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Althengstschau
Schwere Jungs in Tarmstedt Eingebettet in das herrliche Ambiente der Tarmstedter Landwirtschaftsausstellung
führte das Stammbuch für Kaltblutpferde
Niedersachsen seine nur alle vier Jahre stattfindende Althengstschau
durch. Neben der aktuellen Vorstellung
auf der Dreiecksbahn flossen in
die Beurteilung der Hengste die
Leistungsprüfung und die Nachzuchtergebnisse
mit ein. Nur auf
einer Althengstschau gibt es für
verdiente Vatertiere die Möglichkeit
der Höherstufung in den
Prämienklassen!
Zu bedauern ist, dass leider nur
wenige Züchter die Möglichkeit
wahrnahmen, unter optimalen
Rahmenbedingungen das Kulturgut
Kaltblutpferd einer größeren
Zuschauermenge zu zeigen.
Ludger Schultze Tomberge, Senden
und Olaf Peter , Gransee versahen
als Richter ihren Dienst.
In der Klasse der rheinisch-deutschen
Kaltblüter siegte der aus
Hessen angereiste Braunschimmel
Napoleon v. Neptun/Faenger
1852 Z: Reinhard Rausch,
Waldeck B: Hans Bollmann,
Stauffenberg. Dieser typvolle
Hengst wurde durch seine gute
Leistungsprüfung in die Prämienklasse
II eingestuft und später
zum Reservesieger der Schau
gekürt.
Auf Rang 2 findet sich der noch
junge Körungssieger von 2004
Uftu v. Uwe/Famulus. Gut entwickelt
und bewegungsstark
konnte sein Besitzer Dirk Morkötter,
Osnabrück ihn dem interessierten
Publikum präsentieren
und für die Zukunft empfehlen.
Außer Konkurrenz, da altersmäßig
noch ohne Leistungsprüfung,
stellte der 1. Vorsitzende
des Stammbuches, Dieter Bösche,
Tosterglope seinen beeindruckenden
C. F. Antigonsohn
Condor II MV: Adorant vor. Imposant
wusste sich dieser bei
Gustav u. Christa Denks in Königslutter
gezogene junge Hengst
in Szene zu setzen.
Condor II verfügt über Ausstrahlungsstärke
und das gewünschte
raumgreifende Gangpotenzial,
mit dem man sich einen festeren Platz in der Freizeitszene
zu erobern wünscht.
Bei den Schleswigern brillierte
einmal mehr der Altmeister dieser
Zucht in Niedersachsen, Klaus
zum Berge, Fallingbostel mit seinen
selbstgezogenen Hengsten
Munkedal v. Marschall/Zeus
und dessen Sohn Major MV: Zöllner.
Sich über den Bundessieger Munkedal
(HLP 9,30 Pr. Kl. I) weiter
zu äußern, hieße Eulen nach
Athen zu tragen. Dieser Ausnahmehengst
und sein Sohn Major
trabten bewegungsmäßig schier
die Sterne vom Himmel und waren
einfach eine Klasse für sich.
In der Gruppe der Schwarzwälder
Füchse hatte in diesem Jahr
der gut herausgebrachte, in Baden-
Württemberg gezogene
Althengst Wylasko v. Wido/Riegel
B: Joachim Paul, Wietzendorf
die Nase vorn. Die für die Jungzüchter
der Kaltblüter verantwortliche
Verena Paul führte den
Hengst ihres Vaters hervorragend
vor und sicherte somit die gute
Platzierung.
Der zweite, Don Olewo v.
Donnergroll/Freischütz Z. Hubert
Löffler, Glottertal B. Ralf Bartels,
Katensen, in der besonders
aparten sehr dunklen Fuchsfarbe
mit dem schneeweißen Behang,
gefiel durch seine hervorragende
Bewegungsqualität und
seine geradezu plastische Muskulatur.
Außer Konkurrenz stellte Klaus
zum Berge mit dem Bretonen Napoleon
v. Isack Des Bois/Marvella
einen hochinteressanten,
sehr typvollen Fuchshengst vor,
der in Niedersachsen in einem
Zuchtversuch zum Einsatz
kommt und für Blutauffrischung
sorgt.
Zum Gesamtsieger der Schau
konnte Zuchtleiter Dr. Clar den
Schleswiger Hengst Munkedal
vorstellen, der diesen Titel aufgrund
seiner Verdienste in der
Zucht nicht zum ersten Mal gewann.
Leider fehlten die Freiberger komplett
und auch zwei Hengste der
Rasse Finnpferd hätten die Schau
mit Sicherheit noch bereichert.
Doch vielleicht ist der eine oder
andere Züchter hinsichtlich der
guten Bedingungen in Tarmstedt
überzeugt worden, seine Hengste
zur nächsten Althengstschau
zu zeigen.
Nur wer auf sich aufmerksam
macht, wird auf Interesse stoßen.
Ein Interesse, das die wundervollen
Kaltblüter allemal verdient
haben und das ihnen in Tarmstedt
sicher war.
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