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8.700 Besucher sorgen für einen guten Auftakt in die Saison
Andreas Suborics gewinnt mit Arcadio,
aber wenig Gefühl in der Hand Blickte man am Morgen vor dem Renntag aus dem Fenster musste
man mit dem Schlimmsten rechnen. Dauerregen schien dem Hannoverschen
Rennverein zu Beginn seiner 140 Rennsaison einen
Strich durch die Rechnung zu machen. Doch pünktlich zum ersten
Rennen hatte Petrus ein Einsehen. Schließlich mündete die Rennveranstaltung
in bestem Osterwetter und prächtiger Stimmung,
für die 8.700 Besucher sorgten. Besonders über die vielen Favoriten-
Siege dürften sich die zahlreichen
Turffans besonders gefreut
haben. Da machten auch
die beiden Hauptereignisse, die
unter dem Patronat des Hauses
VGH Versicherungen standen,
keine Ausnahme. Im VGH Sprint
Cup siegte der 26:10 Totofavorit
Soave aus dem Trainingsquartier
von Andreas Trybuhl in Köln
mit sechs Längen Vorsprung.
Im Sattel des siebenjährigen
Hengstes saß der Niederländer
Adrie de Vries. Die Plätze belegten
die beiden Schützlinge aus
dem Stall von Mario Hofer, Key
to Pleasure mit Jozef Bojko und
der Weltenbummler Glad to be
fast mit Peter Heugl im Sattel.
Bei der Siegerehrung gab es dann
kurz Aufregung. Wo war Besitzer
Edmund Strittmatter aus Rödermark
geblieben. Noch vor
dem Rennen hatte der Trainer
seinen Besitzer gesehen.
Nach etwas Warten kam der Eigner
des Siegers zum Podium gelaufen,
um seinen Ehrenpreis in
Empfang zu nehmen. "Ich bin
nicht so schnell wie mein Pferd.
Ich war davon ausgegangen, dass
die Siegerehrung im Führring
stattfindet" begründete der Sieger
sein spätes Erscheinen.
Ebenso standesgemäß ging es im
zweiten Hauptereignis, dem
Großen Preis der VGH Versicherungen
zu. Hier siegte erwartungsgemäß
der 11:10 Favorit
Arcadio aus dem Gestüt
Schlenderhan. Sein Vorsprung
auf die Konkurrenten Academy
Reward und Soltelo betrug zwar
nur drei Längen, doch notierte
der Zielrichter das Resultat mit
dem Zusatz "hochüberlegen".
Bereits weit vor dem Einlauf hatte
Andreas Suborics den Vierjährigen
an die Spitze beordert
und verschwand dann schnell
auf nimmer Wiedersehen. Nach
dem Rennen zeigte sich Andreas
Suborics mit dem Sieg sehr zufrieden:
"Wir haben heute standesgemäß
gewonnen, da Arcadio
von allen Pferden die besten
Vorleistungen erbracht hatte.
Ich musste mit ihm früh die Spitze
übernehmen, da er doch sehr
eifrig agierte", so der Jockeychampion
der Jahre 2004 und
2002. Angesprochen auf seine seine
gesundheitlichen Probleme,
die ihn am Freitag in Bremen zum
Aussteigen aus der laufenden
Karte gezwungen hatten, sagte
Suborics: "Nach meinem Zwischenfall
in Frankfurt waren die
Nervenfunktionen in meinem
rechten Arm beeinträchtigt, was
zur Folge hatte, dass ich über kein
Gefühl im Arm verfügte. Auch
heute hatte ich noch wenig Gefühl
im Rennen." Wie schon so
oft in der Vergangenheit konnte
auch Trainer Peter Rau und
Jockey Torsten Mundry dem
Renntag seinen Stempel aufdrücken.
Durch die Erfolge von
Saddex (13:10), Riva (58:10) und
Sexy Lady (22:10) gelang dem
Warendorfer Team ein echter
Hattrick. Der eindrucksvollste
Sieg des Tages dürfte aber wohl
dem Fährhofer Quijano unter
William Mongil gelungen sein.
Der Acatenango-Sohn aus dem
Stall von Champion-Trainer Peter
Schiergen gewann nach frühzeitigem
Abbremsen immer noch
mit hochüberlegenen sechs Längen
Vorsprung. Die Probleme
mit einer Fesselgelenkverletzung
dürften damit überwunden sein.
Einen hannoverschen Erfolg gab
es zum Ende der zehn Rennen
umfassenden Karte, als der von
Otto-Werner Seiler gesattelte siebenjährige
Wallach Semicolon
aus dem Stall Steintor unter Janina
Reese als Sieger den Zielpfosten
passierte. Damit gab es
für den passionierten Rennstallbesitzer
und Züchter ein vorgezogenes
Geburtstagsgeschenk,
denn in zwei Tagen feiert der
Steintor-Boss aus der Südstadt
Hannovers einen 69. Geburtstag.
Da kein Rennbahnbesucher die
ersten vier Pferde in der richtigen
Reihenfolge getroffen hat,
kommt am nächsten Renntag in
der Viererwette ein Jackpot von
über 12.000 Euro zur Auszahlung.
Sehr zufrieden mit der Saisonpremiere
zeigten sich nicht
nur viele Besucher und Aktive,
sondern auch die Verantwortlichen
des Hannoverschen Rennvereins:
"Mit 242.968, 50 Euro ist
uns ein hervorragendes Umsatzergebnis
gelungen. 8.700 Zuschauer
haben unsere Rennen besucht.
Damit liegen wir deutlich
über den Erwartungen. Die Resonanz
im Sponsoren- und Publikumsbereich
hat uns gezeigt,
dass wir auf dem richtigen Weg
sind."
Einen ganz besonderen Dank
richtet der Hannoversche Rennverein
an den Sponsor des heutigen
Renntages, der VGH Versicherungsgruppe
Hannover.
Der nächste Renntag auf der
Neuen Bult findet am 7. Mai statt.
Im Mittelpunkt wwird mit dem
Stutenpreis Hannover erneut ein
international ausgeschriebenes
Listenrennen mit einer Dotierung
von 20.000 Euro stehen. |
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