
sich liebevoll um Silva und
machte alles Erforderliche aus
ihrer Sicht, damit es ihm gut bzw.
besser ging nach den ersten Symptomen.
Hätte sie jedoch auf den
Einsatz des Kräuteröls und der
Kräutermischung verzichtet und
statt dessen eine Ekzemerdecke
mit Kopfteil für Silva besorgt,
wäre die Photosensibilitätsreaktion
im Anfangsstadium eingedämmt
worden. Wie wichtig eine
genaue Beobachtungsgabe
und vor allem eine schnellstmögliche
Abklärung und Diagnostik
des Krankheitsbildes ist,
zeigt Silvas Fall uns allen deutlich!
Diana ist heute sehr aufmerksam
(was sie ja bereits zur
Anfangszeit der Symptomatik
war), jedoch fragt sie heute beim
kleinsten Verdacht, bei der kleinsten
Ungereimtheit sofort nach
und wir können so gemeinsam
überlegen, was zu tun ist, um Silva
zu helfen. Ich glaube, sie hat
aus Silvas Geschichte allzu bitter
gelernt, um sich zukünftig auf
Experimente mit Kräutermischungen,
Kräuterölen, Fütterung
und Haltung von Silva einzulassen!
Ach ja, der gute Trubi (der Klöpper..),
so sozial, wie Mensch
denkt, ist Pferd leider nicht: Sobald
Pferd merkt, dass ein Artgenosse
durch Krankheit oder
Alter schwach ist, zeigt Pferd,
wer hier der Starke, Gesunde und
Mächtige ist.. Dies ist ein Phänomen,
was nicht nur Trubi, sondern
fast alle Pferde ausmacht!
Und weil’s wichtig für die Genesung
ist: Machtspielchen unter
den Pferden in der Erkrankungs-
und Genesungsphase
grundsätzlich durch Trennung
der "Gegner" vermeiden!
THP Claudia Nehls,
Zentrum für ganzheitliche
Tierheilkunde
www.tierheilkunde
zentrum.de,
E-Mail:
tierheilpraxis1@t-online.de,
Tel.: 05648/963335,
Mobil: 0173/5157633,
Fax: 05648/963334 |
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