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Bundesweit einzige Fachvermittlungsstelle für Berufe "rund ums Pferd"
Jeder Leser dieser Zeitschrift wird wissen, dass Verden an der Aller eine Reiterstadt ist. Auch dass auf dem Gelände am Berliner Ring regelmäßig Deutsche Meisterschaften oder auch Weltmeisterschaften im Dressur- oder Springreiten stattfinden, dürfte hinlänglich bekannt sein. Auch das Deutsche Pferdemuseum am Holzmarkt ist in aller Munde. Was viele aber sicherlich nicht wissen, ist, dass bei der Verdener Agentur für Arbeit (ehem. Arbeitsamt) die bundesweit einzige "Fachvermittlungsstelle für Berufe des Reit- und Fahrwesens" angesiedelt ist. Die Aufgabe der vier Mitarbeiterinnen Claudia Buchholz, Petra Gerke, Ulrike Herde und Birgit Meyer-Arendt ist es, beispielsweise arbeitsuchende Pferdepfleger auf Stellenangebote zu vermitteln. Sobald in einer der 180 Agenturen für Arbeit in Deutschland ein Pferdewirt, Reiter, Jockey oder Kutscher nach Arbeit fragt, wird sie oder er auch an die Kolleginnen in Verden verwiesen. Neben der Arbeitsvermittlung gehört auch das Erteilen allgemeiner Informationen zu diesen Berufen, Ausbildungen oder generellen Beschäftigungsmöglichkeiten zum Angebot der Fachvermittlungsstelle. Zu den Kunden zählen aber nicht nur diese Arbeitnehmer, sondern natürlich auch Arbeitgeber, die bei dem Team ihre Stellenangebote – in der Regel telefonisch – melden. Unter diesen Arbeitgebern sind nicht selten auch berühmte Namen von Weltmeistern oder Olympiasiegern, die für ihren Stall eine Verstärkung suchen. Ebenso sind Anrufe aus dem europäischen Ausland, den USA oder Kanada keine Seltenheit, denn die hohe Fachlichkeit und kompetente Beratung des Teams sprechen sich natürlich herum. Weiterhin ist die Fachvermittlungsstelle auch auf Veranstaltungen wie der weltgrößten Pferdemesse "Equitana" in Essen oder (inter)nationalen Meisterschaften mit einem eigenen Messestand vertreten. Häufig müssen die vier Kolleginnen jedoch auch Illusionen nehmen: Die Arbeit mit Pferden ist nur selten so, wie es in manchen Filmen oder Romanen vermittelt wird. Ein Zehn-Stunden- Tag, wenig Freizeit am Abend oder an den Wochenenden und körperlich schwere Arbeit zeichnen in den meisten Fällen diese Tätigkeit aus. Auch der allgemeine Arbeitsmarkt lässt das Vermittlungsgeschäft leider immer schwieriger werden: Während vor zehn Jahren noch ein größerer Bedarf an Arbeitskräften aus diesem Bereich bestand, hat auch hier die unerfreuliche Entwicklung eingesetzt, und viele Arbeitnehmer finden nur unter schwierigen Bedingungen ein neues Beschäftigungsverhältnis. Doch selbst, wenn das Geschäft nicht einfacher wird: Das Thema "Pferd" lässt die Damen von der Fachvermittlungsstelle auch nach Feierabend nicht los, und man kann die eine oder andere auch selbst im Sattel sehen. Es ist für diese Tätigkeit also kein Nachteil, ein Pferdenarr zu sein!  
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