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Reining auf den
Weltreiterspielen:
Deutschland verpasst nur knapp die Medaillenränge
Titelverteidiger USA wird Favoritenrolle gerecht
Deutsche unter den Top Ten im Einzelfinale Ganz kurz sah es so aus, als würde Deutschland Bronze bei den
Weltreiterspielen in der Reining holen, doch dann lagen die Italiener
im Endergebnis mit einem halben Punkt Vorsprung vor. So
sah die Medaillenverteilung in der Mannschaft in Aachen so aus
wie vor vier Jahren in Jerez: Titelverteidiger USA wurde erneut
Weltmeister, gefolgt von den sehr starken Kanadiern und Italien.
Bei den Weltreiterspielen in Aachen zeigte eine auf drei Reiter reduzierte
deutsche Mannschaft, dass sie wirklich würdige Vertreter
Deutschlands waren. Titelverteidiger USA wurde zum zweiten
Mal Weltmeister in der Mannschaftswertung, knapp gefolgt
von Kanada. Am Vortag der Mannschaftswertung
kam die böse Überraschung:
Alexander Rippers und
Grischa Ludwigs Pferd kamen
nicht durch die Verfassungsprüfung.
Das bedeutete das Aus für
Alexander Ripper. Grischa Ludwig
musste mit Ersatzpferd BV
Smart Innuendo antreten, also mit
einem Pferd in ein internationales
Championat gehen, auf dem
er am Vortag zum ersten Mal saß!
Was die beiden und seine beiden
Mitstreiter Nico Hörmann und
Sylvia Rzepka dann leisteten, war
großartig und brachte Deutschland
die Bronzemedaille zum
Greifen nahe. Mit 655,5 Punkten
beendeten die Deutschen die
Mannschafts-WM um einen halben
Punkt hinter Italien und
brachten alle drei Starter in die
Einzelwertung.
Titelverteidiger und
Favorit: USA gewinnt
Mannschaftsgold
Ihrer Favoritenrolle voll gerecht
wurden die US-Amerikaner. Das
Mutterland des Westernreitsports
hatte ein Team aus zwei überaus
prominenten Reitern (Tim Mc
Quay, mit über 2 Millionen USDollar
gewinnreichster Reiningreiter
aller Zeiten, und Million
Dollar Rider Dell Hendricks) und
zwei vielversprechenden Newcomern
(Matt Mills und Aaron
Ralston) nach Deutschland geschickt.
Mit 665 Punkten insgesamt
errangen sie Mannschaftsgold
und brachten alle vier Reiter
ins Einzelfinale.
Nur einen Punkt dahinter landete
die kanadische Mannschaft mit
Luke Gagnon/Lil Santana (219),
Francois Gautier/Snow Gun
(219,5) und Lance Griffin/Whiz
N Tag Chex (219) auf Platz 2.
Insgesamt wurden 65.000,- Euro
an die besten fünf Mannschaften
ausgeschüttet, wovon der Weltmeister
USA 19.000,- Euro mit
nach Hause nehmen konnte.
Deutschland gewann mit seinem
vierten Platz noch 10.500,- Euro.
Fünfter wurde die Schweiz, die
8.500,- Euro gewann.
Packendes Einzelfinale
Duane Latimer gewinnt nach Stechen
Gold in der Einzelwertung.
Alle drei Medaillenränge an Amerika,
Deutsche unter Top Ten.
Die Weltreiterspiele 2006 endeten
für die Reiner in einem fantastischen
Duell zwischen Tim
Mc Quay (USA) und Duane Latimer
(CAN). Die beiden erreichten
im Einzelfinale mit
Traumritten jeweils einen Score
von 230. Im darauf folgenden Stechen
unterlief dem gewinnreichsten
Reiner aller Zeiten, Tim Mc
Quay, mit Mister Nicadual ein
kleiner Moment der Unaufmerksamkeit
und beendete den
Ritt ‚nur’ mit einer 226. Million
Dollar Rider Duane Latimer
(CAN) setzte mit dem Hang Ten
Surprize (Bes. Howard Mann,
USA) nochmal alles auf eine
Karte. Das Ergebnis: 228 und damit
die Goldmedaille. Silber ging
an Tim Mc Quay. Auch die Bronzemedaille
blieb auf dem amerikanischen
Kontinent: sie ging an
den jungen Amerikaner Aaron
Ralston auf Smart Paul Olena mit
einer 227,5. Ein großartiges
Ergebnis konnten die Deutschen
erzielen. Sie waren in den Top
Ten und zweit- und drittbeste europäische
Reiter. Beste Deutsche
und zweitbeste Europäerin war
Sylvia Rzepka auf Platz 8 mit Golden
Mc Jac (Bes. Peter Prokes,
AUT), gefolgt von Nico Hörmann,
der mit Lil Ruf Cody (Bes.
Monika und Rolf Reinschmidt)
eine 219 erritt und damit Platz 9
in der Einzelwertung errang. Grischa
Ludwig konnte leider nicht
im Einzelfinale antreten, weil die
Besitzer das Pferd nur für die
Mannschaftswertung zur Verfügung
gestellt hatten. |
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