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| Urlaub im Sattel
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Textversion:
Naturerlebnis auf dem
Rücken der Pferde Die Sonne geht langsam über dem See unter. Ein anstrengender,
aber schöner Tag liegt hinter den Reitern. Er hatte bereits früh begonnen. Nun aber Absatteln und noch ein
kleines Bad direkt im See mit seinem
Pferd nehmen, eine kleine
Erfrischung am Abend. Danach
seinen "Kumpel" versorgen und
dann ab auf den Paddock.
Pferd und Reiter werden die
Nachtruhe später genießen. Die
Gruppe selbst hat es noch nicht
so gut. Es muss noch Feuerholz
für das Lagerfeuer und den Grill
g e s a m m e l t
werden.
Die Aufgaben sind am heutigen
Abend wieder wie von selbst geregelt.
Jeder packt an, und schnell
brutzelt das erste Steak in der
Pfanne, der Kaffee duftet wieder
gut und das erste Bier, das meist
auch das Beste ist, schmeckt auch
schon. Schnell sind die Strapazen
vom Tag vergessen und das
Wohlgefühl des freien Lebens
am Lagerfeuer stellt sich ein. Der
eine oder andere denkt sich:
Könnte dies nicht immer so sein?
Jeder der Leser stellt sich
nun sicherlich eine
schöne Ebene am
Missouri oder am
Verde River in
den USA vor.
Aber falsch gedacht,
diese
Szene spielt
sich nördlich
der Schorfheide
im Landkreis
Uckermark
in Temmen am Klarer See ab, genauer:
auf dem Gelände des Guts
Temmen.
Das Gut Temmen liegt an der
Wanderreitstrecke von Berlin
nach Usedom, eingebettet in einer
der schönsten Reitgebiete
Deutschlands. Von sieben Seen
berührt, in bezaubernder Landschaft
mit großzügigen Hofweiden
und riesigen von Bauminseln
und Tümpeln durchsetzten
Wiesen. Ein abwechslungsreiches
Terrain erschließt sich dem,
der Ruhe und Gespür dafür mitbringt.
Das ganze Jahr über sind hier die
Rinder und ihre im Freien geborenen
Kälber auf den Weiden zu
finden. Die auf dem Gut gehaltenen
Schweine werden in Hausschlachtung
zu köstlichen Wurstund
Schinkenspezialitäten verarbeitet
und im Hofladen zum
Verkauf angeboten.
Der Landkreis Uckermark war
in der Vergangenheit eines der
bekanntesten Erholungs- und
Jagdgebiete. Schon Kaiser Wilhelm
II. hat Schloss Hubertusstock
in der Schorfheide genutzt
und die Politikprominenz der
DDR ebenfalls. Temmen liegt nur
1,5 Autostunden nördlich von
der Berliner Innenstadt entfernt.
Das Gut ist eingerahmt von vielen
Seen, Wäldern und Feldern.
Es bleibt in diesem Urlaub die
Ursprünglichkeit erhalten und
lässt unsere technische Welt für
einige Zeit etwas in Vergessenheit
geraten. Die Natur, die natürliche
Art der Fortbewegung und
die Landschaft stehen in dieser
Woche an erster Stelle und vereinbart
sich sehr gut mit dem
Biosphärenreservat Schorfheide-
Chorin und dem Naturpark
Uckermärkische Seen, die durch
die Märkische Eiszeitstraße miteinander
verbunden sind.
Die kleine Gruppe von Reitern
aus Hessen verbringt hier eine
Woche Reiterurlaub. Sie haben
die Gelegenheit genutzt um die
Region Uckermark näher kennen
zu lernen. Diesmal haben sie
Die Sonne geht langsam über dem See unter. Ein anstrengender,
aber schöner Tag liegt hinter den Reitern. Er hatte bereits früh begonnen. alle die eigenen Pferde daheim
gelassen und haben sich auf
"fremdes" Territorium gewagt.
Sie wollen alle die komische Rasse
mit den bequemen Gängen reiten:
einen Missouri Foxtrotter.
Missouri Foxtrotter gibt es seit
über 150 Jahren. Sie wurden von
den frühen Siedlern in den
Ozark-Bergen von Missouri und
Arkansas gezüchtet, ein Gebirge,
das bekannt für sein raues
und unwegsames Gelände ist.
Wegen ihrer Qualitäten wurden
die Missouri Foxtrotter die beliebtesten
Pferde in den Ozarks.
Sie wurden von all denen geritten,
die längere Wege zurückzulegen
hatten, den Rinderzüchtern,
Landärzten, Sheriffs
und Steuerbeamten. Sie gehören
zu den Gangpferden und wurden
1992 erstmalig auf der Hippologica
in Berlin vorgestellt.
Die kleine Zucht des Gutes interessiert
die Pferdefreunde. In
dieser Woche stehen einige der
Pferde für die Reiter zur Verfügung.
Am ersten Tag steht
nach dem Frühstück erstmal
ein Kennenlernen mit
dem neuen Kumpel im
Vordergrund. Die auf dem
Gut tätige Trainerin für
Western- und Gangpferdereiten
Susanne Krüger
findet schnell für jeden das
passende Pferd.
Nachdem das Pferd geputzt
und gesattelt ist, geht es für eine
Einzelunterrichtsstunde in den
Roundpen, damit Probleme und
Kommunikationsschwierigkeiten
behoben werden können.
Dies ist notwendig, da es sich bei
den Pferden um keine abgestumpften
Tiere handelt, die wie
auf eine Kette gezogen Schweif
an Schweif hintereinander her
laufen.
Die Pferde werden hier mit Westernsätteln
geritten, die man auch
schon von daheim kennt. Auch
die, die noch nicht auf dem Pferd
sitzen, kommen zum Roundpen,
um zu sehen, wie es so läuft. Die
Gruppe fachsimpelt schnell, ob das Pferd jetzt lahmt, es läuft
doch schon anderes als
die eigenen Pferde.
Erste Begeisterung
kommt aber schon
beim Schüler auf:
"Ach, das ist aber
bequem."
Schnell hat man
durch Zufall
den Foxtrott gefunden,
der namensgebend
für
diese Rasse ist.
Nachdem jeder
im Laufe des Vormittags
zu seinem
Unterricht gekommen
ist, ist auch schon
die Uhr weiter voran geschritten,
und man läuft für
eine zivilisierte Mahlzeit in die
nahe gelegene Gaststätte.
An den nächsten Tagen gibt es
dann mittags die Mahlzeiten nur
noch aus der Satteltasche oder
beim eingerichteten Pausenplatz.
Nach dem Essen geht man noch
mal schnell in seine Zimmer, man
will ja der Natur schön begegnen.
Die Gruppe hat sich dazu entschlossen,
direkt auf dem Gut in
den dafür neu eingerichteten
Zimmern zu wohnen. Nach nur
wenigen Minuten stehen alle bei
ihren gesattelten Pferden, denn
man will nun ein erstes Naturerlebnis
mit dem Pferd haben
und zum Ausritt starten.
Die Folgetage starten mit einem
gemeinsamen Frühstück in der
gemütlichen Gemeinschaftsküche,
dann werden die Tagestouren
in die Umgebung gemacht. Über Hügel, durch Wälder und
Felder, an den Seen entlang. Mittags
gibt es dann die selbst mitgebrachten
Pausenpakete oder
man wird schon am morgens
festgelegten Ort von einem Begleittross
zum Essen erwartet.
Einen Abend hat sich die Gruppe
für einen Besuch in der Westernstadt
"Silver Lake City" bei
Templin reserviert. Schnell, für
manche der Gruppe zu schnell,
ist die Woche vergangen. Hat
man sich doch an das Pferd und
die urigen Lagerfeuerabende an
den Ufern des Sees gewöhnt.
Ein letztes Mal der Sonnenuntergang
über dem See, ein letztes
"Gute Nacht” dem Pferd ins
Ohr geflüstert.
Aber eines steht für die Gruppe
jetzt schon fest: Hier kommen
wir alle wieder her! Zum Pferd
und zur Landschaft, vielleicht
auch mit dem eigenen Pferd.
Die Unterbringung erfolgt im alten
Gutshaus, in den neu ausgestatteten
drei Doppelzimmern,
weitere folgen in Kürze. Auch
kann man, wenn man es luxuriöser
mag, im fünf Kilometer
entfernten Sporthotel wohnen.
Gerne schnürt das Team um Susanne
Krüger ein Paket für Ihre
Erholung und Bedürfnisse. Reiter
und eigene Pferde sind gern
gesehene Gäste. Kontakt & Info Susanne Krüger
Gutshof Temmen
Lindenallee 3
17268 Temmen Ringwalde
Tel.: 039881 4305
Mobil: 0175 5924290
Informationen
zu Susanne Krüger:
www.susanne-krueger-online.de
zur Rasse:
www.emftha.com |
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