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Textversion:
"Pony of the Americas" Im Juli 1954 begann mit der Geburt des Hengstes "Black Hand"
die Geschichte der "Ponys of the Americas", kurz auch "P.O.A."
genannt. In den mehr als 50 Jahren seit damals ist die Rasse jetzt
neben den "Quarter Horses" und "Appaloosas" zur größten und
beliebtesten in den USA geworden. Weit über 40.000 Vertreter dieser
Rasse leben zurzeit in den Vereinigten
Staaten von Amerika, in
Deutschland sind es keine 50, in
ganz Europa bisher kaum mehr.
Aber der "POAC Germany e.V."
hat es sich zur Aufgabe gemacht,
diese in vielerlei Hinsicht besondere
Rasse in Deutschland bekannter
und verbreiteter zu machen.
In den letzten beiden Jahren
konnten dabei bereits erhebliche
Erfolge verzeichnet werden.
Das POA zeichnet sich durch viele
Qualitäten aus und eignet sich
besonders für die klassischen
Westerndisziplinen, aber auch
beim Distanzreiten und in der
klassischen Reiterei sowie beim
Fahrsport hat es sich in den USA
bewährt.
Wegen seiner Ausgeglichenheit
wird es auch häufig zum Therapeutischen
Reiten eingesetzt. –
Die POAs sind auf den meisten
Westerntunieren zugelassen,
aber hierzulande wegen ihrer
Seltenheit noch eine große
Ausnahme und besondere
Attraktion.
In den amerikanischen Fachzeitschriften
und Pferdebüchern finden
sich regelmäßig Berichte,
über die besonderen Qualitäten
der POAs.
Auch in der deutschen Fachliteratur
werden die POAs hervorgehoben,
so zum Beispiel von
Hans D. Dossenbach in König
Pferd ( Beschtermütz, Augsburg
1999, S. 34): " Mit dem POA, dem
Pony of the Americas, haben die
Amerikaner ein Reittier für Kinder
und Jugendliche, um das wir
sie nur beneiden können, und
zwar durchaus nicht nur wegen
der aparten Farben.
Die im Durchschnitt um 130 cm
großen Ponys gelten als sehr willig
und anhänglich, anspruchslos,
hart und ausdauernd und
verfügen über weitausgreifende,
fördernde Bewegungen in allen
Gangarten. Von gepfleckten spanischen
Pferden züchteten die
Nez-Perces-Indianer in Idaho systematisch
die Appaloosarasse,
die heute mit über 150.000 eingetragenen
Exemplaren ihre
große Beliebtheit beweist. Das Bestreben, ein Kinderpony von
gleicher Art zu züchten, gelang
den Amerikanern vollkommen.
Das "POA" – Die Zucht
Das erste eingetragene Pony of
the Americas unter der Zuchtbucheintragung
POA # 1 war
Blackhand, ein kleiner Hengst
aus einer Appaloosastute und einem
Shetlandhengst. Das
Hengstfohlen wurde Black Hand
genannt auf Grund eines eindeutigen
schwarzen handförmigen
Abzeichens über der Hüfte.
In den folgenden Jahren wurden
zur Zucht vorwiegend kleine Appaloosas
verwendet, die oft aus
Mexico stammten. Zunächst
wurden auch Welsh Ponys eingekreuzt,
die bis heute zur Zucht
ebenso wie Quater Horses zugelassen
sind. Während die Amerikaner
fast keine Welsh Ponys
mehr zur Zucht einsetzen, werden
bis heute kompakte Quarter
Horses vom alten Stocktyp durch
erfahrene Züchter eingekreuzt.
Zur Zucht verboten sind Gangpferde
und Schecken, wie zum
Beispiel das Painthorse.
Das POA, wie wir es heute kennen,
ist durch mehr als 50-jährige
Zucht mit strengen Zuchtkriterien
entstanden. Das Ergebnis
ist ein sehr nervenstarkes und
dabei williges Kleinpferd, das für
Kinder und Jugendliche, aber
auch für begeisterte erwachsene
Reiter geeignet ist.
Das "POA" –
Die Rassemerkmale
Das Ziel der Züchter war und ist
es, ein gesundes, nervenstarkes,
williges, zuverlässiges Pony mit
dem Aussehen und den Bewegungen
eines Pferdes zu züchten:
ein gut bemuskeltes Pony für
Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das POA ist mindestens
1,17 m groß und sollte nicht
größer als 1,42 m werden. Neben
den Zuchtzielen für das Gebäude
wurden bestimmte Anforderungen
an das Farbmuster gestellt.
Gewünscht werden bestimmte
Farbmuster, z. B. Leopard ("Tigerschecke"
oder nach dem Farbmuster
eigendlich eher "Leopardenschecke"),
Few-Spottet
Leoprad, with Blanket (Decke mit
Tupfen), Snowcape (Decke ohne
Tupfen), Snowflake (mit
"Schneeflocken"), Roan (stichelartig)
oder Marbleized (marmoriert).
Durch konsequente Zucht
ist es bei den Farben gelungen,
homozygote (reinrassige) Farbvererber
hervorzubringen.
Natürlich gibt es auch einfarbige
POA,s ab dann muß ein Elternteil
POA sein und das andere
Elternteil entweder POA oder
eine zugelassene Rasse sein. Oder
die Rassemerkmale wie das
"Menschenauge" (das heißt, eine
sichtbare Sklera), "moddeled
skin" (gefleckte Haut am Maul
und/ oder im Genitalbereich)
und die typischen längs gestreiften
Hufe müssen zur Eintragung
ins Zuchtbuch vorhanden
sein.
Aber das wichtigste Zuchtziel,
brave, nervenstarke, ausdauernde
Ponys zu züchten, steht bei aller
Farbzucht natürlich im Vordergrund.
Das "POA" – Die Registrierung
und die Papiere
Nach der Geburt eines POAs
kann der Züchter für sein Fohlen
die Tentative Papers beantragen,
das sind zeitlich begrenzte
Papiere, denn viele POAs wechseln
oder ändern in den ersten
ein bis sechs Jahren oft ihre Farbe.
So kann beispielsweise ein Fohlen
einfarbig geboren werden
und später eine Decke mit Tupfern
(Blanket) bekommen. Andere
Tiere werden als Blanket-
Fohlen geboren und ändern ihr
Farbmuster zum Leopard.
Erst in dem Jahr, in dem ein POA
sechs Jahre alt wird, muss ein State
Inspector das Pony begutachten
und vermessen, die entsprechenden
Formulare ausfüllen
und in die U.S.A. an den zentralen
Zuchtverband schicken. Erst
dann bekommt es seine Permanent
Papers, die endgültigen Papiere.
POAs, die größer als 1,42 m sind,
bekommen gesonderte Papiere,
die so genannten Pink Papers,
die nur zur Zucht berechtigen.
Genau wie die einfarbigen POAs
mit ihren Blue Papers dürfen diese
Ponys nicht an den offiziellen
POA-Shows teilnehmen.
Das "POA" –
EIN Pony für ALLE
Die Vereinsgründer und Züchter
in Amerika waren vor über
50 Jahren daran gegangen, nach
strengen Zuchtkriterien ein qualitativ
hochwertiges Reittier für
Kinder und Jugendliche zu züchten.
Ein ausgeglichenes Wesen,
gutes Gebäude und Farbe sind
auch im heutigen Zuchtprogramm noch immer die wichtigsten
Grundsätze. Kinder und
POAs entwickeln ganz besondere
Verbindungen zueinander, die
den Jugendlichen später nicht
nur in reiterlicher Hinsicht eine
fundierte Grundlage liefern,
wenn sie langsam zu Erwachsenen
werden.
Sie lernen sowohl von den sozialen
Kontakten als auch von
der Verantwortung, die sie als
Besitzer oder auch bei der Vorstellung
eines POAs haben. Aber
auch als Erwachsene können sie
ihr Pony noch weiter reiten und
damit sogar bei vielen Tunieren
an verschiedenen Disziplinen
teilnehmen.
So haben die POAs etwas für Pferdefreunde
jeden Alters zu bieten.
Das POA ist somit auch ein
Pferd für die ganze Familie, ein
Freund für das ganze Leben!
Der POAC Germany e. V.
Im Jahr 1999 wurde in Deutschland
der Pony of the Americas
Club Germany e. V. gegründet,
der schon ein Jahr später offiziell
vom Mutterverband in den
U.S.A., dem Pony of the Americas
Club, Inc., Anerkannt wurde.
Der POACG steht bis heute
in engem Kontakt mit dem Mutterverband,
Vertreter aus beiden
Ländern sind stets gern gesehene
Gäste bei den Jahresveranstaltungen
und Meetings.
Der POACG steht all seinen Mitgliedern
mit Rat und Tat zur Seite,
stellt Inspektoren, hilft bei der
Beantragung von Papieren für
die Nachzucht, übernimmt Registrationsformalitäten
mit dem
POAC, Inc. und vermittelt gerne
auch bei Fragen bzw. eventuell
auftretenden Problemen.
Kaufinteressenten erhalten eine
aktuelle Züchterliste, und importwilligen
Mitgliedern ist der
Verein bei den Einfuhrformalitäten
für Ponys aus den U.S.A.
behilflich.
Die Adresse der
Geschäftsstelle lautet:
Pony of the Americas Club
Germany e. V.
Oberalpfenerweg 18
79774 Albbruck-Unteralpfen
1. Vorsitzende
Heike Gähwiler
Tel./Fax: 07755 1744
2. Vorsitzende
Carola Höhle
Tel: 05062 9635-22
Fax: 05062 9635-24
Homepage
www.poac-germany.de
E-Mail: info@poac.de |
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