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Lehrreich und faszinierend:Fotoseminar mit Gabriele Boiselle auf dem Gestüt Ismer/Tierpark Ströhen
Ein "Leckerbissen" ganz besonderer und herausragender Art fand am 30.09./01.10.2006 in Norddeutschland statt: Das Fotoseminar von Gabriele Boiselle auf dem Vollblutaraber-Gestüt der Familie Ismer und deren Tierpark Ströhen. Für die rund zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer vergingen die beiden Tage wie im Fluge, denn sie durften hier etwas gleich in mehrfacher Hinsicht Besonderes erleben und waren hiervon schlichtweg hingerissen: zum einen das sehr ansprechende, inhalts- und lehrreiche, praxisnahe und abwechslungsreiche Seminar mit der weltweit bekannten und erfolgreichen Pferde- und Tierfotografin Gabriele Boiselle aus Speyer, die sowohl mit ihrem Wissen und Können als auch durch ihre lebendige und freundliche Persönlichkeit begeisterte, zum zweiten Pferde und Anlage des idyllisch gelegenen Vollblutaraber- Gestüts Ismer, dem wohl größten privaten Arabergestüt Europas, zum dritten Tiere und Ambiente des schönen Tierparks Ströhen der Familie Ismer und – last but not least – zum Weiteren die zuvorkommende und herzliche Familie Ismer, die uns foto- und tierbegeisterten Teilnehmern sogar mehrere besondere, ja teilweise sogar seltene Erlebnisse (auf die ich noch zu sprechen komme) bot. Doch zunächst zurück zum Inhalt das Seminars, nämlich dem Fotografieren (von Pferden und Tieren). Hierzu vermittelte uns Frau Boiselle einerseits die sehr vielfältige und äußerst abwechslungsreiche Praxis, andererseits aber auch die notwendigen theoretischen Kenntnisse. Wenn auch – begünstigt durch das (entgegen den Vorhersagen dann doch überraschend ordentliche) Wetter – zu den vielfältigen Themenbereichen die praktische Seite Überhand behielt, wurden doch auch in den zwischendrin eingeflochtenen Theorieteilen wesentliche Dinge anschaulich vorgetragen und erklärt. So waren dann am Ende der beiden kurzweiligen Tage (fast) alle vorgesehenen Themenbereiche sowohl theoretisch als auch praktisch bearbeitet. Hierbei hatte die Themenliste vieles zu bieten: von der Bewegungsfotografie über die Porträtfotografie (Totalaufnahmen sowie Kopfaufnahmen als auch Detail- Nahaufnahmen z. B. von den Pferdeaugen) bis hin zu Tipps für die Fotografie von hellen Pferden, zur Vorbereitung eines Fotoshootings, zum Umgang mit Pferden und Fotomodellen, zur richtigen Einschätzung von Lichtverhältnissen, zum Fotound Persönlichkeitsrecht und noch manch Weiterem. Gefordert waren außer Aufmerksamkeit und Einsatzbereitschaft der Teilnehmer aber unter anderem z. B. auch deren Kleidung (denn je nach Größe des Pferde- und Tiermodells war Knien im feuchten Gras oder gar Hinlegen angesagt), frühes Aufstehen (am zweiten Tag für das in der Morgendämmerung und bei Sonnenaufgang beginnende Fotoshooting der im Freien gehaltenen großen Araber-Herden, wobei wegen der schlechten Lichtverhältnisse bewusst die Bewegungsunschärfe als Instrument ausgenutzt wurde, um hierdurch recht interessante Wischeffekt-Fotos zu erhalten), Furchtlosigkeit (vor galoppierenden Pferdeherden, streichelbedürftigen Pferden aller Altersklassen, raufenden freilaufenden Hengsten) und Regenfestigkeit (bei einem glücklicherweise nur einmaligen, kurzen Platzregen). Entschädigt wurden wir – außer durch Kaffee-, Essens- und abendliche Pausen (auch wenn diese dann durch das Herunterladen der digitalen Fotos auf die Laptops, durch das Betrachten der eigenen und der anderen Aufnahmen, durch interessante Diskussionen und durch viele persönliche Gespräche ausgefüllt waren) – aber u. a. auch zum einen durch viele praxisorientierte Tipps und Kniffe sowie zum anderen durch tolle, nahezu einmalige Motive. Diese Motive wurden uns durch die Familie Ismer (und Helfer) engagiert und zuvorkommend vorgestellt. Sie reichten von den auf riesigen Weiden für die Bewegungsfotografie freilaufenden Hengsten, Stuten, Jährlingen und Fohlen (die zuvor für schöne Aufnahmen aus den Ställen auf die Weiden galoppiert waren) über die in der Tierpark-Zirkusvorstellung in Freiheitsdressur vorgeführten, freilaufenden Araberhengste bis hin zu den zwei wohl nahezu einmaligen Erlebnissen: den sechs im Paddock freilaufenden (und raufenden) Zirkus- Araberhengsten und den beiden an der Leine im Freien vorgeführten Geparden (die seinerzeit durch die Ismers handzahm großgezogen worden waren und daher sehr menschenbezogen sind). Und zwischendurch gab es genügend Gelegenheit, sehr schöne Aufnahmen im Tierpark zu machen, wo manch seltene und exotische Tierart gesehen und fotografiert werden konnte (bis hin beispielsweise zu mehreren spielenden Tiger-Babys, von deren Anblick man sich kaum mehr losreißen konnte). Am Ende der rasend schnell vergangenen zwei Seminartage stand fest: Es bleiben sicherlich einmalige Erinnerungen sowie neue Erfahrungen mit der Fotografie und deren (Lehr-)Meisterin Gabriele Boiselle, Dankbarkeit an Engagement und Freundlichkeit der Familie Ismer sowie Begeisterung für die faszinierenden arabischen Vollblut- Pferde und den herrlichen Tierpark (der in einem späteren Artikel noch gesondert vorgestellt werden wird). Copyright: Thilo Haake/Vechta (Fotoseminar Gabriele Boiselle am 30.09./01.10.2006 auf dem Gestüt Ismer)  
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