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Sommerekzem
Ursachen, Auswirkungen und Hilfe.
Ein Bericht von Gabriele Jacobi, Tierheilpraktikerin, Wietze-Wickenberg Das Pferd ist ein dermatologischer Patient mit wachsender Bedeutung, der viele Therapeuten immer
wieder vor eine neue Herausforderung stellt. Es kann schon deprimierend sein, erleben zu müssen,
wie aus einem glänzenden Pferd durch dauerndes Scheuern und Reiben ein haarloses, gestresstes
Wesen mit blutigen, verkrusteten, verschorften Stellen wird. Diesen Zustand nennt man Ekzem.
Mittlerweile sind immer mehr Pferderassen (z. B. Islandpferde, Haflinger, Araber, Andalusier, Friesen,
Traber, selbst Warmblüter) zucht- und haltungsbedingt betroffen. Aufgrund der modernen
Selektionszucht werden Stoffwechselprobleme und Immunschwächen verstärkt. Was heißt eigentlich
Sommerekzem?
Im Allgemeinen definiert man
Sommerekzem als allergische
Reaktion auf den Stich der Culicoides-
Mücke.
Den Pferden können aber auch
Schadstoffe durch Umwelteinflüsse
(wie z. B. Luftverschmutzung,
Düngemittel, Pestizide, Unsauberkeit
in der Box, Stall, Paddock
usw.) oder Stress zugeführt
werden.
Durch zu fette, kräuterarme Weiden
wird das Pferd mit Proteinen
überversorgt. Das Zuviel an Mais
und Hafer etc. führt zu einer Überversorgung,
die den Stoffwechsel
so stark beeinträchtigt, dass
die Funktion von Leber, Darm
und Nieren langfristig sehr stark
eingeschränkt wird. Dadurch
werden die nicht verbrauchten
Proteine im Körper abgelagert
und wandeln sich im Zusammenspiel
zwischen Stärke und
Glukose stoffwechselbedingt in
Toxine um. Der Pferdekörper entsorgt
diese über sein größtes Entsorgungsorgan
– die Haut.
Daraus können Erkrankungen
wie z. B. das Sommerekzem entstehen.
Dieser Entsorgungsvorgang
sorgt dann für ein verändertes
Hautmilieu, wodurch sich
die Ausdünstungen des Pferdes
so verändern, dass dadurch Kribbelmücken/
Gnitzen, angelockt
werden. Nicht außer Acht lassen
sollte man eine Lichtdermatose
infolge Photosensibilisierung
durch Buchweizen und Johanniskraut.
Bei den mir vorgestellten
Ekzemer-Patienten wurde nach
umfassender Anamnese passend
für den jeweiligen Typ ein homöopathisches
Konstitutionsmittel
verabreicht, eine Darmsanierung
eingeleitet, entweder mit Pythotherapie
oder auch homöopathisch.
Eine Eigenbluttherapie
kann auch sehr hilfreich sein, um
den Patienten zu desensibilisieren.
Akupunktur oder -pressur lösen
Blockaden auf. Magnetfeldtherapie
regt den Stoffwechsel an. Das
Futter muss der jeweiligen Rasse
sowie den Haltungs- und Nutzungsbedingungen
angepasst
werden. Regelmäßige Bewegung
ist ein Muss, um Geist und Körper
"in Schwung" zu halten.
Um den Juckreiz zu lindern und
evtl. schon aufgescheuerte Hautstellen
bei der Heilung zu unterstützen,
wende ich in meiner
Praxis das Multi-Mineral-Silicium
– SSP in der Streudose an. Es
wird auf den Mähnenkamm und
in den Schweif einmassiert.
Dieses Streupuder gibt es jetzt
auch als Paste, zum Beispiel zum
Einreiben unter dem Bauch, das
ist praktisch. Innerlich zur Unterstützung
und Regenerierung
des Hautmilieus bekommen meine
Patienten täglich 30 Gramm
des Basisproduktes Multi-Mineral-
Silicium als Pulver in das angefeuchtete
Krippenfutter.
Das ist eine wirksame Unterstützung
zur Verbesserung des
Immunsystems und somit der
Abwehrkräfte.
Naturheilpraxis für Tiere
Gabriele Jacobi
www.tierheilpraxis-wieckenberg.de |
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